Editorial Höchste Ansprüche

Die Zeit, als Berater ihre Kunden mit Worthülsen beeindruckten, ist vorbei.
Von Arno Balzer

Ohne Unternehmensberater geht wenig in der deutschen Wirtschaft. Rund elf Milliarden Euro gaben Großkonzerne und Mittelständler im vergangenen Jahr für Managementberatung aus, Tendenz steigend. Damit sind die Consultants hierzu- lande so gut im Geschäft wie nirgendwo anders in Europa. Aber was taugen die Ratgeber wirklich? Wer ist besser: McKinsey oder Boston Consulting? Und wen schätzen die Vorstände der großen Börsenkonzerne besonders?

Exklusiv für manager magazin hat der Bonner Wirtschaftsprofessor Dietmar Fink, ein exzellenter Kenner der Consultingszene, die Qualität der zehn größten deutschen Beratungsfirmen untersucht. Anhand eines ausgeklügelten Kriterienkatalogs forschte er bei den Unternehmen nach, ob die Berater den versprochenen Kundennutzen auch liefern. Ergebnis: Die Consultants sind im Schnitt besser geworden, aber immer noch liefern zu viele unzureichende Arbeit ab. Die Strafe folgt heutzutage allerdings oft auf dem Fuß. Denn die Kunden, so Fink, seien nicht länger bereit, "für Worthülsen zu bezahlen". Sie wollten "solides Handwerk".

Was McKinsey, Boston Consulting, Roland Berger & Co. aus Sicht ihrer Kunden tatsächlich leisten, lesen Sie in unserer Titelgeschichte ab Seite 28.

Ein wenig Öffentlichkeitsarbeit kann nicht schaden. Jedenfalls dann nicht, wenn Anspruch und Wirklichkeit übereinstimmen. Dieses Blatt will seit nunmehr 36 Jahren genau das sein, was der Titel vorgibt: eine Zeitschrift für Manager, für die Entscheider in der Wirtschaft. Die jüngste Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE), die das Mediennutzungsverhalten von knapp 2,3 Millionen Führungskräften erfasst, bestätigt uns darin voll und ganz. manager magazin ist danach klar die Nummer eins unter den Wirtschaftsmagazinen. 12,4 Prozent aller Entscheider lesen mm, "Wirtschaftswoche" (11,9) und "Capital" (11,7) liegen dahinter. Es folgen mit weitem Abstand "Impulse", "Euro", "Focus Money" und "Börse Online". Bestätigt wird unsere exzellente Position von der gerade veröffentlichten Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA): manager magazin gewann 96.000 neue Leser (Gesamtreichweite: 672.000), alle Wettbewerber dagegen haben Leser verloren.

Wir freuen uns, danken unseren Leserinnen und Lesern und nehmen diese Entwicklung als Ansporn. Unser Motto "Wirtschaft aus erster Hand" wird auch weiter kein leeres Versprechen sein. Ich denke, diese Ausgabe liefert dafür Belege. Zum Beispiel mit dem exklusiven Beraterranking unserer Titelgeschichte, dem lehrreichen Grundsatzgespräch mit den Private-Equity-Veteranen und KKR-Gründern Henry Kravis und George Roberts (Seite 46) oder der bissigen Story über das zweifelhafte Comeback des einstigen Metallgesellschaft-Skandalmanagers Heinz Schimmelbusch (Seite 62).

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