Hotel Plaza Lifting für eine Legende

Das Wasser sprudelt aus goldenen Wasserhähnen, von den Decken hängen opulente Kronleuchter und per Touchscreen lässt sich zu jeder Tag- und Nachtzeit ein Butler rufen. Das legendäre New Yorker Hotel Plaza hat nach mehr als zwei Jahren Renovierung seine Pforten wieder geöffnet - und macht seinem Ruf als ultimative Luxusherberge alle Ehre.

New York - Ein Jahrhundert nach seiner ersten Eröffnung erstrahlt das Plaza in neuem Glanz: Das legendäre Haus an der Fifth Avenue hat eine 400 Millionen Dollar teure Schönheitsoperation hinter sich - und ist bereit für zahlungskräftige Bewohner und neugieriges Publikum.

Lang ist die Liste der Berühmtheiten, die es sich im Plaza haben gut gehen lassen: Ernest Hemingway saß regelmäßig an der Bar, die Beatles logierten bei ihrem ersten New-York-Besuch in den Gemächern, und Alfred Hitchcock drehte hier Szenen zu "Der unsichtbare Dritte".

Trotz der Immobilienkrise in den USA gilt das Haus als gefragte Adresse für Hotelgäste und Langzeitbewohner. Von den 282 Gästezimmern im Rokoko-Stil wurden 102 zu exklusiven Suiten umgebaut - 60 Prozent davon befinden sich in Privatbesitz.

Für Eigentumswohnungen wurden Rekordsummen geboten - Immobilieninvestor Harry Macklowe soll nach Berichten verschiedener Zeitungen für 50 Millionen Dollar gleich mehrere Appartements gekauft haben, um diese zu einer Riesen-Suite zusammenzulegen.

Butler per Touchscreen

Hotelgäste dürfen für 650 Dollar pro Nacht im opulenten Stil des Spätbarocks logieren. Angelehnt an die Mode zur Zeit des französischen Königs Ludwig der XV. sind die Zimmer üppig ausgestattet mit handgefertigten Möbeln, Accessoires und edlen Stoffen.

Das Wasser im Bad fließt aus goldenen Armaturen in ein Becken aus weißem Marmor. Auf jeder Etage steht ein Butler zu Diensten, mit dem der Gast vom Zimmer aus per Touchscreen-Monitor kommunizieren kann. Mit diesem speziell für das Plaza entwickelten Monitor steuern die Gäste alle wesentlichen Annehmlichkeiten und Funktionen des Hotelzimmers.

Wer möchte, kann sich rund um die Uhr das Essen aufs Zimmer bringen lassen - ansonsten wird im neu hergerichteten Palmenhof unter der rekonstruierten, 167 Quadratmeter großen Glaskuppel gespeist. Neben dem Palmenhof ist die neue Champagner-Bar und der Rose Club für New-York-Besucher geöffnet. Für festliche Veranstaltungen kann der große Ballsaal gemietet werden. Er hat Platz für 700 Partygäste.

Das Haus wird von der Fairmont-Gruppe geführt und ist im gemeinschaftlichen Besitz der Elad-Gruppe und der Kingdom Holding Company, der Firma des saudischen Milliardärs Prinz Talal Ibn Abd al-Asis.

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