Forum Leserbriefe

Massive Fehlentwicklung

Airbus: Haben die Europäer die Schlacht gegen Boeing schon verloren? (mm 5/2007)

Die europäischen Steuerzahler haben Airbus mit vielen Milliarden Produkte ermöglicht, die am Weltmarkt anerkannt sind und gekauft werden. Nach der ersten positiven Bilanz hätten die europäischen Politiker den Vier-Länder-Konzern in die Marktwirtschaft entlassen und die Aktienmehrheit auf den internationalen Finanzmärkten platzieren müssen. Wenn die Politik das Sagen hat, kommt es zu massiven Fehlentwicklungen, weil nicht der Markt entscheidet, sondern Interessenkollisionen zwischen den vier Eigentümerländern das Produkt belasten.

Franz-Josef Henke,
Wenden


Duftmarken

4711: Klappt das Comeback der Traditionsmarke? (mm 5/2007)

Procter & Gamble war der Parfümmarkt bereits vor dem Erwerb der Wella-Duftsparte (und damit von 4711) durch jahrelange Erfahrung mit vielen anderen Duftmarken seit den frühen 90er Jahren sehr wohl vertraut. Auch gibt es bei unserem Management des Parfümgeschäfts eine relativ große Kontinuität. Nicht von ungefähr sind wir auch in dieser Sparte mit all ihren Besonderheiten erfolgreich und nehmen seit Jahren eine Position unter den Besten der Branche ein.

Dr. Jörg C. Uhl,
Leiter Unternehmenskommunikation P&G Deutschland, Schwalbach am Taunus


Alte Technik

Autotest: Der Mercedes CL 600 (mm 4/2007)

Schreiben Sie doch mal etwas über Zukunftstechnologien. Diese Geschichten von Mercedes bis Aston Martin bringen doch nichts mehr. Da gibt es keinen Fortschritt. Die Technologie ist zwar in Nuancen verändert worden, aber letztlich über 100 Jahre alt. Und diese tollen Luxusautos produzieren doch die alten Herren, die die Automobilhersteller führen, sowieso nur für sich selbst und für das eigene Ego.

S. T.


Entgangene Synergien

DZ Bank: Bizarre Fehde mit der WGZ Bank (mm 5/2007)

Eine Bank von Volumen und Struktur der DZ Bank mit einer Cost-Income-Ratio von 56,3 Prozent und einer Eigenkapitalrendite von 16,9 Prozent, die in den letzten Jahren ihr Rating kontinuierlich auf jetzt "A+" verbessern konnte, als lahm zu bezeichnen, wird der Sache nicht gerecht. Dass der jüngste Versuch zur Fusion mit der einzig verbliebenen regionalen Zentralbank erneut scheiterte, liegt nicht an DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch. Wie bei der Vielzahl aller früheren, ebenfalls gescheiterten Versuche der DG Bank und der DZ Bank sind auch diesmal rationale Argumente nicht zu erkennen. Dem genossenschaftlichen Finanz-Verbund entgehen daher auch weiterhin Synergien in Höhe von circa 130 Millionen Euro im Jahr.

Ulrich Brixner,
Ex-Vorstandsvorsitzender der DZ Bank,
Dreieich-Buchschlag


Eigene Akzente

Uni Witten-Herdecke: Ein Bildungskonzern will bei der Privathochschule einsteigen (mm 5/2007) 

Wenn Bildung ein zentrales Thema für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft sein soll, dann müssen Politik und Wirtschaft nicht nur diesen Anspruch formulieren, sondern auch Bildungseinrichtungen fördern, die bewusst eigene Akzente setzen - wie die UWH.

Der mögliche Einstieg der Stiftung Rehabilitation Heidelberg (SRH) wird konfrontativ zu den Motiven der Verantwortungsgemeinschaft Freie Universität Witten/Herdecke e. V. dargestellt. Das muss er nicht sein. Der Verein der Universitätsmitglieder möchte die Inhalte und Ideale der UWH nicht nur bewahren, sondern stärken, die SRH möchte durch ihr Engagement zeigen, dass eine private Universität auch mit kostspieligen Studiengängen wie der Humanmedizin funktionieren kann, und somit den privaten Bildungssektor stärken.

Stephan Degener,
Malte Herzhoff,
Philipp Wenning, per E-Mail

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