Forum Leserbriefe

Freudvolle Gelage


Weinhandel:

mm-Test der Internet-Anbieter (mm 5/2001)

Ihr Artikel über die Weinvermarktung im Internet hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Ihre Zeilen haben überzeugend die Situation dargestellt und die derzeitige Ernüchterung nach freudvollen Internet-Gelagen aufgezeigt.

Nicht alles ist Gold, was ein "www" voranstellt. Deshalb verfolge ich als Geschäftsführender Vorstand der "Vier Jahreszeiten Winzer eG", Bad Dürkheim, zusammen mit verschiedenen Partnern ein etwas anderes Wein-Internet-Projekt. Unter der Adresse "dwein.de" etablieren wir ein Portal für deutschen Wein, das dem kundigen Konsumenten Hintergrundinformationen zur Verfügung stellt.

Der Clou des gesamten Projektes ist die Recherche. Nicht über schwierige Eingabemasken muss der Internet-User die Weine suchen, sondern lediglich über die Eingabe der AP-Nummer, der "Amtlichen Prüfnummer", die auf jeder Flasche Qualitätswein vorhanden ist und über die jedem Wein die analytischen Werte, aber auch der Erzeuger- beziehungsweise Abfüllerbetrieb und der Inhalt zugeordnet werden kann.

Curt-Christian Stoffel,
Ludwigshafen

Ende im Nirwana

Wagniskapital: Renditeprobleme bei Venture-Capital-Fonds (mm 5/2001)

"Es gilt mehr als je zuvor, die Spreu vom Weizen zu trennen", gibt IVC-Vorstand Bernd Schnell zum Besten ­ vermutlich ohne zu realisieren, dass dies inzwischen nicht nur für seine "Schäfchen", die Start-ups, sondern auch für ihn und seine Kollegen aus anderen Venture-Capital-Gesellschaften gilt.

Der Beobachter musste bei einzelnen VC-Gesellschaften den Eindruck gewinnen, dass ihre Aktivitäten weniger durch unternehmerisch erfolgreiches Handeln, sondern durch wenig fundierte PR- und Marketing-Rundumschläge und eine konsequent gezeigte Profilneurose gekennzeichnet waren. Offensichtlich war diesen VC-Firmen mehr an der eigenen Beweihräucherung und Vermarktung als an der qualitativ hochwertigen Unterstützung ihrer Start-ups gelegen.

Diese teilweise Verweigerung einzelner VC-Gesellschaften, den von ihnen finanzierten Unternehmen erfolgskritischen Support zu leisten, rächt sich nun gnadenlos:

  • Geschäftsideen entpuppen sich als wertlose Worthülsen.
  • Start-up-Managementteams mutieren zu einer sinnlosen Ansammlung aus dem "Family, Friends & Fools"-Kabinett.
  • Multimillionen aus den VC-Töpfen verenden im Nirwana.
Um zukünftig nicht zur Spreu zu zählen, werden die VC-Gesellschaften auch in einen erfolgskritischen Faktor investieren müssen, der bisher offensichtlich sträflich vernachlässigt wurde: das Humankapital.

Gerhard Maier,
Geschäftsführer, Köln

Bares Geld

manager magazin: Der Nutzen für die Leser

Ich lese das manager magazin seit ein paar Jahren. Und hat es mir etwas gebracht? Ja, die ganzen Unternehmensberater beanspruchen saftige Honorare ohne Erfolgsgarantie. Das manager magazin kaufe ich mir am Flughafen in Hongkong, und die Vielzahl von Tipps, die man darin findet, kann man zu 25 Prozent in bares Geld verwandeln, wenn man das manager magazin intensiv im Auge behält.

Ludwig Bornemann,
Honkong

Markengefasel

Essay: Hermann Simon über den Kern von Marken und die Gefahr, viel Geld mit dem Aufbau von Pseudomarken zu verschwenden (mm 6/2001)

Ich gratuliere Ihnen zu dem Essay über das "Markengefasel". Es wird ja nur keiner gern hören, fürchte ich, die Leute haben ja außer ihrem Spielzeug nichts, und wer lernt heute schon noch gern. Aber, gerade deshalb war's eben gut.

Professor Vilim Vasata,
Düsseldorf, Ex-Europa-Chairman von BBDO

Wie immer versteht Simon es vortrefflich, die Sache auf den Punkt zu bringen, und beschreibt den Wert einer Marke vortrefflich.

Einige Leute müssten ja eigentlich vor Scham im Boden versinken, wenn sie den Artikel lesen.

Dr. Rainer S. Simon,
Friedrich Grohe AG & Co. KG

Die Redaktion behält sich vor, Leserzuschriften zu kürzen.

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