Rosenthal Bauhaus in Porzellan

Einst entwarf der Architekt Walter Gropius für Philip Rosenthal Geschirr und Gebäude. Jetzt widmet sich das Bauhaus-Archiv Berlin der langjährigen Beziehung - mit einer Hommage an Philip Rosenthal.

Berlin - Das Bauhaus-Archiv und die Rosenthal AG ehren ihren langjährigen Vorstandsvorsitzenden mit einer umfassenden Retrospektive.

40 Jahre lang hat Philip Rosenthal das Unternehmen entscheidend geprägt. Die Ausstellung zeigt die Höhepunkte der Arbeit unter seiner Leitung: die Rosenthal Studio-Linie in Zusammenarbeit mit international anerkannten Designern und Künstlern, ausgewählte Stücke aus dem Möbelprogramm sowie Porzellan-Objekte der Rosenthal Limitierten Kunstreihe, sagte eine Sprecherin des Bauhaus-Archivs.

Zu Ehren des 2001 gestorbenen Philip Rosenthal haben außerdem 17 international renommierte Künstler, mit denen er zusammengearbeitet hat, je ein limitiertes Wandobjekt aus Porzellan entworfen. Diese zum Teil sehr persönliche Hommage ist ebenfalls Teil der Ausstellung (noch bis 9. Februar 2004).

Ehre posthum

Die Zusammenarbeit mit den führenden Künstlern seiner Zeit brachte Philip Rosenthal auch dazu, Walter Gropius mit dem Bau zweier vorbildlicher Fabriken in Selb und Amberg zu beauftragen. Darüber hinaus entwarf der Begründer des Bauhauses auch das bekannte, heute noch erhältliche Teegeschirr TAC 1 - ein Design-Klassiker der Rosenthal Studio-Linie.

1969 wurde Philip Rosenthal Vorstandsvorsitzender des Bauhaus-Archivs. Er setzte den Bau des nach Entwürfen von Walter Gropius errichteten Museumsgebäudes am Berliner Landwehrkanal durch. Damit trug Philip Rosenthal entscheidend zum internationalen Renommee des Instituts bei. So findet diese Ausstellung in dem 1979 von ihm eröffneten Gebäude einen würdigen Platz.

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