Technologietreiber Beispiel 5: Telematik

Heute noch ein Luxusgut für reiche Geschäftsreisende, morgen schon Basis für die Optimierung aller Just-in-time-Warenströme.

Prinzip:

Telemetrie misst die Verkehrsdichte, etwa über automatische Erfassungsanlagen an Autobahnbrücken. Telematische Systeme lenken dann die Verkehrsströme: weg vom Stau, hin zu Strecken ohne Glatteis oder ähnliche Behinderungen.

Anwendung im Auto:
Intelligente Navigatorsysteme, die etwa auf Verkehrsmeldungen reagieren. Sie werden gespeist über Autoradio, über SMS oder künftig über mobile Internet-Technologie (UMTS).

Übertragungsmöglichkeiten:

  • Besonders für Lkw-Transportunternehmen werden telematische Systeme von großem Nutzen sein. Lange, oft transkontinentale Lkw-Touren lassen sich besser optimieren als ein Trip mit dem Cabrio ins Kino.
  • Sobald einzelne Container auf Schiffen, Zügen und Lkw telemetrisch erfasst werden, ist es möglich, die gesamte Logistik besser zu vernetzen und zu beschleunigen. Just-intime-Lieferungen werden schneller und dadurch billiger.
Zeitbedarf:
Es dauert noch einige Jahre, bis Telematik-Dienste rentabel werden. Noch sind viele Geräte in der Anschaffung zu teuer und zu schwierig zu bedienen; auch sind die Benutzungsgebühren zu hoch. Gewinn werden nur jene Dienstleister erzielen, die alle Datenströme automatisieren, über intelligente Content-Management-Systeme verfügen und Informationen preisgünstig auf Basis von mobiler Internet-Technologie vertreiben. Dies wird im großen Stil erst nach 2005 möglich sein.

Unternehmen:
Blaupunkt, Harman Becker, Tegaron, Vodafone Passo, Siemens VDO, Compaq, Nokia.

Autoindustrie 2003: Vor dem Härtetest


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