Qualifikationen Goldene Zeiten für Ingenieure

Die Chancen von Hochschulabsolventen, einen passablen Job zu finden, sind besser als in den vergangenen Jahren. manager magazin sagt, womit Sie jetzt punkten können.
Von Helene Endres und Claus G. Schmalholz

Welche Chancen Bewerber haben: Gute Noten und hohe Leistungsbereitschaft sind derzeit die entscheidenden Kriterien beim Jobeinstieg. Schwer haben es nach wie vor Bewerber, die zur schlechteren Hälfte ihres Jahrgangs gehören. Sie müssen häufig in Praktika beweisen, dass sie den Anforderungen der angestrebten Stelle gewachsen sind. In der Tendenz gilt jedoch: Die Chancen der Hochschulabsolventen, einen passablen Job zu finden, sind besser als in den vergangenen Jahren.

Die Bundesagentur für Arbeit meldete ein Plus von 18 Prozent auf dem Stellenmarkt für Akademiker. Bei Ingenieuren, Informatikern und Betriebswirten können über 90 Prozent der Berufseinsteiger gleich nach dem Abschluss eine Vollzeitstelle antreten.

Generell gilt: Absolventen aus technischen, wirtschaftswissenschaftlichen und einigen mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern können optimistisch in die Zukunft blicken, weil in vielen Branchen neue Jobs entstehen werden. Zusätzlich treibt der "War for Talents", der zunehmende Kampf um die besten Absolventen, die Nachfrage nach hoch qualifizierten Kandidaten.

Wer den Abschluss einer renommierten Universität in der Tasche hat und notenmäßig zur oberen Liga seines Jahrgangs gehört, kann sich den Arbeitgeber fast schon aussuchen. Besonders deutlich zeigt sich die Trendwende bei den Ingenieuren. Hier hat sich der Arbeitsmarkt zu einem Bewerbermarkt gewandelt, in dem die Unternehmen den Nachwuchs davon überzeugen müssen, einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben.

Was Bewerber erwarten dürfen:

Viele Firmen locken mit interessanten Aufgabengebieten und internationalen Einsatzmöglichkeiten, sie bieten vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten an und stellen schnelle Aufstiegschancen in Aussicht. Selbst das Thema Work-Life-Balance wird als ernst zu nehmendes Auswahlkriterium einer Generation von Berufseinsteigern berücksichtigt, die eine ausgewogene Mischung aus Arbeitszeit und Freizeit erwarten.

Einsteiger mit guten Noten und praktischen Erfahrungen im Ausland können je nach Studienrichtung im Durchschnitt bis zu 41.000 Euro pro Jahr verdienen. Topabsolventen, die besonders von den großen Beratungshäusern, Konzernen und Kanzleien umgarnt werden, erhalten bisweilen Antrittsprämien von 10.000 Euro und können in der Spitze bis zu 100.000 Euro verdienen.

Kandidaten, die ihren Marktwert kennen, fangen beim Einstellungsgespräch gar schon wieder an zu pokern; ein Effekt, den es zuletzt zu den Hochzeiten der New Economy gab. Mehr noch: Neuerdings gibt es vereinzelt sogar wieder Fälle, in denen die Neulinge trotz unterschriebenen Vertrags einfach nicht zur Arbeit erscheinen, weil sie inzwischen ein besseres Angebot gefunden haben.

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