Verteilungspolitik Die große Kluft

Die Einkommen der Deutschen driften immer schneller auseinander. Trotz Aufschwungs fürchten die Mittelschichten den sozialen Absturz. Der Marktwirtschaft droht eine Legitimationskrise - mit gefährlichen Folgen.

Das Sommerfest gehört bei den Stadtwerken Kiel zur Firmentradition. In den vergangenen Jahren vergnügten sich hier meist um die 500 Gäste.

Am 7. Juli sollte es wieder so weit sein. Doch diesmal entfiel das Fest mangels Masse: Gerade mal 44 der 950 Mitarbeiter hatten sich angemeldet. "Hier ist niemand in Feierlaune", sagt die Betriebsratsvorsitzende Barbara Neumann.

Dabei ist bei den Stadtwerken Kiel eigentlich gar nichts Besonderes passiert. Nichts anderes zumindest als bei unzähligen anderen vormals öffentlichen Betrieben überall in Deutschland. Im Jahr 2001 verkaufte die Stadt Kiel 51 Prozent an ihrem Versorgungsbetrieb, seit drei Jahren gehören die Anteile der Mannheimer MVV Energie AG .

Die börsennotierte MVV tat, was man so macht mit übernommenen Unternehmen: ein bisschen Synergien heben, ein bisschen rationalisieren, ein bisschen Outsourcing. Das alles durchaus sozialverträglich; betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2013 ausgeschlossen.

Doch mit der Privatisierung haben sich die Beschäftigten der Stadtwerke Kiel in Gewinner und Verlierer aufgespalten. "Die Gehaltsspreizung hat deutlich zugenommen", sagt Neumann. Daher die schlechte Stimmung.

Als Verlierer fühlen sich die tariflich Beschäftigten. Ihre Realeinkommen sind gesunken, ihre Jobs von Auslagerung bedroht. Zu den Gewinnern zählen die außertariflich Beschäftigten: Manager und Spezialisten. Die Bezüge des dreiköpfigen Stadtwerkevorstands stiegen in den vergangenen zwei Jahren um gut 50 Prozent auf 665.000 Euro.

Neues Verteilungsspiel

Eine große Kluft tut sich derzeit auf, überall in Deutschland. Unzufriedenheit mischt sich mit Neid, Besorgnis mit Frust. Die Verteilungsfrage - sie drängt mit Macht ins Zentrum der Debatte. Gerade im Aufschwung, der die materiellen Möglichkeiten noch schneller auseinanderdriften lässt.

Sogar in Managerkreisen ist eine Zweiklassengesellschaft entstanden: hier die Führungskräfte, die ein traditionelles Unternehmen leiten und ordentliche Gehälter verdienen, dort diejenigen, die bei einer Private-Equity-Gesellschaft anheuern - und mit einem einzigen Deal reich werden können. Auf welcher Seite man endet, oft ist es mehr eine Frage des Glücks als der individuellen Leistung.

Das neue Verteilungsspiel könnte die Gesellschaft grundlegend verändern: In den Betrieben droht eine chronische Motivationskrise. In der Politik haben marktfeindliche Ideen Konjunktur - und finden breite Zustimmung.

Ein erschreckendes Missfallen an den Ergebnissen der Marktwirtschaft breitet sich aus. Nur noch ein Drittel der westdeutschen Bevölkerung hält die soziale Hierarchie für gerecht; 1980 war es immerhin gut die Hälfte. Die große Mehrheit der Ostdeutschen findet die real existierende Differenzierung der Gesellschaft ohnehin unmöglich.

Ein Blick in die offiziellen Statistiken zeigt: Die verfügbaren Einkommen der deutschen Haushalte entwickeln sich seit Jahrzehnten auseinander, lange Zeit ganz allmählich, zuletzt schneller. Auch die Armutsquote ist deutlich gestiegen, zumal im Osten.

Seit einigen Jahren wird nicht nur die Distanz zwischen Ober- und Unterschicht größer - inzwischen verliert sogar die Mitte der Gesellschaft spürbar. Seit 2000 sind die Einkommen der Medianhaushalte (diejenigen in der Mitte der Einkommensskala) gesunken. Nach Abzug der Inflation verdienen sie heute so viel wie 1991. Anderthalb Dekaden Einkommensstagnation - ein Stimmungstöter sondergleichen, zumal wenn bei den Spitzen der Gesellschaft die Einkommen im Aufwind sind.

Überall das gleiche Bild

International das gleiche Bild: Eine aktuelle Analyse der OECD zeigt, dass seit Anfang der 90er Jahre in allen westlichen Ländern die Ungleichheit zugenommen hat. In den USA sind die Medianeinkommen in den vergangenen Jahren sogar in einer Phase gefallen, als der Arbeitsmarkt leergefegt war und die Wirtschaft mit mehr als 3 Prozent wuchs. Schon sorgt sich US-Notenbank-Gouverneur Ben Bernanke, die Bürger seien womöglich bald nicht mehr bereit, "jene ökonomische Dynamik zu akzeptieren, die zugleich die Grundlage allen Fortschritts ist".

Die Wirtschaft ist in eine Phase eingetreten, in der die alten Versprechen nicht mehr gelten. "Wohlstand für alle" (Ludwig Erhard), "a rising tide that lifts all the boats" (John F. Kennedy) - das waren in der Nachkriegszeit die großen Botschaften der Versöhnung zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Wenn sie widerlegt werden, schlittert der Kapitalismus in eine Legitimationskrise.

Die neue Verteilungsfrage dominiert inzwischen die Politik. In Deutschland verformt sie das komplette Parteienspektrum - und verschiebt es nach links.

Kaum noch vorstellbar, mit welch liberalem Programm Angela Merkel 2005 zur Bundestagswahl antrat. Inzwischen ist die Kanzlerin vorsichtiger: Auf den Aufschwung als Konfliktlöser könne man jedenfalls nicht vertrauen, sagt einer ihrer engsten Vertrauten, die Lage könne "ganz schnell wieder umkippen, und dann wird die derzeitige Phase allen nur als eine Halbzeitpause im Kampf gegen den Abstieg erscheinen".

Vom einst wirtschaftsliberalen Leipziger Programm ist fast nichts übrig geblieben. Friedrich Merz? Aus der Politik ausgestiegen. Roland Koch und Christian Wulff? Haben sich populäreren Softthemen zugewandt. Als letzter bekennender Wirtschaftsliberaler der Union hält Günther Oettinger die Stellung. Doch auch der ist ruhiger geworden: So, wie die Stimmung nun mal sei, sagt der Stuttgarter Ministerpräsident, müsse man wohl oder übel "bis zur Bundestagswahl 2009 den Ball flach halten".

Der größte Profiteur der neuen Verteilungsfrage macht sich auf der anderen Seite des politischen Spektrums breit: Oskar Lafontaine. Der Lautsprecher der frisch fusionierten Linkspartei stellt unumwunden die "Systemfrage" - und fährt bei Umfragen in diesen Wochen bis zu 14 Prozent bundesweit ein.

Starke Lohnspreizung

Von einer wachsenden Linken und einer immer sozialdemokratischeren Union eingezwängt, sucht die SPD händeringend nach wirtschaftspolitischen Rezepten gegen die marktmäßige Umverteilung. Vorläufiges Ergebnis der Suche: der "Deutschlandfonds", eine Kapitalsammelstelle, durch die sich die Arbeitnehmer steuerbegünstigt an deutschen Firmen beteiligen sollen.

Das Instrument ist dürftig, wie es übrigens auch die direkten Firmenbeteiligungen sind, mit denen die Union künftig Kapital in Arbeitnehmerhand mehren will. Das Ziel indes ist vernünftig und kaum noch umstritten: Weil die Globalisierung die Nachfrage nach Kapital und das Angebot an Arbeit in die Höhe treibt, sinkt die Lohnquote und steigt die Gewinnquote.

"Die Beschäftigten an den Kapitalerträgen zu beteiligen ist in dieser Situation ein Schritt, um zumindest weiter wachsender Ungleichheit vorzubeugen", sagt Andrea Nahles, Vorfrau des linken SPD-Flügels. Eine neue Erkenntnis. Lange Zeit hatten sich Gewerkschaften und Linke gegen eine derartige Vermischung der Interessen von Arbeit und Kapital gesträubt.

Doch auch in Zukunft werden die Gewerkschaften keine großen Einkommenssprünge mehr durchsetzen können. Industriebeschäftigte stehen weiterhin in hartem Wettbewerb mit ihren Kollegen in Osteuropa und Asien. Das begrenzt den Verteilungsspielraum.

Bezeichnend, dass die IG Metall in der diesjährigen Tarifrunde nur 4,1 Prozent Lohnzuschlag herausholen konnte. Und das in einem Jahr, in dem die Gewinne der meisten Unternehmen der Branche förmlich explodierten und die Gehälter vieler Manager und Spezialisten deutlich stärker zulegten.

Sogar mancher Arbeitgeber sorgt sich inzwischen um die Gerechtigkeit. So hält Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser die zunehmende Lohnspreizung zwar für nötig, aber "je breiter die Skala, umso schwieriger können Integration und Motivation in der betrieblichen Leistungsgemeinschaft werden". Seine Befürchtung: Unternehmen könnten nicht nachhaltig erfolgreich sein, wenn die Mitarbeiter sich nicht mehr fair behandelt fühlten. Produktivitätsgewinne und rasche Restrukturierungen, wie sie in den vergangenen Jahren viele Unternehmen nach vorn gebracht haben, wären dann kaum noch realisierbar.

Schwerer Lernprozess

Deshalb plädiert Kannegiesser gegenüber seinen Arbeitgeberkollegen, die seit zehn Jahren auf "Kostensenken angewiesen" sind, für "noch mehr Sensibilität". "Wissen Sie", sagt der Mittelständler, eigentlich sei es doch im einzelnen Betrieb ähnlich wie in der Gesellschaft insgesamt: "Wenn die große Mehrheit der Leute die Verteilung nicht mehr in Ordnung findet, dann haben wir ein Problem. Und darum müssen wir uns kümmern."

Andernfalls würde sich in Deutschland eine ganz andere Arbeitsgesellschaft herausbilden, eine, in der Manager und Belegschaft jeweils nur ihren kurzfristigen materiellen Vorteil im Blick haben. Doch mit solch rabiaten innerbetrieblichen Verteilungskämpfen lassen sich die typisch deutschen Geschäftsmodelle, die auf langfristige Innovation und Kundenbeziehungen ausgelegt sind, kaum in Einklang bringen.

Dieser Lernprozess beginnt für die Firmenführer gerade erst. Und gelegentlich ist er ziemlich schmerzhaft. Zum Beispiel für die Allianz .

Es war im Sommer 2006, als Michael Diekmann, Vorstandschef des Versicherungskonzerns, verkündete: In Zukunft werde man auf 8000 Beschäftigte verzichten. Nein, betriebsbedingte Kündigungen seien keineswegs ausgeschlossen. "Ein Schock" sei das gewesen, sagt der Vorsitzende des europäischen Allianz-Betriebsrats Rolf Zimmermann. "Die Beschäftigten hatten bei der Allianz bislang immer das Gefühl, bei einem guten Arbeitgeber gelandet zu sein. Bezahlung okay, Arbeitsplatz sicher."

Und jetzt sollten allein im deutschen Versicherungsgeschäft 5700 Stellen gestrichen werden. Bei den regelmäßigen Mitarbeiterbefragungen stellte sich heraus: Die Zufriedenheit war deutlich gesunken. "Eine demotivierte Truppe tut sich natürlich schwer, exzellenten Kundenservice zu gewährleisten", sagt Zimmermann.

Die Allianzer, sie gingen zu Tausenden auf die Straße - und stießen auf enormes Medieninteresse. Anhand der Allianz wurde öffentlich die Grundsatzfrage verhandelt: Darf ein Konzern Rekordgewinne ausweisen und gleichzeitig Leute entlassen?

"Es geht gerade erst los"

Nach Einschätzung von Betriebsrat Zimmermann war es nicht zuletzt die unerwartete Wucht der öffentlichen Debatte, die Diekmann zum Einlenken bewegte. Also wird es zumindest bis Ende 2009 keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Auf den ersten Blick hat das deutsche Konsensprinzip einmal mehr seine Überlebenskraft bewiesen.

Was natürlich nichts daran ändert, dass auch bei der Allianz die Gehälter immer weiter auseinanderdriften. Hier üppig verdienende Investmentbanker und Private-Equity-Spezialisten, dort traditionell eher kurzgehaltene Versicherungsleute - sie trennen Dimensionen. "Solche Gegensätze", sagt ein Personalmanager, "hält ein Unternehmen nur aus, wenn die Bereiche möglichst wenig Kontakt miteinander haben."

Die Gräben werden tiefer. Über Jahrzehnte war die firmeninterne Verteilung hierzulande stabil: Vorstände in deutschen Großunternehmen verdienten etwa das 6-Fache eines durchschnittlichen Mittelmanagers und das 20-Fache eines gewöhnlichen Beschäftigten, so eine Untersuchung der Personalberatung Kienbaum. Doch seit Ende der 90er Jahre haben die Topgehälter abgehoben - auf das 15-Fache (gegenüber Mittelmanagern) beziehungsweise das 43-Fache (gegenüber Arbeitern).

"Es geht gerade erst richtig los", glaubt Kienbaum-Experte Tiemo Kracht. Auch Spezialisten, Ingenieure etwa, würden künftig deutliche Gehaltszuschläge einstreichen können. Dafür sorge der internationale Wettbewerb um die besten Köpfe, der sich demografiebedingt in den kommenden Jahren enorm verschärfen werde.

Unterdessen erleben die Leute am unteren Ende der ökonomischen Nahrungskette ihr Leben nach wie vor als Aneinanderreihung von Zumutungen.

So wie beim Armaturenhersteller Grohe, berühmt-berüchtigt durch die Heuschreckendebatte. Nachdem 2004 die zweiten Private-Equity-Eigner, Texas Pacific Group und Credit Suisse , eingestiegen waren und das Unternehmen mit hohen Schulden beladen hatten, begann eine harte Sanierung. 1200 Leute haben die Firma inzwischen verlassen.

"Nicht beschissen werden"

Nun scheint Grohe zwar über den Berg zu sein, aber zur Ruhe kommt die Belegschaft trotzdem nicht: In zwei Jahren steht voraussichtlich der nächste Eignerwechsel bevor. Börsengang, Übernahme durch einen Konkurrenten, ein dritter Investor - vieles ist möglich.

Und während die Kapitaleigner beim Ausstieg einen Wertzuwachs von rund 1,5 Milliarden Euro anpeilen, hat weite Teile der Belegschaft das Vertrauen in eine sichere Zukunft verlassen. Immerhin: Beim nächsten Verkauf sollen die Mitarbeiter eine Ausschüttung bekommen. Eine Geste, um die verunsicherten Mitarbeiter zu besänftigen.

"Die Leute", sagt Oskar Schröder, "sind gar nicht neidisch auf hohe Managergehälter. Sie wollen nur nicht beschissen werden."

Schröder ist kein Klassenkämpfer, sondern Unternehmensberater, Fachmann für "Social Engineering". Er wird gerufen, wenn das Betriebsklima im Eimer ist und die Fronten verhärtet sind. Sanierungsfälle sind seine Spezialität. Er ist der Mann, der das Vertrauen zurückgewinnen, der Brücken über die große Kluft bauen soll. Ständig, erzählt Schröder, erlebe er ganze Belegschaften, die resigniert hätten. "Die fangen an zu zweifeln - aber bisher nicht am System, sondern nur an sich selbst."

Es ist diese Angst der Mittelschichten vor dem Absturz ins Bodenlose, die die Verteilungsdebatte auszeichnet. 90 Prozent der bürgerlichen Kreise in Deutschland fürchten sich vor dem "sozialen Abstieg", ergab eine aktuelle Emnid-Umfrage für die Arag-Versicherung.

Offenbar glauben nur noch wenige, ihr Leben selbst in der Hand zu haben.

Und je größer die Verunsicherung, desto größer die Sehnsucht nach einem Messias. Für die abstiegsängstlichen Mittelschichten hat Götz Werner diese Rolle übernommen. Wo immer der anthroposophisch durchwirkte Inhaber der dm-Drogeriemärkte auftritt, zieht er Hunderte, bisweilen Tausende Zuschauer an: Sozialhilfeempfänger, Rentner, Studenten, erstaunlich viele Angestellte mit Schlips und Kragen.

"Ein Oberschichtenproblem"

Werners Heilsversprechen klingt simpel: Jeder Bürger soll ein "bedingungsloses Grundeinkommen" bekommen. Bis zu 1500 Euro im Monat, ohne Gegenleistung, ohne Prüfung der Bedürftigkeit. Sicherheit in turbulenten Zeiten will er den Bürgern vermitteln. Ein würdiges Leben für alle, egal was ihnen widerfährt. Eine Therapie gegen die Angst - das macht die Anziehungskraft aus.

Was wie die menschenfreundliche Utopie eines älteren Herrn anmutet, findet inzwischen Verfechter in nahezu allen ideologischen Lagern: Der liberale Ökonom Thomas Straubhaar plädiert ebenso für eine Grundsicherung wie der CDU-Ministerpräsident Dieter Althaus. Beide denken allerdings eher an eine Basisabsicherung auf Hartz-IV-Niveau.

Bislang konzentriert sich die Verteilungsdebatte auf die Absicherung am unteren Ende der Einkommensskala - ob Grundeinkommen vom Staat oder gesetzliche Mindestlöhne vom Arbeitgeber, wie sie SPD und Gewerkschaften fordern, oder das Mindestlohn-Lohnsubventions-Modell des Wirtschaftsweisen Peter Bofinger. Auch ertragsabhängige Gehaltsbestandteile und Mitarbeiterbeteiligungen können die derzeitigen Umverteilungstrends allenfalls mildern.

Offensive Strategien sehen anders aus. Etwa so: der forsche Ausbau des Bildungssystems. Hier hat Deutschland enormen Nachholbedarf. Die Hebung der Bildungsstandards für alle Bürger - "das ist die einzige wirklich wirksame Lösung", sagt die Berliner Soziologin Jutta Allmendinger. Keine schnelle Sozialreparatur, natürlich. "Das höre ich seit 20 Jahren, ohne dass Substanzielles passiert wäre".

Am Frust der heutigen Beschäftigten kann die Politik kaum etwas ändern. Die Egalität der Nachkriegsjahrzehnte ist Geschichte. Viel wäre schon gewonnen, wenn die Mittelschichten künftig überhaupt Wohlstandszuwächse bekämen.

Die Gewinner der Globalisierung allerdings dürften sich ihrer Verantwortung nicht länger entziehen, meint Götz Werner: "Alle reden davon, dass wir in Deutschland ein Problem mit der Unterschicht hätten. In Wahrheit haben wir ein Oberschichtenproblem." Die Oberschicht habe das Geld und den Intellekt und die Zeit, um soziale Probleme zu lösen. "Der Obdachlose im Stadtpark ist zu sehr damit beschäftigt, sein eigenes Überleben zu organisieren."

Verteilungspolitik: Vier Ideen im Überblick Vorstandsgehälter: Wer wie viel kassiert

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