Immobilien Glossar

Die Ausschüttungen amerikanischer, niederländischer oder österreichischer Immobilienfonds müssen deutsche Anleger im Ausland versteuern. Dennoch geht der deutsche Fiskus nicht leer aus: Das Auslandseinkommen fließt in die Berechnung des Steuersatzes ein. Insgesamt steigt die Belastung. Die Fachleute sprechen vom so genannten Progressionsvorbehalt.

Die Regel: "Je höher das Einkommen des Anlegers in Deutschland, desto weniger Steuern fallen auf die Auslandserträge an", erklärt Professor Christian Schmidt aus Nürnberg. Der Steuerberater von der Kanzlei Rödl & Partner hat ausgerechnet, wie viel den deutschen Steuerbehörden von den Auslandseinkünften zusteht:

Beispielsweise zahlt ein unverheirateter Anleger mit einem Jahreseinkommen von 150.000 Mark bei 10.000 Mark Ausschüttung rund 1200 Mark Steuern zusätzlich. Mit 500.000 Mark Verdienst erhöht sich die Steuerbelastung nur um 390 Mark.

Die Steuerreform: Ab 2005 reduziert sich die Belastung durch den Progressionsvorbehalt deutlich. Für den ledigen Anleger mit 150.000 Mark Jahresverdienst führt eine Ausschüttung von 10.000 Mark aus einem Holland-Fonds nur noch zu einer zusätzlichen Steuerlast von 973 Mark, bei 500.000 Mark Einkommen sind es nur noch 278 Mark.

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