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Internet-Managerin Titze fasziniert die große Zeit der Software-Cowboys.

Lewis, Michael: "Alle Macht dem Neuen";
Econ, München 2000, 332 Seiten, 39,90 Mark.

Auch bei mir hat das Online-Gaming die schöne Beschäftigung des Lesens noch nicht vollständig abgelöst. Meine derzeitige Lektüre befasst sich allerdings mit einer Branche, die mir vertraut ist: dem Internet.

2000 war das Jahr der Burnrate. Start-ups verbrannten, Geschäftsmodelle versagten. Vor diesem Hintergrund liest sich Michael Lewis' Porträt der Software-Cowboys im Silicon Valley fast wie eine nostalgische Retrospektive.

Lewis zeichnet die Entwicklung der New Economy nach, am Beispiel von Jim Clark, dem Gründer von Netscape. Über mehrere Jahre hinweg verfolgt der Autor Clarks Leben und seine Rolle im Mikrokosmos des "Valley" aus der Perspektive eines In-sider-Chronisten. Lewis macht deutlich, wie Clark und einige andere Nachwuchs-Millionäre zu Vorbildern für eine halbe Internet-Generation werden konnten.

Das Buch benutzt die Seefahrt als Metapher: Jim Clark baut die größte digital gesteuerte Segeljacht der Welt. Eine Jacht, die er nicht beherrscht und deren Odyssee zum Sinnbild für die Entwicklung einer ganzen Branche wird.

"Alle Macht dem Neuen" ist keine brillante Analyse. Wer jedoch eine launige Innenansicht der New Economy sucht, für den ist das Buch mit Sicherheit eine kurzweilige und pointierte Lektüre.

Erzählungen aus dem Managermilieu
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