Sonntag, 25. August 2019

Good Company Ranking Gute Nachbarn

4. Teil: Gutes Unternehmertum

So ähnlich sieht das auch Ulrich Lehner, Vorsitzender der Geschäftsführung beim zweitplatzierten Unternehmen, Henkel: "Wir müssen klarmachen - der Gesellschaft insgesamt, aber auch uns selbst und unseren Mitarbeitern -, wie wir anständiges Unternehmertum verstehen."

Aufklärung: Ulrich Lehner, Chef von Henkel, der Nummer zwei des Rankings, will klarmachen, was "anständiges Unternehmertum" bedeutet
Erfreulicherweise, das zeigt das Good Company Ranking, betrachten mehr und mehr Großunternehmen CSR als wichtigen Bestandteil ihrer Strategie - auch weil sie von Analysten und institutionellen Investoren dazu gedrängt werden.

Es ist deshalb kein Zufall, dass sich unter den Top Ten ausschließlich börsennotierte Konzerne wie BMW Börsen-Chart zeigen, Telefónica Börsen-Chart zeigen und UBS Börsen-Chart zeigen finden. Immerhin: Auch einige nicht börsennotierte Firmen, traditionell als eher verschlossen verschrien, schafften es auf vordere Plätze; Bosch erreichte Rang 18, Bertelsmann Rang 19. Ein Erfolg der hiesigen CSR-Kultur.

Im Vergleich zum letzten Good Company Ranking aus dem Jahr 2005 (siehe: manager magazin, Heft 2/2005) ist die Branchenmischung an der Spitze bunter geworden: Mit BMW ist zum ersten Mal ein Autokonzern in die Top Ten vorgedrungen; mit Danone Börsen-Chart zeigen und Diageo Börsen-Chart zeigen gehören auch Nahrungs- und Genussmittelproduzenten zur Spitzengruppe. Abgefallen sind dagegen einige Ölkonzerne. So führten bei BP Börsen-Chart zeigen unter anderem das Missmanagement der Pipelines in Alaska und deren Lecks im Sommer 2006 zu einer deutlichen Abwertung durch die Jury. Dafür erreichte der spanische Öl- und Gasversorger Repsol YPF Börsen-Chart zeigen auf Anhieb Platz neun.

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Auch bei den Herkunftsländern gibt es im Vergleich zur letzten Rangliste eine größere Vielfalt. Die Dominanz angelsächsischer Konzerne in puncto CSR ist gebrochen. In den aktuellen Top Ten finden sich immerhin drei deutsche und zwei spanische Firmen - aber nur noch zwei britische Unternehmen. Außerdem ein schweizerisches, ein französisches, ein niederländisches.

Für Joachim Schwalbach, Managementprofessor an der Berliner Humboldt-Uni und Mitglied der Jury, ist dies ein Beleg dafür, "dass CSR inzwischen überall in der westlichen Welt ernst genommen wird, zu den Grundwerten der Unternehmen gehört und Einzug gehalten hat in ihre Strategien".

© manager magazin 2/2007
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