Bücher Werkzeuge für Erfinder

Gute Einfälle sind oft das Ergebnis von Zufall oder Genialität. Doch Innovationen lassen sich planen. mm-Autor Heinz Metzen stellt Bücher vor, die dabei helfen.

Einführung

Europa war viele Jahrhunderte lang das Innovationszentrum der Welt. Heute liegen andere Nationen vorn. "Was ist passiert?" fragt die Roland Berger Foundation in diesem Buch. Acht Experten und 13 kreative Unternehmen aus Japan, den USA und Europa versuchen eine Antwort zu finden. Die Quintessenz fassen die Autoren in zehn Grundsätzen zusammen; außerdem empfehlen sie, die alte europäische Tugend der kulturellen Vielfalt wiederzuentdecken.

OTTO KALTHOFF/IKUJIRO NONAKA/PEDRO NUENO: "Zurück zur Spitze";
Midas Management, Zürich 1999, circa 288 Seiten, 68 Mark.



Unternehmenskultur

Nichts ist so gefährlich wie Erfolg, denn er macht übermütig oder träge. Auf die richtige Mischung kommt es an, so die These der Autoren: Nur "duale Firmen", die eine Balance zwischen Bewahren und Revolutionieren aufbauen, bleiben nachhaltig erfolgreich. Eines der fundiertesten und anschaulichsten Bücher zum Thema Innovation

M. L. TUSHMAN/CH. A. O'REILLY: "Innovation ist machbar";
Moderne Industrie, Landsberg 1998, 296 Seiten, 98 Mark.



Welche Rolle spielen Innovationen im Leitbild Ihres Unternehmens? Auf diese Frage antworteten 321 der 500 größten deutschen Firmen. Ein Teil der Visionen ist dokumentiert. Das Ergebnis: Auch wenn das Gros erst ganz am Anfang steht, es tut sich was.

ANDREAS DROSDEK: "Die Visionen der deutschen Unternehmen";
Haufe, Freiburg 1998, 373 Seiten, 198 Mark.



Strategie

Wer Innovation zur strategischen Aufgabe seines Unternehmens ausbauen will, erhält mit dieser Loseblattsammlung eine ständig aktualisierte Arbeitshilfe. In 15 Sektionen werden alle wichtigen Aspekte behandelt und Praxisbeispiele vorgestellt. Eine Kostprobe finden Interessierte im Internet unter url 

HEIKO BARSKE (HRSG.) : "Das innovative Unternehmen";
Gabler, Wiesbaden 1998, Loseblattwerk, 650 Seiten, 179 Mark.



Keine Neuheit ohne gute Idee. Wer die Erfindungskraft seiner Firma beleben möchte, erhält mit diesem Buch eine gut strukturierte Handlungsanleitung, wie sich die Kreativität auf allen Ebenen steigern läßt. Horst G. Kaltenbach deckt alle Bereiche des Unternehmens ab, Führung und Vertrieb eingeschlossen.

HORST G. KALTENBACH: "Das kreative Unternehmen";
Moderne Industrie, Landsberg 1998, 215 Seiten, 89 Mark.



Management

Welchen praktischen Nutzen ein systematisches Innovationsmanagement bietet, belegt dieses Buch. Anhand vieler Beispiele beschreiben prominente Autoren wie Peter Littmann und Edward de Bono, was das Management von Erfindungen im Alltag bedeutet. Das Buch zeichnet sich durch seine ansprechende Optik aus.

ARTHUR D. LITTLE (HRSG.): "Management von Innovation und Wachstum";
Gabler, Wiesbaden 1997, 347 Seiten, 89 Mark.




Innovationsmanagement ist ein eigenständiger betrieblicher Bereich. Damit er funktioniert, bedarf es spezifischer Strukturen, Prozesse und Verfahren. Wie sich diese aufbauen und verbessern lassen, zeigen Praxisbeispiele, Abbildungen und Checklisten.

RALF BURMESTER/ DIETMAR VAHS: "Innovationsmanagement";
Schäffer-Poeschel, Stuttgart 1999, circa 250 Seiten, 48 Mark.



Führung

Unternehmen, die Kultur und Management auf Innovation eichen wollen, brauchen einen völlig neuen Führungsstil: "Stewardship", der Chef als Diener seiner Mitarbeiter. Dafür haben wir im Deutschen kein Wort. Ein hervorragendes Führungsbuch.

PETER BLOCK: "Entfesselte Mitarbeiter";
Schäffer-Poeschel, Stuttgart 1997, 251 Seiten, 68 Mark.



Exoten im Management stören den normalen Arbeitsalltag. Gerade deshalb sind sie unverzichtbar. Denn lernende Organisationen brauchen systematische Störungen, um Innovationen hervorzubringen. Zehn solcher Querdenker kommen im Buch zu Wort.

ULRICH HIRSCH: "Exoten im Management";
Hanser, München 1998, 268 Seiten, 78 Mark.



Mitarbeiter

Innovation sei mehr als alles andere eine Frage der Psychologie, argumentiert Autor Berth im ersten Band seines zweibändigen Werks. Wie kreativ Unternehmen sind, hängt vor allem von der Persönlichkeit der Mitarbeiter und der richtigen Mischung der Belegschaft ab. Band zwei enthält detaillierte Fragebogen, mit denen Manager das Innovationspotential ihrer Firma testen können.

ROLF BERTH: "Der große Innovations-Test";
Econ, Düsseldorf 1997, 2 Bände, 432 Seiten, 248 Mark.



Innovationsberater sind teuer und nicht immer hilfreich. Da ist es manchmal sinnvoller - und billiger - , engagierten Nörglern aus den eigenen Reihen oder unzufriedenen Kunden zuzuhören. Wie Manager diese Informationsquellen am besten nutzen können, zeigt dieses Handbuch.

WAYNE BURKAN: "Jenseits des Mainstream-Denkens";
Econ, Düsseldorf 1997, 315 Seiten, 78 Mark.




Der Geist der Kreativität steckt nicht in betrieblichen Strukturen und Prozessen, sondern in den Menschen. Innovatives Arbeiten gelingt nur, wenn auch das gesellschaftliche Leben einfallsreicher wird. Voraussetzung, so die Autoren, sei kulturelle Vielfalt. Sie machen Lust darauf, mit der Buntheit verschiedener Gruppen zu leben.

DANIEL GOLEMAN/ PAUL KAUFMANN/ MICHAEL RAY: "Kreativität entdecken";
Hanser, München 1997, 216 Seiten, circa 36 Mark.



Marketing

Das Buch bietet mehr als Marketinginnovation. Aber Schwerpunkt und Optik sprechen besonders Kreative und Werber an. Wozu brauchen ausgerechnet die ein solches Buch? Weil Kreativität noch steigerbar ist.

MICHAEL LAMBERTZ/HERMANN GECKELER: "Total Innovation Management";
Econ, Düsseldorf 1996, 288 Seiten, 68 Mark.



Wie zuverlässig sind Trendprognosen? Wer so fragt, ist auf dem falschen Weg, lehren die drei Forscher. Trends entstehen nicht allein irgendwie draußen im Markt, sondern werden stark durch innovative Produkte gestaltet. Aber Vorsicht: Neuheiten müssen auf Marktbewegungen aufsetzen können. Wie das funktioniert, erklärt das Buch in trendsetzender Aufmachung.

BUCK/HERRMANN/ LUBKOWITZ: "Handbuch Trendmanagement";
Franfurter Allgemeine Zeitung Buch, Frankfurt 1998, 208 Seiten, 68 Mark.



Methoden Der Prozeß der Produktinnovation benötigt eine Reihe von Verfahren und Werkzeugen. Das Spektrum ist verwirrend: Simultaneous Engineering, Conjoint-Analyse, QFD, FMEA, Prototyping - das Buch klärt dieses Fachchinesisch.

ROMAN BOUTELLIER/RAINER VÖLKER: "Erfolg durch innovative Produkte";
Hanser, München 1997, 181 Seiten, 49,80 Mark.



Kreativität läßt sich lernen und systematisch verbessern. Der Autor weist den Weg. Das Buch ist gespickt mit Übungen, Aufgaben, Checklisten, Handlungsanweisungen, Anekdoten und einer Chronik der Erfindungen. Da macht Erfindenlernen Spaß.

MARTIN VOIGTMANN: "Genies wie du und ich";
Sauer-Verlag, Heidelberg 1997, 223 Seiten, 59 Mark.



Masaaki Imai und Kaizen sind fast schon Synonyme. Die japanische Methode der kontinuierlichen Verbesserung betrieblicher Prozesse und Strukturen wird hier an 21 Firmenbeispielen beschrieben und nachvollziehbar gemacht.

MASAAKI IMAI: "Gemba Kaizen";
Wirtschaftsverlag Langen Müller/Herbig, München 1997, 340 Seiten, 68 Mark.

Die Informationstechnologie hilft bei der Entwicklung neuer Produkte


Innovation: Kreativität läßt sich lernen 

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