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WCM-Chef Ehlerding überzeugt mit gekonnten Investments

Auf den Großinvestor Martin Ebner lässt WCM-Chef Karl Ehlerding nichts kommen. "Ebner hat seine Sache hervorragend gemacht und in der konservativen Schweiz viel erreicht", lobt der norddeutsche Geschäftsmann den Schweizer Aktienprofi.

Das Kompliment kommt nicht überraschend. Die zwei umtriebigen Anleger sind sich in ihrem Verhalten recht ähnlich: Beide Geschäftsleute scheuen die Öffentlichkeit, werden von Kritikern zuweilen als profitgierige Spekulanten beschimpft und erstaunen dennoch selbst gestandene Investmentbanker immer wieder mit ihren gekonnt eingefädelten Firmendeals und Übernahmen.

Wie Ebner sucht auch Ehlerding bei seinen Engagements nach versteckten Werten, also unterbewerteten Börsenfirmen. Dort erwirbt er größere Beteiligungen, steckt sie unter das Dach seiner Holding WCM, sorgt für die schnelle Restrukturierung des Geschäftes und verkauft dann die Aktienpakete mit üppigen Aufschlägen.

Die Liste von Ehlerdings Beteiligungscoups ist ziemlich imposant: Spar, Wünsche, AVA, Karstadt, Tank & Rast, Bavaria St. Pauli Brauerei oder Württembergische Versicherung.

Gerade hat sich Ehlerding die RSE Grundbesitz- und Beteiligungs-AG einverleibt und will die Immobiliengesellschaft mit seiner WCM fusionieren. Beide Konzerne zusammen kämen dann auf eine Börsenkapitalisierung von über sieben Milliarden Euro. Wenn die Hauptversammlung der geplanten Fusion zustimmen sollte, könnte die WCM möglicherweise schon bald in die Liga der Dax-Konzerne aufsteigen.

Als eine reine Immobilienholding sieht Ehlerding seine WCM allerdings nicht. "Wir sind branchenindifferent", betont der Norddeutsche. So zeige etwa die Übernahme der Württembergischen Versicherung - 1995 erworben und nur drei Jahre später mit einem satten Plus von 235 Prozent an die HypoVereinsbank verkauft -­, dass sich die WCM auch bei Finanzfirmen engagiere.

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