Online-Banken Überlastet und unfreundlich

Wie Discountbroker ihre Kunden vergrätzen
Von Jonas Hetzer und Dietmar Palan

Sonderfall: Direktbanken, die ihre Dienste über Internet- und Telefonleitungen anbieten, offerieren lediglich ein eingeschränktes Servicespektrum. Die Online-Finanzhäuser wurden deshalb gesondert analysiert und in einem eigenen Ranking zusammengefasst. Am schlechtesten schnitt der deutschfranzösische Online-Broker Cortal Consors ab. Die Kritik der manager-magazin- und SPIEGEL-Online-User gilt allerdings für alle genannten Banken gleichermaßen.

Vernichtendes Urteil: Deutschlands Online-Banken in der Bewertung

Rang Bank Punkte*
1 Cortal Consors 30
2 American Express Bank 50
3 Comdirect 50
4 DAB Bank 50
5 Deutsche Kreditbank 50
6 ING-DiBa 70
* Skalierung von 0 (maximale Unzufriedenheit) bis 100 (minimale Unzufriedenheit).

Fragwürdige Lockangebote: Viele Direktbanken werben mit attraktiven Zinsen oder kostenloser Depotführung. Dass diese Konditionen oft nur bei Abschluss weiterer Geschäfte gewährt werden, findet sich meist nur im Kleingedruckten. Zudem fühlen sich viele Altkunden verschaukelt, weil die Angebote oft nur für Neukunden gelten.

Technische Mängel: Noch immer kommt es vor, dass Orders über Stunden blockiert sind oder überlastete Systeme Kauf und Verkauf von Aktien, Fonds oder Zertifikaten unmöglich machen. Meist ist dann auch bei der Telefon-Hotline kein Durchkommen.

Ruppiger Ton: Auf Anfragen per E-Mail gibt es häufig Standardantworten, die das angesprochene Problem konsequent aussparen. Und wer geduldig wartet, bis im Callcenter ein Mitarbeiter den Hörer abnimmt, muss sich auf einen eher rüden Tonfall einstellen.

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