Donnerstag, 20. Juni 2019

Zukunftsstädte Pune in Indien

2. Teil: Das "indische Oxford"

Viele Akademiker: Mittlerweile siedeln sich auch Softwarehäuser und Pharmafirmen in den Industrieparks an. Sie profitieren besonders von den Unis und Fachschulen in Pune. Das "Oxford Indiens" versorgt die Wirtschaft mit gut ausgebildeten Ingenieuren oder Chemikern, die alle hervorragend Englisch sprechen, was wiederum die Ausländer schätzen, die in jüngster Zeit vermehrt in Pune investieren.

 zügige Verbindung nach Mumbai (Bombay)
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zügige Verbindung nach Mumbai (Bombay)
Zu den prominenten internationalen Investoren zählt der Allianz-Konzern Börsen-Chart zeigen, der im Jahr 2001 zusammen mit dem Fahrzeughersteller Bajaj Auto zwei Versicherungs-Joint-Ventures gegründet hat. 2005 will Bajaj Allianz die Mitarbeiterzahl auf 7000 verdoppeln.

Schnelle Verbindung: Noch kann Pune nicht mit der großen Hafenstadt Mumbai (früher Bombay) mithalten. Dort schlägt das industrielle Herz Indiens, dort wuchern Konzernzentralen, Bankentürme, Filmstudios und Fabriken. Doch gerade das explosive Wachstum Mumbais treibt Unternehmer ins südöstlich gelegene Pune. Gerade mal zwei Stunden dauert die Reise von Mumbai nach Pune auf der nagelneuen Autobahn.

Niedrige Immobilienpreise: Angekommen im staubigen und mit seinen vielen Slum-Bezirken auch recht schäbigen Pune, ist auf den ersten Blick sichtbar, wo die Chancen der Stadt liegen: Dort gibt es noch Platz für neue Industriebetriebe, folglich "betragen die Immobilienpreise nur etwa ein Siebtel dessen, was im überfüllten Mumbai zu zahlen ist", sagt Bernhard Steinrücke, Leiter der Deutsch - Indischen Handelskammer. Auch die Löhne in Pune liegen viel niedriger als in Mumbai.

Mit einer Fläche von zwei Millionen Quadratmetern bedeckt die Autofabrik des Mischkonzerns Tata Börsen-Chart zeigen am Rande Punes das größte Areal. Die Fahrt von einer hellgrau gestrichenen Halle zur anderen will kein Ende nehmen. 14.000 Beschäftigte produzieren hier Personenwagen und Nutzfahrzeuge - sowohl für den inländischen Markt als auch für den Export.

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© manager magazin 5/2005
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