Immobilien Österreich

Zahlreiche Konzerne und Beratungsunternehmen bauten ihre österreichischen Tochterfirmen in den vergangenen Jahren als Brückenkopf für ihr Osteuropa-Geschäft aus. Entsprechend zog die Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen an.

Besonders der Wiener Büromarkt boomt. Flächen über 500 Quadratmeter sind in der Donaumetropole nur schwer zu mieten. Weil die Spitzenmieten mit gut 40 Mark für den Quadratmeter vergleichsweise niedrig sind - in Frankfurt werden bis zu 95 Mark gezahlt -, sind die Aussichten für Steigerungen nicht schlecht.

Allerdings hat der Initiator des derzeit einzigen angebotenen Österreich-Fonds - weitere werden noch in diesem Herbst folgen - teuer eingekauft. Die Anleger müssen etwa das 19fache einer Jahresmiete für die Gebäude zahlen. Dieser so genannte Einkaufsfaktor liegt in den Niederlanden nur bei etwa 12 bis 14.

"Trotzdem ist die Offerte attraktiv", urteilt Tilman Welther von FondScope. Denn auf die prognostizierten Ausschüttungen von 6 bis 8 Prozent jährlich müssen deutsche Anleger entweder gar keine oder nur sehr geringe Steuern zahlen.

Etwa 7100 Mark der Einkünfte aus geschlossenen Immobilienfonds sind in Österreich pro Jahr steuerfrei. Von jeder Mark, die über dieser Freigrenze liegt, fordert der Fiskus zwischen 21 und 50 Prozent. Auch den Veräußerungsgewinn können die Fondsanleger komplett einstreichen, wenn sie das Gebäude nach frühestens zehn Jahren verkaufen.

Jonas Hetzer

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