Donnerstag, 19. September 2019

Geldanlage Das Beste aus aller Welt

6. Teil: Der Buffettologe

Hendrik Leber: Der Buffettologe

Der Manager: Der Frankfurter Fondsmanager und Chef der Fondsgesellschaft Acatis ist ein bekennender Anhänger der Investmentlegende Warren Buffett, der sein Vermögen von mehr als 40 Milliarden Dollar vor allem durch den Kauf unterbewerteter Aktien machte, von denen er sich oft jahrzehntelang nicht trennte.

Suche nach Substanz: Hendrik Leber sucht Unternehmen mit überdurchschnittlichem Gewinnwachstum, die zu Unrecht missachtet werden
Wie Buffett versteht sich Leber als Value-Investor: Er sucht Unternehmen mit überdurchschnittlichem Gewinnwachstum, die von der Börse zu Unrecht missachtet werden.

Die Favoriten: Zu den Toptiteln im Acatis Aktien Global Fonds Börsen-Chart zeigen gehören derzeit die Allianz Börsen-Chart zeigen und Premiere Börsen-Chart zeigen, deren Aktie Leber erst nach dem gescheiterten Erwerb der Bundesliga-Lizenz gekauft hat:"Premiere kann seinen Abonnenten die Bundesliga anbieten, ohne die Kosten dafür tragen zu müssen. Das sollte zu einer Gewinnsteigerung führen." Neben einem Anteil am Berkshire-Hathaway-Fonds Börsen-Chart zeigen seines Vorbildes Buffett hält Leber außerdem Rohstofftitel: unter anderem den Öl- und Gaslieferanten Norsk Hydro Börsen-Chart zeigen und den brasilianischen Stahlproduzenten Gerdau Börsen-Chart zeigen.

Die Stimmung: Lebers Investmenthimmel ist derzeit "blau und wolkenlos, die globale Ökonomie scheint mir sehr gesund". Trotzdem analysiert er ständig potenzielle Krisenherde und ihre Auswirkungen auf seine Anlagen: "Wahrscheinlich wird gerade in Israel ein Stellvertreterkrieg durch den Iran und die USA geführt. Der Konflikt im Libanon könnte zu einem nahöstlichen Flächenbrand eskalieren, allerdings auch nach einem eventuellen Sieg Israels zu einer deutlichen Beruhigung führen."

Schon 2003 fing Leber an, sein Portfolio stärker auf deutsche Aktien auszurichten, die derzeit 32 Prozent ausmachen.

© manager magazin 6/2006
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