Strategie Zurück in die Zukunft

Roland-Berger-Berater Ralf Kalmbach zeigt, wie DaimlerChrysler, Volkswagen und Co. prosperieren können.

Erkenntniswert: Die Automobilindustrie erlebt eine Phase tektonischer Verschiebungen. Giganten wie General Motors, Ford, Volkswagen und DaimlerChrysler stecken in zum Teil bedrohlichen Krisen oder bewegen sich gerade wieder aus dem Gröbsten heraus. Der japanische Überflieger Toyota baut seine Vormachtstellung weiter aus, der koreanische Hyundai-Konzern greift mit neuen Werken in Europa an, und schon bald werden auch die Chinesen ihre Autos in den Westen exportieren. Und all dies geschieht in einer Zeit, in der die Haushaltseinkommen breiter Kundenschichten real sinken - und damit auch die Bereitschaft, einen Aufpreis für europäische Marken zu bezahlen.

Wie die deutsche Automobilindustrie diese gewaltigen Herausforderungen meistern kann, das arbeiten Roland-Berger-Autochef Ralf Kalmbach und Bernd Gottschalk, Präsident des Verbands der Automobilindustrie, als Herausgeber von "Mastering Automotive Challenges" heraus. Kalmbach und andere Berger-Berater analysieren zum Beispiel, für welche technischen Innovationen sich die Kunden künftig begeistern könnten und wo sich eine Verlagerung von Produktion und Entwicklung nach Osteuropa oder China lohnt. Es geht um intelligente Kooperationen und neuartige Vertriebsstrategien.

Im zweiten Teil erläutern Manager wie Bosch-Chef Franz Fehrenbach und GM-Europa-Lenker Carl-Peter Forster, wie sie ihre Konzerne in die Zukunft führen wollen.

Stil: Nüchtern, aber präzise. Die Experten untermauern ihre Thesen stets mit Fakten und fahren für jede Behauptung Dutzende von Grafiken auf. Es hätte der Lesbarkeit allerdings gutgetan, wenn die Autoren ihre Thesen etwas häufiger mit realen Beispielen unterlegt hätten.

Nutzwert: Das Buch bietet hilfreiche Orientierung für die täglichen Herausforderungen des globalen Automarktes. Es zeigt, wie Firmen Modellpaletten aufbauen, die zu ihren Marken passen, wie sie nicht nur in der Produktion, sondern auch im Vertrieb und im Service die Gewinne steigern können - und wie sie die immer gleichen Fehler in den automobilen Wachstumsregionen Chinas und Indiens künftig vermeiden können.

rot rot statt orange seit März 2006, da neues Heftlayout

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Foto: manager-magazin.de
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