London Eine Stadt kriegt zu viel

In London findet die Globalisierung ihren neuen Kristallisationspunkt. Siebeneinhalb Millionen Menschen leben hier, fast die Hälfte von ihnen eingewandert. Doch neben den glitzernden gibt es auch die dunkelgrauen Seiten dieser faszinierenden Metropole. Und selbst millionenschwere Investmentbanker können den Zumutungen kaum entfliehen.

Um das gleich am Anfang mal festzuhalten: London ist natürlich die großartigste Stadt des Universums.

Eine Stadt, die römische Wurfspieße überlebt hat, normannische Langschwerter, deutsche Zeppeline. Und die vielleicht auch die gut tausend russischen Millionäre verkraften wird, die sich hier inzwischen niedergelassen haben.

Obwohl man da nicht sicher sein kann: Neulich musste ein Londoner Investmentbanker mit 25 Stichen genäht werden, weil er auf einer Party dem Sohn des stellvertretenden russischen Ministerpräsidenten irgendwie in die Faust gelaufen war.

London ist eine Stadt, in der die Globalisierung ihren neuen Kristallisationspunkt findet. Siebeneinhalb Millionen Menschen leben hier, fast die Hälfte von ihnen aus der Fremde eingewandert: Aleviten und Brahmanen, Iren, Sufis und Opiumesser, geeint durch die schlichte Ideologie der Engländer: Das Leben, god damn it, es ist einfach zu kurz, um es ernst zu nehmen.

Was ist dagegen New York? Dank Bush und Bloomberg, Sarbanes und Oxley eine Kreuzung aus Guantanamo und Disneyland. Was ist dagegen Paris? Eine hübsche Statue, die zur Strafe für ihren Narzissmus mit ewiger Starre geschlagen wurde.

Aber damit genug des Lobes auf London. Es gibt nämlich auch die andere, die dunkelgraue, feuchtschwitzige Seite dieser Metropole. Die Hauptstadt der Globalisierung zeigt sich ihrer Rolle immer weniger gewachsen.

Infrastruktur und Immobilienmärkte ächzen unter dem Ansturm aus aller Welt. London droht an seinem eigenen Erfolg zu ersticken. Vor den Zumutungen dieses Stadtlebens bietet selbst ein sechs- oder siebenstelliges Jahresgehalt nur unvollkommenen Schutz. Nirgendwo auf der Welt ist das Leben so teuer wie in London, noch nicht einmal in Tokio, Moskau oder Oslo. Gut verdienende Akademiker kampieren in London in Wohngemeinschaften, weil sie sich kein eigenes Apartment leisten können. Und selbst millionenschwere Investmentbanker balgen sich um winzige Reihenhäuser.

Hitzeschock in der U-Bahn

"Die hohen Bodenpreise schlagen auch auf alle übrigen Dienstleistungen durch", sagt Oliver Hartwich, Forschungsdirektor beim konservativen Londoner Think Tank Policy Exchange. Sogar in michelinbesternten Edelrestaurants werden die Gäste abends in zwei Sitzungen abgespeist wie auf einer ukrainischen Billigkreuzfahrt. "Bei den Lebenshaltungskosten hat London längst das normale Niveau der Ersten Welt hinter sich gelassen, bei der Lebensqualität nähert sich die Stadt immer mehr der Dritten Welt", klagt London-Bewohner Hartwich.

In der völlig überlasteten Londoner U-Bahn herrschen im Sommer klimatische Bedingungen, die laut EU-Richtlinie den Transport von Schlachtvieh verbieten würden. Wer sich den Kliniken des britischen National Health Service (NHS) anvertraut, kann froh sein, wenn er unter dem Bett weder Kakerlaken noch leere Coladosen vorfindet. Und in jener Barackensiedlung, die die Briten Heathrow Airport nennen, kann die Wartezeit an der Sicherheitskontrolle locker die Dauer eines Inlandsflugs übersteigen.

Die Partygespräche derer, die es beruflich nach London verschlagen hat, drehen sich dementsprechend immer seltener um die neueste Installation in der Tate Modern oder das beste Westend-Musical, also um jene Dinge, die das Leben in der spannendsten Stadt der Welt so lebenswert machen sollten. Die neuen Small-Talk-Themen klingen so: Wer hat auf dem Weg hierher wie lange in der Tube oder im Stau festgesteckt? Wer hatte welches Horrorerlebnis beim NHS? Wer hat es wie geschafft, seine Kinder in einer guten und dennoch bezahlbaren Schule unterzubringen? Und vor allem: Wer zahlt wie viel für sein Haus?

Sicher, in vielen Dritte-Welt-Metropolen ist es um die Infrastruktur noch weit schlimmer bestellt. Doch in Rio oder Bombay können sich wenigstens die oberen Zehntausend hinter hohen Mauern und Unmengen Personal verschanzen. Niemand erwartet dort von ihnen, dass sie öffentliche Verkehrsmittel oder staatliche Kliniken betreten. Nicht so in London. In ihren Zumutungen gibt sich diese Stadt unerbittlich demokratisch.

Zum Beispiel in der Shuttle-U-Bahn zwischen der City und dem Waterloo-Bahnhof. Die Strecke wird von Londoner Bankern nur "The Drain" genannt, der Abfluss. Werktags um 18 Uhr ist der Abfluss verstopft. Dann sollte man zehn Minuten Wartezeit einrechnen, um inmitten von schwitzenden Tradern, Financial Engineers, Fondsmanagern und M&A-Advisors überhaupt auf den Bahnsteig zu gelangen. In jedem der überfüllten U-Bahn-Züge dürften sich um diese Uhrzeit grob geschätzt 500 Millionen Pfund Jahreseinkommen drängen.

Das Auto? Keine Alternative!

Das Auto? Keine Alternative. Deutsche-Bank-Vorstand Hermann-Josef Lamberti verpasste angeblich einmal eine wichtige Sitzung in der City, weil er sich als einziger Teilnehmer statusgerecht vom Chauffeur am Flughafen Stansted hatte abholen lassen - und dann stundenlang im Stau stand. Alle anderen Teilnehmer hatten den Zug in die City gewählt.

Selbst Ex-Außenminister Robin Cook wurde noch wenige Tage vor seinem Tod in der Tube gesehen. Wobei sich der kausale Zusammenhang nicht endgültig belegen lässt.

Nicht nur in der U-Bahn gilt: Ohne Geld ist man in London ein Niemand. Mit Geld ist man in London ein Niemand mit Geld. Wer es zum Beispiel schafft, auf die Gästeliste eines angesagten Londoner Nachtlokals zu gelangen, des "Cuckoo Club" zum Beispiel, der wird ernüchtert feststellen: Der eigene Name auf der Liste berechtigt nicht etwa zum sofortigen Eintritt, sondern lediglich dazu, sich zu den anderen frierenden Semi Important Persons in die lange Schlange vor dem Eingang zu gesellen.

Einmal im Club angelangt, wird der Gast gleich mit einer weiteren originellen Volte des Londoner Nachtlebens vertraut gemacht: Mindestverzehr 30 Pfund für Herren, 20 Pfund für Damen. Nein, nicht pro Abend. Pro Bestellung.

Noch nicht einmal dem gefürchteten Gesundheitsdienst NHS können gut verdienende Manager ohne Weiteres entkommen. Holger Schmieding zum Beispiel, europäischer Chefvolkswirt der Bank of America mit Dienstsitz in London, besitzt zwar eine der üblichen Zusatzversicherungen des Arbeitgebers. Doch auch diese Policen sehen als erste Anlaufstelle meist den General Practitioner vor, den nach Wohnort zugeordneten Hausarzt des staatlichen Gesundheitsdienstes. Mit etwas Glück spricht der sogar eine Sprache, die sich als Englisch identifizieren lässt.

Selbst bei gutem Gehalt lassen sich also die Unbilden der Metropole nicht aus dem eigenen Leben aussperren. Stattdessen entwickeln die Londoner ausgeklügelte Vermeidungsstrategien: Wenn Schmieding am späten Nachmittag seinen Arbeitsplatz im Finanzzentrum Canary Wharf verlässt, fährt er zunächst zwei Stationen mit der U-Bahn bis London Bridge. Dort beginnt der 49-Jährige einen strammen Fußmarsch am Themseufer entlang und steigt erst 45 Minuten später in Vauxhall in den Vorortzug, der ihn heimbringt zur Familie und zum gemieteten Häuschen in Richmond (fünf Zimmer, 3700 Pfund Monatsmiete, bescheidene Bauqualität, Schmieding: "ein Schnäppchen").

Auch der Millionär hat's schwer

"Auf diese Weise umgehe ich die besonders überfüllte Bahnstrecke durch die Innenstadt und bekomme etwas Bewegung", sagt Schmieding. "Außerdem erinnert mich der Blick auf die Skyline entlang der Themse einmal am Tag daran, was für eine großartige Stadt London trotz allem ist."

Würde Schmieding von der Vauxhall Bridge noch ein wenig weiterlaufen, dann könnte er am nördlichen Themseufer zwei Stadtteile erblicken, die seinen Glauben an Londons Schönheit nachhaltig bestärken dürften: Chelsea und South Kensington. Zwei süßliche viktorianische Träume aus weiß getünchten Reihenhäusern, blühenden Gärten und verkramten Antiquariaten.

Hier liegt das Jagdrevier von Marie Harrison. Mit ihrer wuscheligen Mähne wirkt Harrison wie ein zufriedener Löwe, der sich gerade an fetter Beute sattgefressen hat. Harrison ist Maklerin. Ihr Büro in Chelsea gehört zum Netzwerk von Engel & Völkers.

Harrison betreut zum Beispiel einen gewissen Mister Chow, chinesischer Unternehmer. Mister Chow will 87 Millionen Euro für Immobilien in Europa ausgeben: Paris, London, vielleicht Cannes. Nein, nicht zum Vermieten, alle zum Selbstbewohnen. "Der soll endlich eine Bankbürgschaft vorlegen", ermahnt Harrison ihren Pariser Kollegen am Telefon, "sonst geht gar nichts."

Für ordinäre Multimillionäre gibt es auch beim Immobilienkauf keine VIP-Behandlung. 70 Prozent der Immobilienkäufer in Chelsea und South Kensington sind Ausländer: Chinesen, Araber, Russen. Reich? Ja, natürlich sind die alle reich, so what?

Pfleglich muss Harrison nur mit verkaufswilligen Immobilienbesitzern umgehen. "Ich suche keine Käufer für Häuser, sagt sie, "ich suche Häuser für Käufer." So gewaltig ist die Übernachfrage, dass rund ein Sechstel ihrer Kunden die Immobilien gleich per geheimer Ausschreibung feilbietet: Der Verkäufer nennt einen Mindestpreis, nach Bonität vorselektierte Interessenten dürfen ein verbindliches Gebot abgeben, das natürlich über dem Mindestpreis liegen muss. Das höchste Gebot kann der Verkäufer dann akzeptieren - muss er aber nicht. So offeriert Harrison zum Beispiel ein viktorianisches Reihenhaus am Sydney Place, Mindestgebot: fünf Millionen Pfund.

Hochpreisig schlechter Service

Bei einer Käuferschaft, für die eine Million mehr oder weniger nicht wirklich eine Rolle spielt, treiben solche blinden Auktionen die Preise natürlich besonders schnell in die Höhe. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Preise für Wohnimmobilien in London fast verdreifacht.

Bereits seit fünf Jahren prophezeien alle möglichen Experten das baldige Platzen der Londoner Immobilienblase. Die Stimmung jedenfalls ist angespannt, seit Mitte September die Ausläufer der amerikanischen Kreditkrise bis an die Themse schwappten und die Bank Northern Rock durch massive Ausfälle im Geschäft mit US-Immobilienkredite in Refinanzierungsnöte geriet. Die Bank of England musste Großbritanniens fünftgrößtem Immobilienfinanzierer mit einen Notfallkredit aushelfen, als tausende Kunden versuchten ihre Ersparnisse in Panik abzuziehen.

Für Damien Hodgson sind das keine guten Nachrichten. Der 34-jährige Architekt, dem ein sorgfältig gestutzter Vollbart etwas 19.-Jahrhundert-Oscar-Wilde-Dandymäßiges verleiht, gehört zu den unzähligen Londonern, die für kontinentaleuropäische Verhältnisse durchaus ordentlich verdienen - und in London nur knapp über die Runden kommen.

Bei einem Feierabendbier im diesjährigen Modeviertel Shoreditch erzählt Hodgson von seiner Rückkehr nach London. Nach einigen Jahren im Ausland habe er sich von den guten Jobaussichten für Architekten locken lassen: "Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt, sogar Stararchitektin Zaha Hadid muss ihren Leuten inzwischen ein Gehalt zahlen."

2006 kaufte sich Hodgson eine 37 Quadratmeter große Wohnung im Stadtteil Battersea, für 210.000 Pfund. Mit rund 1000 Pfund pro Monat geht die Hälfte von Hodgsons Nettoeinkommen für die Hypothek drauf. "Wenn die Hauspreise einbrechen, habe ich ein richtiges Problem", sagt der Architekt grinsend und trinkt noch einen Schluck von seiner Pint of Lager.

Er sieht nicht so aus, als rechne er ernsthaft damit.

Wozu auch? Die astronomischen Immobilienpreise in London beruhen weniger auf einer Spekulationsblase als vielmehr auf den fundamentalen Prinzipien der Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage.

Beklagenswerte Infrastruktur

Die Nachfrage stieg, weil die britische Wirtschaft seit 15 Jahren ununterbrochen wächst, weil die Bonuszahlungen für die Citybanker von Jahr zu Jahr höher ausfielen, die Zinsen niedrig waren und weil die Stadt für immer mehr Branchen zu dem Platz geworden ist, an dem man zu sein hat: Investmentbanking, Private Equity, Hedgefonds, aber eben auch: Architektur, Musik, Design. "Natürlich ist die Lebensqualität hier mäßig", sagt Hodgson. "Aber als ich das erste Mal wieder auf der London Design Week war, wusste ich, warum ich nach London zurückgekehrt bin."

Mindestens 30.500 neue Wohnungen sollen in London laut Bürgermeister Ken Livingstone pro Jahr entstehen. Klingt viel, ist aber zu wenig, um die rund eine Million zusätzlichen Einwohner aufzunehmen, die Prognosen zufolge bis 2030 in die Stadt strömen werden. Denn gleichzeitig wird auch die Zahl der Single-Haushalte steigen. Strenge Bebauungsvorschriften verhindern jedoch, dass mehr neuer Wohnraum entstehen kann.

Je stärker die Stadt wächst, desto deutlicher wird auch der beklagenswerte Zustand ihrer Infrastruktur. Anderthalb Dekaden lang hat Margaret Thatchers konservative Partei nennenswerte Investitionen in Verkehrs- oder Gesundheitswesen verhindert.

Zehn Jahre New Labour haben Thatchers Sparkurs zwar weitgehend rückgängig gemacht, Abermilliarden Pfund flossen unter Tony Blair in Krankenhäuser, U-Bahnen, Flughäfen. Doch es scheint, als sei das Geld nahezu spurlos in den fast 150 Jahre alten Londoner U-Bahn-Katakomben versickert.

"Man hat nicht das Gefühl, dass man bei der Tube für ein Pfund mehr Investitionen tatsächlich Serviceverbesserungen erhält, die ein Pfund wert sind", formuliert es britisch-zurückhaltend Antony Travers, der an der London School of Economics eine interdisziplinäre Forschungsgruppe zur Zukunft Londons leitet. Eine Schlange vor einem Londoner Fahrkartenschalter führt nicht etwa dazu, dass ein weiterer Schalter geöffnet wird, sondern dass man einen Mitarbeiter für die "Crowd Control" abstellt.

Wie zum Hohn wird in England gleichzeitig bei jeder Dienstleistung unablässig die Servicequalität gemessen und in jedem Bahnhof, jeder Arztpraxis kundgetan. Meist in Form von Plakaten voll komplizierter Diagramme und Euphemismen - auf dass man in der Wartezeit etwas zu lesen hat.

Strafzettel und Schulsorgen

Durchaus interessant, dass in London 74 bis 83 Prozent der Patienten, bei denen ein Schlaganfall diagnostiziert wurde, innerhalb von 24 Stunden einer Computertomografie unterzogen werden - der beste Wert im ganzen Königreich. Aus medizinischer Sicht sollte dieser Wert allerdings eher bei 24 Minuten liegen.

Eine einzige öffentliche Institution trotzt dem allgemeinen Niedergang. Ihre Mitarbeiter agieren zuverlässig wie das Big-Ben-Uhrwerk und unerbittlich wie ein Ghurka-Regiment. Die Rede ist von den Traffic Wardens, einem Heer meist männlicher Elite-Politessen, das sich ausschließlich aus Exil-Nigerianern zu rekrutieren scheint. Diese Truppe macht Falschparken in London etwa so empfehlenswert wie einen spontanen Bummel durchs nächtliche Lagos.

"Da steht man mit seinem Auto ein paar Zentimeter über irgendeiner gelben Linie, und gleich kostet es 80 Pfund", ruft Claus Nehmzow und ringt in halb gespielter Verzweiflung die Hände. Der Deutsche, Partner bei der Unternehmensberatung PA Consulting, lebt seit elf Jahren in London - und würde sich am liebsten morgen versetzen lassen. "Nach Singapur zum Beispiel, in irgendeine Stadt, in der einfach alles funktioniert."

Die teuren Strafzettel verblassen schlagartig gegenüber den 15.000 Pfund pro Jahr, die Nehmzow für die Privatschulplätze seiner beiden Kinder berappen muss. Sicher, es gibt auch sehr ordentliche öffentliche Schulen in London. Doch sind Häuser in der Umgebung beliebter Schulen gleich noch einmal um einige Prozent teurer.

Strafzettel und Schulsorgen, die Hausmalaise und miese Handwerker - im Büro von PA Consulting nahe der Victoria Station beobachtet Nehmzows Kollege Earl Atkinson interessiert, wie sich der Deutsche neben ihm allmählich in Fahrt redet. Atkinson ist gebürtiger Londoner - und er ist es gern: "Ich kenne keine Stadt, in der so viele Kulturen so friedlich miteinander leben."

Lächelnd verweist er darauf, dass er von seinem Reihenhaus in Stratham lediglich eine halbe Stunde ins Büro braucht. Geht doch. Okay, die Züge würden immer voller, und die Immobilienpreise seien natürlich Wahnsinn. "Aber sie waren schon Wahnsinn, als ich 1999 meine erste Immobilie gekauft habe. Man gewöhnt sich daran."

Auffällig, dass vor allem die Zugereisten über London schimpfen. Vielleicht liegt es an den fehlenden Vergleichsmöglichkeiten der Einheimischen. Vielleicht gehört man aber auch erst dann wirklich zu dieser Metropole, wenn man das geistige Erbe aus fernen Provinzen des britischen Imperiums verinnerlicht hat. Buddhistische Gelassenheit und hinduistischen Fatalismus zeigt der echte Londoner, wenn in der großartigsten Stadt des Universums mal wieder die Bahn ausfällt und der Lautsprecher verkündet, das läge am nassen Laub auf den Schienen.

Stolz und Verfall: London in Bildern

Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.