Roche Familienangelegenheit

An den Roche-Erben kommen Investoren nicht vorbei

Was hat Martin Ebner gewettert gegen das altmodische Zweiklassensystem der Roche-Papiere. Aber weder die Eignerfamilien Hoffmann und Oeri noch das Roche-Management ließen sich aus der Reserve locken. Verärgert verkaufte der Investor im Mai 2001 seine 20-prozentige Roche-Beteiligung an die Lokalkonkurrenz Novartis.

Doch mehr ist nicht zu haben, die Urenkel des Unternehmensgründers Fritz Hoffmann stehen weiter fest zu ihrer Firma. Dabei sind die Erben gar nicht sonderlich im Unternehmen engagiert: Ihre Stimmen vertritt Roche-Patron Fritz Gerber. Verwaltungsratsmitglied Andreas Oeri (52) ist hauptberuflich

Orthopäde, sein Cousin André Hoffmann (43) nickt in den Sitzungen des Gremiums schon mal ein. Viel lieber kümmert sich Hoffmann um allerlei private Investitionen und um das Vermächtnis seines Vaters Lukas. Der war begeisterter Naturschützer und Mitbegründer des WWF. Kritisch für das Roche-Management könnte es nur werden, wenn die Familie lieber Kasse machen will, als ihrem Vermögen beim Schmelzen zuzusehen.

Verwandte Artikel