Sonntag, 20. Oktober 2019

Starke Marke Macher in der Modebranche

Modemacher tun gut daran, den eigenen Namen in den Vordergrund zu stellen. manager magazin zeigt, wer bei deutschen Unternehmen dahinter steht.

Winters, wenn Schnee und Kälte die Hänge des Rothaargebirges erstarren lassen, gibt es für den Dachdecker Franz Falke-Rohen nichts zu tun. Gottlob sind da noch die florierenden Textilmanufakturen im sauerländischen Schmallenberg. Hier verdingt sich der Vater von acht Kindern als Tagelöhner. Bis er ganz in eine Strickerei eintritt. Und 1895 den eigenen Betrieb gründet - der Beginn einer großen Markentradition.



 Feines Businessgepäck und robuste Tornister: Taschen aus der Kollektion der Brüder Axel und Philipp Bree  Tolle Treter: Schukkollektion aus der Manufaktur von Ludwig Reiter und Sohn Till in Wien  Innovative Klassiker: Socken-Kollektion der Vettern Paul und Franz-Peter Falke
 Großostheimer Chique: Herrenanzug aus der Kollektion von Heinz Dressler  Hemden-Hauch: Business-Shirts von Otto Kern  Traditionsbewusst seit 1929: Herrenanzug aus der Kollektion von Heinz Dressler

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Heute zählt die Falke-Gruppe, geführt von den Vettern Franz-Peter und Paul Falke, Urenkeln jenes knorrigen Gründers, zu den Spitzenunternehmen der deutschen Modebranche. Als Anbieter von Socken und Strümpfen besitzt Falke internationalen Rang, wirkt innovativ und stilbildend. Franz-Peter Falke, befragt nach dem Rezept des Erfolgs: "Wir bauen auf die Macht der Marke."

Bei Falke macht es - wie so oft in der Modebranche - der Name. Wolfgang Joop hat das Phänomen in seiner legendären Antwort auf die Frage nach seinem größten Erfolg auf den Punkt gebracht: "Mein Nachname".

"Namen schaffen Sprach- und Gefühlswerte, machen Produkte zu Waren", belehrte das Fachblatt "Werben und Verkaufen" seine Marketingklientel. Die starke Marke, so raunen die Marktforscher, sei heute wichtiger denn je. Einer Studie der WestLB zufolge schützt sie gegen Konjunkturschwankungen. Und wenn ein vielfach begehrtes Produkt dahinter steht, winkt Kultstatus.

Wie etwa bei den Leder-Accessoires aus dem Hause Bree. Nachdem Firmengründer Wolf Peter Bree 1996 nach einem Fußballspiel mit seinem Heimatverein das Herz den Dienst versagt hatte, mussten sich die jungen Söhne Philipp und Axel in die Geschäftsführung des Taschenherstellers in Isernhagen bei Hannover einarbeiten. Wobei der starke Name dem Unternehmen sicher geholfen hat, den Tod des Chefs zu überleben.

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