Samstag, 21. September 2019

Google Dreikampf im Web

Das Online-Unternehmen, 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet, gilt als Maschine zum Gelddrucken. Doch mächtige Angreifer gefährden das Wachstum der Suchmaschine - der Börsengang ist erst mal abgesagt.

Welche Ereignisse die Menschen in aller Welt am meisten bewegen, war jahrtausendelang nicht herauszubekommen. Seit die Internetsuchmaschine Google existiert, gibt es endlich Antworten.

 Konkurrenzdruck: Die Google-Erfinder Larry Page (l.) und Sergey Brin müssen sich auf harte Zeiten einstellen
Google
Konkurrenzdruck: Die Google-Erfinder Larry Page (l.) und Sergey Brin müssen sich auf harte Zeiten einstellen
Jeden Tag bearbeitet das Programm 200 Millionen Abfragen, die meistgesuchten Begriffe stehen in der "Google-Zeitgeist"-Liste. Ganz oben rangierten bislang die Terroranschläge des 11. September 2001. Am 1. Februar 2004 geschah nun im Reliant Stadion von Houston etwas, das die Menschen noch stärker interessierte.

In der Pause des Super Bowl, des Endspiels der US-Football-Liga NFL, trat Popsängerin Janet Jackson (37) auf. Als Gesangspartner Justin Timberlake (21) ihr allzu heftig ans Bustier griff, passierte das Malheur: Miss Jacksons rechte Brust wurde entblößt.

Der Vorfall geriet zum Skandal, über den Millionen Menschen Genaueres wissen wollten. Die Suchbegriffe "Janet Jackson" und "Super Bowl" setzten sich an die Spitze der Google-Hitliste.

Das Online-Unternehmen, 1998 von Larry Page (31) und Sergey Brin (30) gegründet, hat derlei Publicity längst nicht mehr nötig. Binnen sechs Jahren etablierte sich die Firma als unangefochtener Marktführer.

Umso gespannter warteten Google-Fans und Finanzexperten darauf, ob das Unternehmen tatsächlich im April 2004 an die Börse gehen würde, wie seit Monaten kolportiert wurde.

© manager magazin 3/2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung