Neuheiten Edles und Teures

Die Uhren werden immer größer im Format und immer kleiner in der Auflage - Trends und Innovationen der Uhrenmessen in Basel und Genf.
Von Klaus Ahrens und Hanno Pittner

Basel hat sich fein gemacht. Die Straßenränder und Rheinbrücken mit Fahnen und Wimpeln geschmückt. Die Sitzbänke an den Trambahn-Haltestellen mit dunkelblauen Überziehern versehen; auf denen steht: "Welcome".

Und erst die Messehallen. Die Säle, groß wie Flugzeughangars, sind in vornehmes Dämmerlicht getaucht. Wundersame Pavillons wachsen empor, mal in Gestalt eines ägyptischen Tempels, mal wie ein Schiffsleib des Segelzeitalters geformt, mal wie ein Ufo auf Besuch von irgendeinem fernen Planeten.

Dazwischen Areale mit frisch geharktem Wüstensand, aber auch kleine Teiche, an denen weiße Calla-Blüten leuchten. Nicht von ungefähr werden Vergangenheit und Zukunft beschworen: In Basel präsentiert sich die Zeit, dieses flatterhafte Luxusweib, höchstpersönlich, und zwar in ihrer besten Form. Zum dreißigsten Mal findet im April 2002 die Basel-Show statt, die Weltmesse für Uhren und Schmuck.

Die Haute Horlogerie präsentiert sich

Auf mehr als 90.000 Quadratmetern präsentieren sich 2300 Aussteller aus etwa 40 Ländern. Sie zeigen vor versammelten Händlern, Handwerkern und Hostessen, was die Laboratorien der Haute Horlogerie (wie sich die besseren Uhrmacher gern nennen) an Neuem hervorgebracht haben und was im kommenden Herbst in den samtenen Vitrinen der Juweliere liegen wird.

Entsprechend tönt die Begleitmusik: "In dem Maße wie sich die Weltwirtschaft von materiellen zu immateriellen Anlagewerten hinbewegt", philosophiert der Messeführer, "könnten Luxusgüter mit ihrem emotionalen Wert am Ende eine der stabilsten Währungen der Zukunft sein." Tusch.

Chronograf mit Spitzentechnik: Die "De Ville Co-Axial" von Omega besitzt eine Hemmung, die ihr außergewöhnliche Präzision und Robustheit verleiht - ein Säulenrad-Mechanismus steuert die Genauigkeit der verschiedenen Zeitmesshebel.

Chronograf mit Spitzentechnik: Die "De Ville Co-Axial" von Omega besitzt eine Hemmung, die ihr außergewöhnliche Präzision und Robustheit verleiht - ein Säulenrad-Mechanismus steuert die Genauigkeit der verschiedenen Zeitmesshebel.

Foto: [M];mm.de
Uhrzeit im Bildschirm: Im Stil des Medienzeitalters kommt die "Hampton Spirit" aus der Genfer Manufaktur Baume & Mercier daher - das Zifferblatt gibt sich rechteckig wie ein Monitor.

Uhrzeit im Bildschirm: Im Stil des Medienzeitalters kommt die "Hampton Spirit" aus der Genfer Manufaktur Baume & Mercier daher - das Zifferblatt gibt sich rechteckig wie ein Monitor.

Foto: [M];mm.de
Zeit im Doppelpack: Die "Tank à Vis" von Cartier, gestaltet nach dem Muster des Klassikers von 1917, verfügt auf einem gemeinsamen Zifferblatt über zwei Zeitanzeigen, ideal für Wanderer zwischen den Welten.

Zeit im Doppelpack: Die "Tank à Vis" von Cartier, gestaltet nach dem Muster des Klassikers von 1917, verfügt auf einem gemeinsamen Zifferblatt über zwei Zeitanzeigen, ideal für Wanderer zwischen den Welten.

Foto: [M];mm.de
Globalisierungshelfer: Das Automatikmodell "L.U.C GMT" aus dem Schweizer Traditionshaus Chopard besitzt eine zweite Zeitzonenangabe, die dem Unsteten Auskunft über Tag und Nacht in der zweiten Heimat gibt.

Globalisierungshelfer: Das Automatikmodell "L.U.C GMT" aus dem Schweizer Traditionshaus Chopard besitzt eine zweite Zeitzonenangabe, die dem Unsteten Auskunft über Tag und Nacht in der zweiten Heimat gibt.

Foto: [M];mm.de
Kleine Stunde, große Minute: Nach dem Prinzip des klassischen Regulators, der die Minutenanzeige hervorhebt, hat Gerd-Rüdiger Lang, Inhaber des Münchener Uhrenwerks Chronoswiss, den "Régulateur à Tourbillon" gestaltet.

Kleine Stunde, große Minute: Nach dem Prinzip des klassischen Regulators, der die Minutenanzeige hervorhebt, hat Gerd-Rüdiger Lang, Inhaber des Münchener Uhrenwerks Chronoswiss, den "Régulateur à Tourbillon" gestaltet.

Foto: [M];mm.de
Starkes Herz, verrückte Konstruktion: Der Schweizer Uhrmacher Beat Haldimann stellt eine Uhr mit Zentraltourbillon vor, die mit allen Traditionen bricht. Wo sonst die Minutenradwelle das Zifferblatt durchstößt, dreht bei der "H 1" der "Wirbelwind" seine Kreise.

Starkes Herz, verrückte Konstruktion: Der Schweizer Uhrmacher Beat Haldimann stellt eine Uhr mit Zentraltourbillon vor, die mit allen Traditionen bricht. Wo sonst die Minutenradwelle das Zifferblatt durchstößt, dreht bei der "H 1" der "Wirbelwind" seine Kreise.

Magisches Quadrat: Die "Collection Golden Square" des Genfer Uhrmachers Roger Dubuis glänzt durch Exklusivität. Von den zehn Varianten der Baureihe gibt es jeweils nur 28 Exemplare.

Magisches Quadrat: Die "Collection Golden Square" des Genfer Uhrmachers Roger Dubuis glänzt durch Exklusivität. Von den zehn Varianten der Baureihe gibt es jeweils nur 28 Exemplare.

Foto: [M];mm.de
Mond in Bewegung: Die "Lange 1", Vorzeigemodell aus dem sächsischen Glashütte, hat jetzt eine Anzeige für die Phasen des Erdtrabanten bekommen, die dessen Lauf kontinuierlich aufzeichnet.

Mond in Bewegung: Die "Lange 1", Vorzeigemodell aus dem sächsischen Glashütte, hat jetzt eine Anzeige für die Phasen des Erdtrabanten bekommen, die dessen Lauf kontinuierlich aufzeichnet.

Foto: [M];mm.de
Wirbelwind im Goldgehäuse: Die "Classique Grande Complication" aus der Schweizer Manufaktur Breguet hat neben dem kleinen Zifferblatt viel Platz für das Tourbillon.

Wirbelwind im Goldgehäuse: Die "Classique Grande Complication" aus der Schweizer Manufaktur Breguet hat neben dem kleinen Zifferblatt viel Platz für das Tourbillon.

Foto: [M];mm.de
Nacktmodell: Ohne Hüllen zeigt die "247 Rétrograde" von Vacheron Constantin ihr Inneres - auch den Mechanismus für die Datumsanzeige in der oberen Skala.

Nacktmodell: Ohne Hüllen zeigt die "247 Rétrograde" von Vacheron Constantin ihr Inneres - auch den Mechanismus für die Datumsanzeige in der oberen Skala.

Foto: [M];mm.de


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Die Fanfare wird gleichzeitig auch in Genf geblasen. Dort präsentiert der Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH), die Konkurrenzveranstaltung zu Basel, angeführt vom Luxuskonzern Richemont, ebenfalls neue Gehäuse, Zifferblätter und Komplikationen. Erstmals sind hier die Marken Lange & Söhne, IWC und Jaeger-LeCoultre vertreten, vereinigt in dem Nibelungenhort, den Richemont-Chef Johann Rupert für sagenhafte 3,1 Milliarden Schweizer Franken aus dem Rhein gefischt hat - Hinterlassenschaft aus der Vodafone-Mannesmann-Übernahme.

Ein Überraschungsei für 130.000 Euro

Ein Überraschungsei für 130.000 Euro

In Basel erstrahlt gleich hinter dem Entree ganz in Weiß der futuristische Uhrentempel der Traditionsmanufaktur Patek Philippe. Der pompöse Stand wird umlagert von Menschen, die einen Blick auf das jüngste Überraschungsei aus dem ehrwürdigen Uhrenhaus werfen wollen - die so genannte "Ref. 5102 Himmel Mond".

Das Zifferblatt dieses Klotzes von Uhr zeigt in tiefstem Dunkelblau den Nachthimmel der nördlichen Hemisphäre. Gesehen aus der Perspektive der Sternwarte Genf, bildet der Polarstern die Achse für die Zeiger, um die sich das Himmelsgewölbe samt Milchstraße und Fixsternen dreht. Obendrein ist der Mond in seiner jeweiligen Stellung und Phase zu beobachten.

Möglich macht dieses Wunderwerk einer astronomischen Armbanduhr die Kombination eines komplexen Systems aus drei Saphirglasscheiben mit einem raffinierten Räderwerk, das auch noch die gravierenden Unterschiede zwischen Mond-, Sternen- und Uhrzeit ausgleicht und in 100 Jahren zu gerade mal 30 Minuten Abweichung führt.

Nur einer von den 180 Uhrmachern der Genfer Manufaktur kann diesen Himmelsmechanismus zusammenbauen. Folglich wird es pro Jahr nur 30 Stück des Schweizer Patentstücks CH 688 171 B5 geben - für rund 130.000 Euro. Ein Vergnügen für wenige.

Wenig Neues, viel Auffälliges

Preisgünstiger, wenn auch schlichter, fährt der Mond-Süchtige mit einem neuen Modell aus Glashütte im Erzgebirge. Dort hat die Manufaktur Lange & Söhne ihr Renommierstück, die oftmals bestaunte "Lange 1", mit einer Mondphasenanzeige bestückt. Wenn auch kein Sternenhimmel, so bleibt doch zumindest der Mond auf dieser Uhr kontinuierlich in Bewegung. Die Abweichung zwischen Uhr- und Mondzeit von 0,002 Prozent entspricht in 122,6 Jahren einem vollen Tag. Der Preis ist geradezu günstig: 21 200 Euro.

Abgesehen von einigen wenigen Ausreißern ist das Messejahr 2002 nicht eben reich an Überraschungen.

"Es gibt", kommentiert in Basel eine Frau vom Fach, "sehr wenige technisch interessante Neuheiten, aber sehr viel Konsolidierung und Komplettierung der Kollektionen." Auch die "FAZ" mault: "Größer, teurer und nur wenige schöne Innovationen". Fazit: "Die Uhren auf der Messe in Basel (und Genf) sind vor allem auffällig."

Philippe Léopold-Metzger, der in New York geborene, in Genf ansässige Piaget-Chef, sieht auch für die Zukunft eher schwarz: "Bahnbrechende Neuerungen wird es kaum noch geben, die technischen Möglichkeiten sind nahezu ausgereizt." Spielraum sieht Léopold-Metzger umso eher im Design, der äußeren Form der Zeitmesser.

Oftmals bedeutet dies lediglich: größeres Format. Angesagt, so scheint es, ist die XXL-Uhr. Durchmesser von weit über 40 Millimetern sind keine Seltenheit, wahre Ausrufezeichen am Handgelenk.

Klein-Manufakturen im Fokus

Klein-Manufakturen im Fokus

Geschuldet ist der Hang zu schierer Größe dem vorherrschenden Retro-Design. Viele Manufakturen besinnen sich auf legendäre Ur-Modelle ihrer Kollektionen. Die wurden oftmals für spezielle Extremsituationen entwickelt, in denen es auf Schlagfestigkeit ankommt und auf ein großes, deutlich ablesbares Zifferblatt. Für Flieger eben, Taucher, Rennfahrer und sonstige Abenteurer.

Manufakturen, die einen eher introvertierten, auf Eleganz bedachten Stil zum Ausdruck bringen wollen, vertrauen derweil auf eine lange vernachlässigte Form, das oben und unten gekappte Oval, Tonneau genannt. So haben etwa die Uhrmacher von Breguet, Cartier, Chopard oder Vacheron Constantin bewährte Werke in das Tonneau geschraubt. Mit ansehnlichen Ergebnissen.

Das geschäftliche Umfeld ist im Augenblick für die Hersteller feiner Uhren nicht schlecht. So meldete die Haute Horlogerie für 2001 laut Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Das Segment von Uhren ab 1500 Euro legte deutlich zu - bei den Stückzahlen um 7,1 Prozent, bei den Erlösen gar um 13,2 Prozent.

Reges Interesse aus Fernost

Vor allem die rege Nachfrage aus Fernost schiebt den Markt im Augenblick kräftig an. Sehr viele Journalisten aus Japan bevölkern die Schauplätze von Basel und Genf. Im Land der aufgehenden Sonne gebe es rund 20 erfolgreiche Fachzeitschriften zum Thema Uhren, keine kleinen Nischenbroschüren, sondern Hefte von 200 und mehr Seiten Umfang, begeistert sich ein Kenner.

Zugleich wächst das Interesse an eher abgelegenen Klein-Manufakturen. Die haben sich in der Académie horlogère des créateurs indépendants (AHCI) zusammengeschlossen: 22 selbstständige, schöpferisch tätige Uhrmacher, zumeist Schweizer, ein paar Deutsche, ein Brite, ein Däne, ein Niederländer. Und sogar ein Chinese, Kiu Tai Yu, der seinen Sitz in Hongkong hat.

Chronograf mit Spitzentechnik: Die "De Ville Co-Axial" von Omega besitzt eine Hemmung, die ihr außergewöhnliche Präzision und Robustheit verleiht - ein Säulenrad-Mechanismus steuert die Genauigkeit der verschiedenen Zeitmesshebel.

Chronograf mit Spitzentechnik: Die "De Ville Co-Axial" von Omega besitzt eine Hemmung, die ihr außergewöhnliche Präzision und Robustheit verleiht - ein Säulenrad-Mechanismus steuert die Genauigkeit der verschiedenen Zeitmesshebel.

Foto: [M];mm.de
Uhrzeit im Bildschirm: Im Stil des Medienzeitalters kommt die "Hampton Spirit" aus der Genfer Manufaktur Baume & Mercier daher - das Zifferblatt gibt sich rechteckig wie ein Monitor.

Uhrzeit im Bildschirm: Im Stil des Medienzeitalters kommt die "Hampton Spirit" aus der Genfer Manufaktur Baume & Mercier daher - das Zifferblatt gibt sich rechteckig wie ein Monitor.

Foto: [M];mm.de
Zeit im Doppelpack: Die "Tank à Vis" von Cartier, gestaltet nach dem Muster des Klassikers von 1917, verfügt auf einem gemeinsamen Zifferblatt über zwei Zeitanzeigen, ideal für Wanderer zwischen den Welten.

Zeit im Doppelpack: Die "Tank à Vis" von Cartier, gestaltet nach dem Muster des Klassikers von 1917, verfügt auf einem gemeinsamen Zifferblatt über zwei Zeitanzeigen, ideal für Wanderer zwischen den Welten.

Foto: [M];mm.de
Globalisierungshelfer: Das Automatikmodell "L.U.C GMT" aus dem Schweizer Traditionshaus Chopard besitzt eine zweite Zeitzonenangabe, die dem Unsteten Auskunft über Tag und Nacht in der zweiten Heimat gibt.

Globalisierungshelfer: Das Automatikmodell "L.U.C GMT" aus dem Schweizer Traditionshaus Chopard besitzt eine zweite Zeitzonenangabe, die dem Unsteten Auskunft über Tag und Nacht in der zweiten Heimat gibt.

Foto: [M];mm.de
Kleine Stunde, große Minute: Nach dem Prinzip des klassischen Regulators, der die Minutenanzeige hervorhebt, hat Gerd-Rüdiger Lang, Inhaber des Münchener Uhrenwerks Chronoswiss, den "Régulateur à Tourbillon" gestaltet.

Kleine Stunde, große Minute: Nach dem Prinzip des klassischen Regulators, der die Minutenanzeige hervorhebt, hat Gerd-Rüdiger Lang, Inhaber des Münchener Uhrenwerks Chronoswiss, den "Régulateur à Tourbillon" gestaltet.

Foto: [M];mm.de
Starkes Herz, verrückte Konstruktion: Der Schweizer Uhrmacher Beat Haldimann stellt eine Uhr mit Zentraltourbillon vor, die mit allen Traditionen bricht. Wo sonst die Minutenradwelle das Zifferblatt durchstößt, dreht bei der "H 1" der "Wirbelwind" seine Kreise.

Starkes Herz, verrückte Konstruktion: Der Schweizer Uhrmacher Beat Haldimann stellt eine Uhr mit Zentraltourbillon vor, die mit allen Traditionen bricht. Wo sonst die Minutenradwelle das Zifferblatt durchstößt, dreht bei der "H 1" der "Wirbelwind" seine Kreise.

Magisches Quadrat: Die "Collection Golden Square" des Genfer Uhrmachers Roger Dubuis glänzt durch Exklusivität. Von den zehn Varianten der Baureihe gibt es jeweils nur 28 Exemplare.

Magisches Quadrat: Die "Collection Golden Square" des Genfer Uhrmachers Roger Dubuis glänzt durch Exklusivität. Von den zehn Varianten der Baureihe gibt es jeweils nur 28 Exemplare.

Foto: [M];mm.de
Mond in Bewegung: Die "Lange 1", Vorzeigemodell aus dem sächsischen Glashütte, hat jetzt eine Anzeige für die Phasen des Erdtrabanten bekommen, die dessen Lauf kontinuierlich aufzeichnet.

Mond in Bewegung: Die "Lange 1", Vorzeigemodell aus dem sächsischen Glashütte, hat jetzt eine Anzeige für die Phasen des Erdtrabanten bekommen, die dessen Lauf kontinuierlich aufzeichnet.

Foto: [M];mm.de
Wirbelwind im Goldgehäuse: Die "Classique Grande Complication" aus der Schweizer Manufaktur Breguet hat neben dem kleinen Zifferblatt viel Platz für das Tourbillon.

Wirbelwind im Goldgehäuse: Die "Classique Grande Complication" aus der Schweizer Manufaktur Breguet hat neben dem kleinen Zifferblatt viel Platz für das Tourbillon.

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Nacktmodell: Ohne Hüllen zeigt die "247 Rétrograde" von Vacheron Constantin ihr Inneres - auch den Mechanismus für die Datumsanzeige in der oberen Skala.

Nacktmodell: Ohne Hüllen zeigt die "247 Rétrograde" von Vacheron Constantin ihr Inneres - auch den Mechanismus für die Datumsanzeige in der oberen Skala.

Foto: [M];mm.de


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Ihr Gemeinschaftspavillon in Basel, gestaltet aus edlen Holzpaneelen, in die Vitrinen mit lauter Preziosen eingelassen sind, wird umlagert wie kaum einer sonst. Hier befindet sich der Treffpunkt für die Kenner im Reich der Hemmungen, Anker und Unruhen, die in Gruppen zum Gedankenaustausch beieinander stehen. Eine letzte Gilde von geheimer Gelehrtheit.

Wundersames Konstrukt aus Thun

Dieses ehrwürdige Traditionswissen hat den Uhrmacher Beat Haldimann aus dem schweizerischen Thun zu einem wundersamen Konstrukt verführt: dem Zentraltourbillon seines Modells "H 1". Haldimann hat den filigranen Mechanismus, der den Einfluss der Erdanziehungskraft auf die Ganggenauigkeit ausgleicht, sichtbar im Zentrum des Zifferblatts montiert.

"Eine Armbanduhr mit einem Tourbillon zu bauen", kommentiert der Konstrukteur, "das ist eine wundervolle Aufgabe. Verrückt wird sie, wenn das übergroße fliegende Tourbillon sich mitten über dem Zifferblatt drehen soll. Verrückt vom konstruktiven Standpunkt her, unglaublich reizvoll vom Ästhetischen."

Und ansehnlich vom Preis: für das Gold-Modell seiner funkelnden Zeitmaschine verlangt Haldimann 68 200 Schweizer Franken.

Dresdner Unruh: Interview mit den Uhrmachern Lang und Heyne


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