Forum Leserbriefe

Management by Options


Junge Elite:Eine mm-Umfrage zeigt: Viele Nachwuchsakademiker drängen ins Ausland (mm 4/2005)

Die junge Elite hat längst kapiert, dass es nichts bringt, mit großer Kraftanstrengung irgendwelchen Zielen hinterherzuhecheln. Ihr Artikel illustriert, dass die jungen Leute vielmehr ihre Optionen identifizieren und konsequent und clever managen. Sie sind flexibel und folgen ihren Optionen, wohin auch immer sie führen, natürlich auch ins Ausland. Ziele sind out! Optionen sind in! Nur ein Management by Options führt in unserer heutigen hochdynamischen und hochkomplexen Zeit zum Erfolg. Insofern hat die junge Generation - den Gegebenheiten folgend - ein neues Verhalten angenommen.

Prof. Dr. Wolfgang Vieweg,
Bad Kreuznach

Ist es nicht so, dass die Jugend von heute jeden Tag in den Schlagzeilen und Nachrichten zu hören bekommt, wie schlecht es uns geht, dass alles abwärts geht und dass ihre Zukunft unsicher sein wird? Wieso wundert es dann jeden, dass die Elite von morgen auswandern will?

Dabei ist es ganz natürlich, dass im Rahmen des Konjunkturzyklus nach guten Jahren auch weniger gute Jahre folgen. Und dass sich durch die rasante Entwicklung der Schwellenländer neue Herausforderungen ergeben, ist ebenso nichts Unerwartetes.

Wieso wird nicht viel öfter hervorgehoben, dass Deutschland in Europa nach wie vor die Nummer eins und weltweit die Nummer drei ist und dass es uns nicht schlecht geht, sondern eben nicht mehr ganz so gut wie noch vor einigen Jahren?

Mara Jekosch,
Stuttgart

Das Phänomen des Abwanderns tritt nicht erst in der Phase der Jobsuche auf. Schon bei der Entscheidung über den Studienort kehren heutzutage viele Abiturienten "good ol' Germany" den Rücken.

Es überrascht nicht, dass ich in meinem Jahrgang in St. Gallen das Gefühl habe, nur von Deutschen umgeben zu sein. Dieses Verhalten hat nichts mit fehlender Heimatverbundenheit zu tun, sondern ist einfach eine von den äußeren Gegebenheiten terminierte "Notwehr".

Das leider gar nicht mehr so "good ol' Germany" sollte sich sputen und handeln, denn die Abwanderung der jungen Eliten ist weder Fiktion noch Zukunftsmusik, sondern spürbare und schmerzvolle Wahrheit.

Felix Becker,
Student der Universität St. Gallen, Schweiz

Profitable Autobauer

Essay: Hermann Simon über die Renditeschwäche deutscher Unternehmen (mm 4/2005)

Passt es einfach nicht ins Bild vom "schlechten" Deutschland, dass ausgerechnet Porsche der profitabelste Autobauer weltweit ist? Die Rendite der Schwaben mit 17,1 Prozent vor Steuern liegt deutlich vor den 10 Prozent von Toyota und Nissan.

Helmut Lang,
Gochsheim/Baden

Attacke der Mehlwürmer

Spezial Mode: Business-Dresscode für Frau und Mann; Interview mit der Modemanagerin Mirjam Dietz (mm 4/2005)

Auch bei wiederholtem Blättern konnte ich kein Zeichen eines Aprilscherzes entdecken; so muss ich mich wohl auf baldiges Erscheinen von mehlwurmfarbig gekleideten Bewerbern einstellen. Ein Gutes hat das Ganze: Dieser Trend geht ganz sicher an mir vorbei. Und so spare ich wirklich, denn mit meiner vorhandenen Garderobe fühle ich mich allemal besser angezogen. Auch wenn mein heißgeliebter Staubmantel fast bis auf den Boden schlappt.

Matthias Möller,
Geschäftsführer Inca GmbH, Cremlingen

Sie schreiben im Interview mit der Modeberaterin Mirjam Dietz, das "Handelsblatt" habe sie zu einer der "erotischsten Managerinnen Deutschlands" gekürt. Wir haben aber noch nie ein Erotik-Ranking deutscher Managerinnen erstellt und werden das auch nicht tun. Wir messen Managerinnen - wie ihre männlichen Kollegen - an Leistung und nicht am Aussehen. Die Rangliste, auf die Sie anspielen, ist in dem Magazin "Junge Karriere" (heute: "Karriere") erschienen, das zur Verlagsgruppe Handelsblatt gehört, von der Zeitung "Handelsblatt" aber redaktionell unabhängig ist.

Joachim Dorfs,
stellv. Chefredakteur "Handelsblatt", Düsseldorf

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