Montag, 23. September 2019

Exklusive Werke Edition

2. Teil: Hirschgalvanismus von Joseph Beuys

Charismatiker
Der Aktionskünstler Joseph Beuys gilt als der einflussreichste Künstler nach 1945. Bis 25. Januar wird sein OEuvre in der Werkschau "Die Revolution sind wir" im Hamburger Bahnhof in Berlin präsentiert.
Der sendungsbewusste Aktionskünstler Joseph Beuys war ein leidenschaftlicher Verfechter von Editionen.

In Multiples und Grafiken sah der weltweit gefeierte Filz- und Fettmagier ein ideales Medium, um möglichst viele Menschen für seinen erweiterten Kunstbegriff zu begeistern: "Ich bin an der Verbreitung von Ideen interessiert."

In seinen Augen war jeder ein Künstler. Und jeder sollte sich seine Kunst leisten können - so wie die berühmte Intuitionskiste aus Holz, die er 1968 für bescheidene vier Euro verkaufte. Im Heidelberger Editeur und heutigen Präsidenten der Berliner Akademie der Künste, Klaus Staeck, fand der Düsseldorfer Bildhauer den idealen Mitstreiter.

 Hirsch-Grafik Von dem 70 x 50 Zentimeter großen Siebdruck auf Karton "Hirschgalvanismus" (1985) stellt die Edition Staeck Heidelberg für mm 27 Blätter zu Sonderkonditionen bereit. Die signierte und nummerierte Grafik (Auflage: 120) ist mit geschlämmtem Holz gerahmt und kostet 1300 Euro, plus Transport.
Joseph Beuys/ VG Bild-Kunst, Bonn 2008. Reproduktion: Christoph Irrgang
Hirsch-Grafik Von dem 70 x 50 Zentimeter großen Siebdruck auf Karton "Hirschgalvanismus" (1985) stellt die Edition Staeck Heidelberg für mm 27 Blätter zu Sonderkonditionen bereit. Die signierte und nummerierte Grafik (Auflage: 120) ist mit geschlämmtem Holz gerahmt und kostet 1300 Euro, plus Transport.
Staeck war es ein Bedürfnis, den mm-Lesern zum erstmaligen Erscheinen des Kunstkompasses eine Grafik des Universalisten zu einem besonders günstigen Preis zu offerieren.

Schließlich war Beuys eine zentrale Figur für das Ruhmesbarometer. Er stand den Herausgebern von Anfang an beratend und kommentierend zur Seite und führte von 1979 bis zu seinem Tod 1986 die Rangliste an. Seit 1987 wird die Resonanz auf den Jahrhundertkünstler in der Sonderauswertung der Verstorbenen, dem sogenannten Olymp, erfasst.

In diesem Jahr hat Beuys dort den amerikanischen Popkönig Andy Warhol an Ruhmespunkten überrundet und besetzt wieder den ersten Platz.

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