Donnerstag, 17. Oktober 2019

Kunstkompass Die 100 Größten

Kunst kaufen kann jeder. Schwierig aber ist es, die richtige zu erwerben. Der Kunstkompass gibt jetzt im manager magazin zuverlässig die Richtung an.

"Ich wünschte sehnlichst, Sie könnten mich von Platz eins nehmen", bat Gerhard Richter vor fünf Jahren, als er von seinem Aufstieg an die Spitze des Kunstkompasses erfuhr.

Daraus wurde nichts. Bei der international angesehenen Rangliste zeitgenössischer Kunst hat sich zwar viel geändert, nicht aber die Nummer eins. Der Mann, der in Amerika als "Picasso des 21. Jahrhunderts" gefeiert wird, rangiert in der aktuellen Ausgabe wieder ganz oben - als Größter unter den lebenden Künstlern.

Seinen eigenen Standort indes hat das Ruhmesbarometer radikal verlegt. Statt wie bisher bei "Capital" erscheint das Ranking, auf das die internationale Sammler- und Kunstliebhaberszene seit 38 Jahren im Spätherbst lauert, nun exklusiv im manager magazin. Ab sofort profitieren die mm-Leser von dem Indikator, der als der renommierteste für das Ansehen zeitgenössischer Künstler gilt, ermittelt vor allem anhand der Zahl von Ausstellungen und Rezensionen.

Gerade weil sich der Kunstkompass nicht an Moden des Marktes orientiert, nicht an Preisrekorden und Auktionsspektakeln, sondern an der langfristigen Entwicklung des Ruhmes eines Künstlers, findet das Informationssystem international höchste Anerkennung. So schrieb das "Wall Street Journal", der Kompass sei "das einzige zuverlässige Messinstrument für zeitgenössische Kunst".

Und, was tut sich im Kunstkompass? Wie hat sich der Markt in den vergangenen 16 Monaten - die letzte Ausgabe erschien im Juni 2007 - entwickelt?

Die wichtigsten Ergebnisse:

Hinter den seit Jahren auf das Treppchen abonnierten Künstlern Richter, Bruce Nauman (Platz 2) und Sigmar Polke (Rang 3) steht der eigentliche Sieger des Jahres auf Platz 4: Georg Baselitz. Der vitale Maler verzeichnete 2007/2008 mit 16.500 Punkten den größten Zuwachs auf seinem Ruhmeskonto .

© manager magazin 11/2008
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