Freitag, 15. November 2019

Altersvorsorge Das Gesetz der großen Zahl

3. Teil: Die fatale Erbschaftsillusion

Einer internationalen Studie der französischen Versicherungsgruppe Axa zufolge kassiert ein deutscher Rentner heute im Schnitt 1644 Euro pro Monat. Ein Mittzwanziger, der im Alter mittels privater Vorsorge auf diesen Betrag kommen wollte, müsste mehr als eine Million Euro ansparen.

Kein bloßes Gedankenspiel: Bis zum Jahr 2035 werden die Einkünfte aus der gesetzlichen Rentenversicherung von aktuell rund 70 Prozent auf unter 50 Prozent des letzten Nettoeinkommens zurückgehen. Je höher der Verdienst, desto größer die Lücke.

Denn die staatliche Rentenkasse sichert Einkommen ohnehin nur bis zur so genannten Beitragsbemessungsgrenze von derzeit gut 60.000 Euro pro Jahr ab. Selbstständige erhalten gar nichts, es sei denn, sie haben freiwillig eingezahlt. Gut verdienende Angestellte und Unternehmer müssten daher umso mehr vorsorgen. Aber danach sieht es bislang nicht aus.

Rat und Tat


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Service: Wenn nötig, wühlen sich die unabhängigen Finanzprofis durch dutzende von Aktenordnern und Ablagekörben, um detailliert die finanzielle Situation des Kunden zu erfassen. Es folgt eine Analyse und vor allem der Abgleich mit den Lebenszielen. Am Ende steht ein realistischer Plan mit konkreten Empfehlungen, wie die Ziele zu erreichen sind.

Kontakt: So erreichen Sie die vom manager magazin ausgewählten Finanzplaner:

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T 0 40/34 80 95 59
www.eec-ehrich.de

Loyas Private Finance AG
T 0 40/ 88 88 90
www.loyas.de

Sineus AG
T 0 40/28 80 76 30
www.sineus.com

VZ Vermögenszentrum
T 0 89/2 88 11 70 www.vermoegenszentrum.de
Im Gegenteil. Angesichts von geschätzten zwei Billionen Euro, die in diesem Jahrzehnt vererbt werden sollen, bauen viele für ihre Altersvorsorge offenbar auf den letzten Willen anderer. Zugeben mag das kaum einer - wer will sich schon eingestehen, dass es mit der Rente nur klappt, wenn vorher die eigenen Eltern zu Grabe getragen wurden.

Ganz aus dem Sinn ist das Familiensilber aber keineswegs. Die vermeintliche Sicherheit "führt oft zu einer gewissen Sorglosigkeit, wenn es ums Alterssparen geht", weiß Jochen Sturtzkopf (37), Gründer und Vorstand der Loyas Private Finance AG.

Ganz aus dem Sinn ist das Familiensilber aber keineswegs. Die vermeintliche Sicherheit "führt oft zu einer gewissen Sorglosigkeit, wenn es ums Alterssparen geht", weiß Jochen Sturtzkopf (37), Gründer und Vorstand der Loyas Private Finance AG.

Wie viel zukünftig bei den Nachkommen landet, ist ohnehin unsicher. Der Vermögenszuwachs per Testament könnte deutlich geringer ausfallen als vermutet. Die höhere Lebenserwartung wird bereits einen großen Teil der heutigen Rentnergeneration zwingen, ihr Vermögen selbst zu verbrauchen - für Pflege und seniorengerechtes Wohnen, aber auch schlicht für den täglichen Bedarf.

In der Folge werden viele Kinder wohl weniger im Nachlass finden, als sie heute glauben. Die Altersforscher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge warnen jedenfalls schon vor einer heraufziehenden Erbschaftsillusion.

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