Design Puristisch, verspielt und praktisch

Designer Ora-Ïto stellt sich die "Küche der Zukunft" als Kompaktmodell vor, Porsche geht unter die Handyhersteller, schräge Sofas und Stühle laden zum Rumlümmeln ein, und der Münchener Flughafen hat sich etwas Besonderes für Vieleinkäufer ausgedacht.

Ein Monolith

Alles aus einem Guss: Können Sie sich das auch für Ihre neue Einbauküche vorstellen? Wie ein Monolith hat der französische Designer Ora-Ïto die "Küche der Zukunft" von Gorenje kreiert. Hinter dem Markennamen Ora-Ïto verbirgt sich gar eine ganze Designlinie des Küchengeräteherstellers - vom Kochfeld über eine Dunstabzugshaube bis zum Geschirrspüler.

Der Shootingstar Ora-Ïto wurde übrigens bekannt, weil er sich angebliche Kreationen für Marken wie Gucci und Louis Vuitton ausdachte und sie auf seiner Internetseite veröffentlichte. Statt den Meister zu verklagen, wurde er mit Designaufträgen überhäuft. So war er auch schon für Apple, Levi's und Swatch tätig.

Klassisches Polster mit optischer Täuschung

Ein Klassiker

Schon mal auf Wellen gesessen oder noch besser geschlafen? Nirgends geht das besser als auf dem ABCD-Sofa, das einst Pierre Paulin entwarf. Auch wenn sich der Künstler vielleicht von einer weniger attraktiven Eierschachtel inspirieren ließ, wie es auf der Website des Herstellers Artifort heißt, herausgekommen ist ein Meisterstück. Aus Anlass des 80. Geburtstags von Paulin hat das niederländische Möbelunternehmen den alten Klassiker wieder neu aufgelegt.

Schöner hoch gestapelt

Schöner hoch gestapelt

Diesen futuristischen, an eine Muschel erinnernden, großmäuligen Stuhl hat sich Hakan Gür aus dem Team von Designnobis ausgedacht. Noch ist der Vierbeiner des türkischen Studios zwar ein Prototyp, man kann sich die Sitzgelegenheit aber durchaus in einer Bar im Szeneviertel vorstellen.

Ein Finger mit Wahlversprechen

Ein Finger mit Wahlversprechen

Während alle Welt dem neuen iPhone von Apple entgegenfristete - seit Freitag ist es in den USA auf dem Markt - präsentierten die Kreativen von Porsche Design kürzlich ihre eigene Version eines Handys - im Porsche-Stil, versteht sich.

Das Gehäuse ist aus einem massiven Aluminiumblock gefräst, der Bildschirm aus Mineralglas. Natürlich gehört zur Ausstattung ein MP3-Player, der Zugang ins Internet ist ebenfalls gewährleistet und die Foto- und Videokamera verfügt über einen Zoom.

Besonderer Clou: Ein Sensor liest Fingerabdrücke. Das führt nicht nur dazu, dass man nicht umständlich eine Pin-Nummer eingeben muss, nein, die Abdrücke der verschiedenen Finger können auch unterschiedlichen Telefonnummern zugeordnet werden. Der Abdruck des Ringfingers trägt dann beispielsweise die Nummer der Ehefrau, während der Daumen sich an das Büro wenden könnte, oder ähnlich.

Das P'9521 baut die Designschmiede mit dem französischen Mobilfunkexperten Sagem zusammen. Im Herbst soll es in den Handel kommen.

Einfach Anti

Einfach Anti

Wer denkt, hier handele es sich um einen Scherzartikel, der hat sich getäuscht. Denn in Wahrheit ist diese sonderbare Verpackung, die so gar nicht mit dem Titel "No Smoking" zusammenpasst, 15,5 mal 21,5 Zentimeter groß. Drin stecken nicht Hunderte Glimmstängel, sondern ein 400 Seiten umfassendes Buch, das sich - anders als der Titel vermuten lässt - den Rauchern widmet.

250 Abbildungen zeigen Hollywood-Legenden, Politiker und Schriftsteller, wie sie mal mehr mal weniger schmachtend an der Zigarette saugen. Wer konnte das schon anmutiger als Marlene Dietrich oder träumerischer als James Dean? Erschienen ist das Buch im französischen Verlagshaus Assounline.

Der Flughafen und die Vieleinkäufer

Die Vieleinkäufer

Vielfliegerprogramme, Bonuspunkte - wie belohnt man Fluggäste und verhindert ein Abwandern zu anderen Fluggesellschaften - womöglich noch günstigeren? Dieses Problem dürfte der Münchener Flughafen nicht haben, denn wer durch die Luft nach München anreist, kommt wohl kaum um das Ismaninger Rollfeld herum. Nun hat sich die Flughafengesellschaft etwas Besonderes für ihre kaufkräftige und auffallend kauffreudige Kundschaft ausgedacht. Denn, so wird berichtet, auf dem Flughafen wird kräftig eingekauft. Vor allem Markenhersteller sollen davon reichlich profitieren.

Damit die fliegenden Konsumenten ihren Rausch also voll ausleben können, ohne nachher ihre Tüten und Taschen im Handgepäckfach oder unter den Sitz des Vordermanns quetschen zu müssen, wurden im Flughafen kürzlich mehrere Schließfächer aufgebaut, die man vor dem Abflug füllen und nach der Landung bei der Gepäckausgabe wieder leeren kann. "Shop in the Box" nennt sich der neue Service. Sollte sich das Konzept bewähren, wollen die Betreiber die Idee auch an andere Flughäfen exportieren.

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