Good Company Ranking Die Methode

Maßstäbe für soziale Verantwortung - wie das Good Company Ranking entstand.

Firmenkreis: Das Good Company Ranking bewertet die 120 größten Unternehmen Europas - alle im Sommer 2006 im Stoxx und im Dax notierten Konzerne sowie nicht gelistete Firmen, die wegen ihrer Umsatzhöhe zu den größten Unternehmen Europas zählen.

Bewertung: In einem zweistufigen Verfahren wurde die Sozialverträglichkeit (Corporate Social Responsibility) des Geschäftsgebarens analysiert. Wichtig: Es ging nicht darum, Geschäftsmodelle als solche zu bewerten.

Stufe 1: Vier Gruppen von Sachverständigen, koordiniert von der Unternehmensberatung Kirchhoff Consult, werteten alle zugänglichen Informationen hinsichtlich der vier Säulen des Rankings aus, nämlich:

  • Mitarbeiter: Wie geht das Unternehmen mit seinen Beschäftigten um? Zu den Kriterien gehörten: Gehaltsstruktur, Transparenz der Entlohnung, Personalentwicklung, Diversity, Familienfreundlichkeit, Frauenförderung, Wertekatalog, Humankapitalstrategie. Die Gruppe leitete Kaevan Gazdar, München.

  • Gesellschaft: Wie zugänglich ist das Unternehmen für gesellschaftliche Belange? Zu den Kriterien gehörten: soziales Engagement, Offenheit und Transparenz, Beteiligung an politischen Debatten, Integration der CSR-Aktivitäten in die Gesamtstrategie. Die Gruppe leitete André Habisch, Eichstätt.

  • Umwelt: Wie ressourcenschonend agiert das Unternehmen? Zu den Kriterien gehörten: gesamtbetriebliche Ökoperformance, Berücksichtigung von Umweltaspekten entlang der Wertschöpfungskette, ökologische Innovation, Dialog und Kooperationen mit der interessierten Öffentlichkeit. Die Gruppe leitete Edeltraud Günther, Dresden.

  • Performance: Wie viel Geld verdient das Unternehmen? Zu den Kriterien zählten: Eigenkapitalquote und Ebit-Marge (bei Finanzdienstleistern Eigenkapitalrendite), Wachstum und Volatilität des Cashflow, Total Shareholder Return, die Transparenz der Finanzberichterstattung, Qualität der Unternehmensführung und Gesamtstrategie. Diese Gruppe leitete Jens Hecht, Hamburg.

Stufe 2: In einer zweiten Stufe tagte eine Jury, die auf Basis der Expertenbewertungen die endgültige Rangfolge festlegte. Ihr gehörten an (in alphabetischer Reihenfolge): Arno Balzer (Chefredakteur mm), Wolfgang Grewe (Managing Partner Europa Deloitte), Klaus Kirchhoff (Vorstandsvorsitzender Kirchhoff Consult), Helmut Maucher (Ehrenpräsident Nestlé), Reto Ringger (CEO der SAM-Group), Joachim Schwalbach (Institut für Management, Humboldt-Uni, Berlin), Christian Scholz (Lehrstuhl für Personalmanagement, Uni des Saarlandes), Klaus Töpfer (ehemaliger Bundesumweltminister und Ex-Direktor des UN-Umweltprogramms Unep).

Dokumentation: Im Frühjahr bringt Kirchhoff Consult  einen Berichtsband heraus, der die Bewertung jedes Unternehmens kommentiert und im jeweiligen Branchenvergleich darstellt.

Good Company Ranking: Die komplette Rangliste Good Company Ranking: Europas Konzerne im Test

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