EU-Standortstudie Deutschland kriegt die Kurve

Die Bundesrepublik wird für Unternehmen immer attraktiver. Bis 2010, so zeigt eine exklusive Studie für manager magazin, kann Deutschland in die Topliga der Europäischen Union aufsteigen.
Von Henrik Müller und Anne Preissner

Sagen Sie mal, Herr Immelt, was halten Sie von Deutschland? "Ihr habt eine gute technologische Grundausstattung. Medizintechnik, Energie, neue Werkstoffe - da ist Deutschland sehr stark", urteilt der Chef des US-Multis General Electric  (GE). "Alles getrieben von den hier zu Lande traditionell starken Branchen Auto, Chemie, Logistik." Deshalb hat GE voriges Jahr ein Forschungszentrum in Garching bei München eröffnet.

Und keine Schwächen?

Oh doch! sagt Jeff Immelt. "Deutschland hat immer noch zu hohe Kosten und zu wenig Flexibilität. Sehen Sie sich Ihr Wirtschaftswachstum an: lahm - bestenfalls."

Dennoch investieren Sie in der Bundesrepublik?

"Wir scheuen vor Investitionen in Deutschland nicht zurück, solange sie gute Renditen einbringen."

Angelsächsische Finanzinvestoren sind derzeit unterwegs und kaufen unterbewertete deutsche Unternehmen. Sie auch?

Gewiss, sagt der GE-Chef. Sein Konzern habe schon ein paar Deals erfolgreich abgeschlossen. "Und wir möchten mehr hier investieren."

Ein typischer Blick von außen. Wie Jeff Immelt erkennen viele internationale Investoren in der Bundesrepublik Stärken, die die Einheimischen vergessen zu haben scheinen. Und manche wetten bereits auf den ökonomischen Wiederaufstieg.

Deutschland, im Wahljahr 2005. Eine Nation hin- und hergerissen zwischen düsterem Jetzt und lichterem Morgen.

Nur eine Fata Morgana?

Fast fünf Millionen Arbeitslose, kein Wirtschaftswachstum, hohe Steuern und Lohnkosten, eine Gesellschaft in Agonie, unregierbar - das ist die Gegenwart.

Die besten und die schlechtesten Regionen Europas: Ergebnisse für das Jahr 2010 im Szenario mit weiteren Reformen

Land BesteRegion Rang SchlechtesteRegion Rang Regionen Top 100
Estland Tallinn 1 Tartu 10 5
Irland Dublin 2 Galway 19 8
Litauen Klaipeda 11 Alytus 54 10
Slowakei Bratislava 14 Nitra 161 7
Finnland Helsinki 21 Maarianhamina 783 13
Ungarn Fejer 24 Baranya 630 12
Lettland Riga 25 Smiltene 105 5
Österreich Linz-Wels 33 Wien 542 21
Polen Posen 36 Parczew 843 13
Tschechien Prag 44 Budějovice 765 1
Deutschland Bremen 65 Rügen 890 4
Schweden Göteborg 100 Umeå 1186 1
Portugal Lissabon 141 Azoren 1207 0
Frankreich Rouen 180 Südkorsika 1128 0
Niederlande Utrecht 230 Terneuzen 782 0
Belgien Nivelles 306 Philippeville 975 0
Luxemburg 326 326 0
Großbritannien Antrim 454 Shetland-Inseln 1206 0
Dänemark Kopenhagen und Frederiksberg 613 Bornholm 998 0
Spanien Pamplona 625 Santa Cruz auf Teneriffa 1201 0
Slowenien Ljubljana 648 Krško 811 0
Griechenland Athen 755 Agios Nikolaos 1192 0
Italien Mailand 822 Sassari 1197 0
Quelle: Contor GmbH; Prognose: Professoren Frenkel, Weigand (WHU), Ursprungsdaten Eurostat.

Mehr Jobs, höhere Einkommen, deutlich niedrigere Kosten, ein Land, das seine ökonomische Wohlfühlgeschwindigkeit von gut 2 Prozent Wachstum erreicht und wieder Zuversicht schöpft - so könnte die Zukunft aussehen.

Nur eine Fata Morgana?

Alles hängt davon ab, ob die Bundesrepublik als Investitionsstandort für Unternehmen attraktiver wird. Und die Voraussetzungen dafür verbessern sich allmählich, wie die Untersuchung "Deutschland 2010" zeigt: Exklusiv für manager magazin hat ein Team der privaten Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU)  und der Standortberatung Contor  alle 1207 Regionen in der Europäischen Union analysiert und die bereits heute messbaren Trends bis zum Ende des Jahrzehnts fortgeschrieben.

Ermutigende Ergebnisse

Die Ergebnisse sind ermutigend:

  • In den kommenden fünf Jahren gewinnen die deutschen Standorte erheblich an Wettbewerbsfähigkeit. Kein anderes Land verbessert sich aus Investorensicht so stark.


  • Andere EU-Länder büßen dagegen erheblich an Attraktivität ein, insbesondere Großbritannien und Italien.


  • Um auf vorderen Plätzen zu landen, genügen die erreichten Verbesserungen Deutschlands noch nicht. Aber: Bereits weitere moderate Veränderungen - beispielsweise eine flächendeckende Rückkehr zur 40-Stunden-Woche, kombiniert mit einer Senkung der Unternehmenssteuern von 38,7 auf 25 Prozent - lassen die Bundesrepublik zu einem der attraktivsten unter den großen EU-Staaten werden.
"Das Land ist auf dem richtigen Weg", urteilt WHU-Professor Michael Frenkel. "Jetzt kommt es darauf an, dass wir ihn konsequent weitergehen."

Deutschland, so scheint es, kann die Kurve doch noch kriegen - der Weg ins kollektive Jammertal ist nur scheinbar eine Einbahnstraße.

So überraschend die Ergebnisse auf den ersten Blick erscheinen mögen: Sie zeigen, dass der schmerzhafte Prozess, den die Bundesrepublik seit einem Jahrzehnt durchleidet, kurz davor ist, Früchte zu tragen.

Die wichtigste Ursache für die mutmaßlich bevorstehende Trendwende ist die Entwicklung der Lohnstückkosten, die in Deutschland sinken, während sie anderswo in Europa steigen.

"Buy Germany, sell Italy"

Und die Belohnung dürfte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen, glauben internationale Ökonomen: "Sinkende Lohnstückkosten werden die Gewinne in die Höhe treiben und zu einer Wende bei den Investitionen führen", prophezeit die EU-Kommission in ihrem letzten Wirtschaftsbericht für die Union.

"Deutschland ist bei Preisen und Kosten erheblich wettbewerbsfähiger geworden", analysiert das Brüsseler Centre for European Policy Studies. Es sei daher kein Wunder, dass der Marktanteil im Binnenmarkt deutlich gestiegen sei. "Spiegelbildlich" dazu habe Italien seit Beginn der Europäischen Währungsunion "in jeder Hinsicht an Wettbewerbsfähigkeit verloren".

Jim O'Neill, Chefvolkswirt der Investmentbank Goldman Sachs, rät Anlegern kurz und bündig: "Buy Germany, sell Italy." "Ein Marsianer, der auf der Erde landete", meint die Zeitschrift "Economist", würde nach einem Blick auf die fundamentalen Wirtschaftsdaten eher in Deutschland als in Amerika investieren.

Schon heute, so zeigt eine aktuelle Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young, schneidet der Standort Deutschland in der Gunst internationaler Manager als bester in Westeuropa ab.

Heitere Aussichten, die so gar nicht zur deutschen Requiemstimmung passen wollen. Aber der Widerspruch ist nur ein scheinbarer: Was ausländische Beobachter als allmähliche Verbesserung der Standortbedingungen wahrnehmen, erleben die Bundesbürger als langen, entbehrungsreichen Abstieg - als unendliche Kette von Zumutungen ohne für sie absehbares Ende.

Der Weg der Leiden begann Mitte der 90er Jahre. Bis dahin hatten Gewerkschaften, Arbeitgeber und die Bundesregierungen bedenkenlos die Löhne und die Sozialversicherungsbeiträge immer weiter in die Höhe getrieben und die Arbeitszeiten verkürzt.

Ein paar Drehungen zu viel

Es waren ein paar Drehungen zu viel an der Umverteilungsschraube. Die Lohnstückkosten - das Verhältnis der Löhne und Abgaben zur Produktivität der Beschäftigten - schossen derart in die Höhe, dass die Unternehmen immer weniger in Deutschland investierten.

So ist es bis heute: Das Kapital meidet die Bundesrepublik. Unternehmen investieren bevorzugt anderswo - in den Boommärkten Nordamerikas und Asiens sowie im viel billigeren Osteuropa.

Zuletzt flossen nur noch 22 Milliarden Euro netto (nach Abschreibungen) in die Bundesrepublik. Zum Vergleich: 1991 lag dieser Betrag bei 79 Milliarden; sogar im Rezessionsjahr 1993 steckten die Firmen 38 Milliarden in den Ausbau der Produktionskapazitäten.

Immerhin gingen die Investitionen im vergangenen Jahr nicht weiter zurück, sondern stabilisierten sich auf niedrigem Niveau. Trotz "einiger positiver Anzeichen", konstatiert die Bundesbank, sei die "Investitionsschwäche noch nicht überwunden".

Investitionen sind die Mutter allen Wirtschaftswachstums, da sind sich die Ökonomen einig. Halten sich die Unternehmen zurück, beginnt ein Teufelskreis.

Weil wenig Geld in neue Maschinen und Anlagen fließt, arbeiten deutsche Betriebe heute tendenziell mit veralteter Technik. Entsprechend sind nur noch geringe Produktivitätszuwächse zu erreichen, sodass die Wettbewerbsfähigkeit leidet und die Löhne stagnieren. Jobs werden unsicherer, die Bürger sparen, die Aussichten verdüstern sich weiter - die Firmen schränken ihre Investitionen noch weiter ein.

Eine Abwärtsspirale. Deutschlands Bruttoinlandsprodukt liegt heute real nur um 15 Prozent über dem Niveau von 1993. Im gleichen Zeitraum wuchs die US-Ökonomie um 37, die britische um 33, die französische immerhin um 23 Prozent.

Mitten in der kalten Sanierung

Deutschland steckt mitten in einer kalten Sanierung. Von den drei Möglichkeiten, kurzfristig die Lohnstückkosten zu senken - Lohnzurückhaltung, Lohnnebenkosten senken oder Mehrarbeit fürs gleiche Geld - blieb jahrelang nur Variante eins. In anderen Ländern halfen die Regierungen durch Entlastung der Beschäftigten.

Nicht so in der Bundesrepublik, wo sich die Regierungen unter Helmut Kohl und Gerhard Schröder nicht an durchgreifende Reformen der Sozialversicherungen wagten; wo die Gewerkschaften viel zu lange an der Doktrin der flächendeckenden Arbeitszeitverkürzung festhielten.

Die Folge war ein schleichendes Absinken des Lebensstandards großer Teile der Bevölkerung, verbunden mit einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit. Ein gigantisches Schlechtfühlprogramm.

Doch inzwischen ist das starre deutsche System in Bewegung geraten. Sosehr sich Gewerkschaften und Sozialpolitiker aller Parteien immer noch dagegenstemmen: Am Ende setzen sich doch die Marktmechanismen durch.

Je schwieriger die Lage in den Unternehmen geworden ist, desto mehr hat sich das Korsett der Flächentarifverträge gelockert, die bislang Löhne und Arbeitszeiten verbindlich festlegen.

Die Jahre 2003 und 2004 markieren die Trendwende: Zuerst scheiterte der Metallerstreik für die 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland, weil die Belegschaften nicht mehr mitzogen. Dann setzten Großunternehmen wie Siemens  und DaimlerChrysler  längere Arbeitszeiten durch.

Aus Sicht der Gewerkschaften eine schwer erträgliche "Aushöhlung der Tarifstandards" durch eine "fortschreitende Verbetrieblichung", wie Reinhard Bispinck, Ökonom am DGB-nahen Forschungsinstitut WSI, sich empört. Aus Sicht der Firmen ein Zugewinn an Wettbewerbsfähigkeit.

Deutschland steckt mitten in einem tarifpolitischen Modellwechsel. Überall verhandeln Unternehmensführungen inzwischen über Arbeitszeitverlängerungen - und können sich häufig darauf verlassen, dass die Belegschaften auf ihrer Seite sind. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich der Trend zur Arbeitszeitverlängerung auch in den offiziellen Statistiken nachlesen lässt.

Comeback keineswegs utopisch

So verbessert sich die Standortqualität auf mittlere Sicht fundamental, wie die Contor-WHU-Studie zeigt: Derzeit kostet ein durchschnittlicher Beschäftigter in Bremen - der deutschen Region mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Unternehmen - seinen Arbeitgeber rund 78 Prozent jener Güter und Dienstleistungen, die er erwirtschaftet. Für Deutschland ein günstiger, im EU-Vergleich ein schwacher Wert: In Litauen liegen die Lohnkosten bei 25 Prozent, in Tschechien und Polen bei 35, in Österreich bei 60 Prozent der Pro-Kopf-Produktivität.

Doch allmählich zahlen sich die deutschen Kostensenkungen aus. Schreibt man den Trend der vergangenen Jahre fort, erreicht Bremen nach WHU-Kalkulationen im Jahr 2010 Lohnstückkosten von 68 Prozent.

Berücksichtigt man zudem die aktuelle Tendenz zu längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich, so ist ein Absinken um noch einmal 10 Prozent durchaus realistisch. Die günstigsten deutschen Regionen können dann auf Werte zwischen 60 und 70 Prozent kommen, ein durchaus wettbewerbsfähiges Kostenniveau.

"Das ist ein gutes Signal", sagt Contor-Geschäftsführer Henner Lüttich. "Wenn auch noch die Unternehmenssteuern auf 25 Prozent sinken, spielen die besten deutschen Standorte wieder ganz oben in Europa mit." Immerhin vier Regionen - Bremen, Hamburg, Esslingen und Bremerhaven - steigen im Contor-WHU-Szenario in die europäischen Top 100 auf. Weitere 68 finden sich unter den besten 200 Standorten.

Ist das Comeback von "Made in Germany" zu schaffen? Die Antwort lautet klar und eindeutig: ja. Denn die Voraussetzungen sind keineswegs utopisch: eine weitere Verlängerung der Arbeitszeiten; konstante, besser noch sinkende Beiträge zu den Sozialversicherungen; die Abschaffung der Gewerbesteuer und des Solidaritätszuschlags auf die Körperschaftsteuer. Nicht gerade eine ambitionierte Agenda für die nächste Bundesregierung.

Natürlich, sagt WHU-Professor Jürgen Weigand, müsse noch viel mehr geschehen. Mit der Strategie des nackten Kostenkürzens werde auf längere Sicht keine gesunde Volkswirtschaft entstehen. "Deutschland ist in wichtigen Wachstumsfeldern überreguliert und schottet sich ab."

Weitere Reformen unerlässlich

Ob bei der Genomforschung, der Einwanderungspolitik, der Handwerksordnung oder dem von öffentlichen Sparkassen und Landesbanken dominierten Finanzsektor - die kommende, mutmaßlich unionsgeführte Bundesregierung hat noch einige dicke Verkrustungen abzutragen. Veränderungen, die vielen konservativen Wählern nicht gefallen dürften.

Klar ist aber auch: Weitere unumgängliche Reformen, insbesondere bei den Sozialversicherungen, werden die Bürger umso eher akzeptieren, je schneller Deutschland zu normalen Wachstumsraten zurückfindet.

Legt die Wirtschaft im Schnitt wieder 2 Prozent pro Jahr zu, "wäre schon viel gewonnen", meint der Kieler Konjunkturforscher Carsten-Patrick Meier: "Die Arbeitslosigkeit, die Probleme der Staatsfinanzen - all das würde sich merklich entspannen".

Angesichts der trüben Gegenwart mag ein solches moderates Wachstumsszenario reichlich optimistisch erscheinen. Es steht in krassem Widerspruch zum inzwischen vertrauten negativen Selbstporträt der Nation.

Ist Deutschland denn nicht das Land der "Angstsparer", die mit ihrem Geiz die Wirtschaft erdrosseln?

Man kann es auch so sehen: Weil die Bundesbürger bereits ihre Sparquote auf knapp 11 Prozent erhöht haben, sind sie auf die heraufziehende Herausforderung einer alternden Bevölkerung besser vorbereitet als viele andere Nationen. Denen steht die Anpassung der Konsumgewohnheiten noch bevor.

Ist Deutschland denn nicht das Land des "Bildungsnotstands", dem die klugen und die fähigen Menschen ausgehen?

Man kann es auch so sehen: Trotz knapper Kassen haben Teile des wissenschaftlich-akademischen Komplexes ihre Effizienz enorm gesteigert - insbesondere die Hochschulen und die Forschungseinrichtungen.

Sind die Deutschen denn nicht längst eine satte, behäbige Wohlstandsgesellschaft, der der Wille zum Wachstum abhanden gekommen ist?

Manchmal hilft ein Blick zurück

Man kann es auch so sehen: Die flächendeckende Bereitschaft, länger zu arbeiten, signalisiert einen Mentalitätswandel hin zu einer neuen Leistungsethik. Ein Befund, den auch eine mm-Umfrage unter Nachwuchsakademikern zu Tage gefördert hat.

Es kommt eben immer auf die Perspektive an.

"Die reinen Fakten sehen doch nicht so schlecht aus", sagt Dieter Heuskel, der Deutschland-Chef der Boston Consulting Group. "Wir haben uns nur einen negativen Blick auf die Daten angewöhnt".

Manchmal hilft ein Blick in die Geschichte, um die Gegenwart im rechten Licht zu sehen. Zum Beispiel die Jahre 1981/82, eine Phase mit unverkennbaren Parallelen zum Hier und Jetzt.

Die Innenpolitik: Nahezu handlungsunfähig - wie heute - verlor damals die Bundesregierung ihre Mehrheit, weil die SPD ihrem eigenen Kanzler die Gefolgschaft aufkündigte.

Die Weltpolitik: angsteinflößend - damals verunsicherte der Schlussspurt im atomaren Wettrüsten die Bürger, heute sind es der internationale Terrorismus und die Auflösungserscheinungen der Europäischen Union.

Die Wirtschaft: schwächlich - damals steckte die Ökonomie in einer hartnäckigen Investitions- und Wachstumsschwäche. Wie heute.

Doch dann kam der entscheidende Anstoß: die "Wende" hin zur unionsgeführten Bundesregierung. Bereits ab 1983 zog die Konjunktur wieder an. Die Unternehmen investierten, die Bürger konsumierten. Es folgten: zehn Jahre solides Wachstum.

Natürlich, es gibt keine Garantie, dass sich das damalige Muster wiederholt. Aber, immerhin, es gibt Hoffnung.

Gut möglich, sagt der Kieler Ökonom Meier, "dass wir uns in drei Jahren über den heute grassierenden Pessimismus wundern".

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