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Testfahrt Ausfahrt mit dem All-in-one-Lastenrad

Cargoräder sind normalerweise groß und sperrig. Das Loden One ist es nicht – und trotzdem eine große Hilfe im Alltag.
aus manager magazin 7/2022
Packstation: Das Loden One lastet ganz schön was weg, sieht aber nicht so aus

Packstation: Das Loden One lastet ganz schön was weg, sieht aber nicht so aus

Foto: PR

Als ich begann, mich näher mit dem Loden One zu beschäftigen, wurde mir die Grausamkeit der deutschen Sprache mal wieder klar: Das Loden ist ein Lastenrad. Ein nützliches Fahrrad also, das vor allem zum Einsatz kommt, wenn Großes und Schwereres transportiert werden soll. Der Wochenendeinkauf etwa, Weinkisten, vor allem aber auch: Kinder. Kinder, eine Last, geht’s noch? Die Gründer von Loden sprechen – das macht sie gleich sympathisch – im Deutschen meist vom "Nutzfahrrad". Weil aber auch Spaß höchsten Nutzen darstellt, ist es vielleicht doch ganz gut, dass die englische Sprache für Ausweichmanöver zur Verfügung steht.

Das Loden, so wirbt der Hersteller aus den USA, will ein "One for all"-Rad sein, ein Bike für den gesamten Alltag. Es soll von allem ein bisschen können: pendeln, packen und parken. Gerade letztere Disziplin liegt ihm mit seiner sehr kompakten Länge von 1,74 Meter deutlich besser als vielen anderen der pedalbetriebenen Schwertransporter mit ausufernden Kisten.

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Cargo-Rad Loden One

Foto: PR

Tatsächlich meistert das 26-Kilogramm-Rad den Alltag glänzend. Die Gesamtkapazität fällt mit 135 Kilo für ein Cargobike eher gering aus, wobei die Gepäckträger an Front und Heck mit jeweils maximal 25 Kilo beladen werden dürfen. Das reicht für ein Kind im Kindersitz hinten wie den Wochenendeinkauf vorn. Wobei, hier beginnen die Einschränkungen: wer das Loden One fährt, sollte eher Wein- als Biertrinker sein. Selbst der große Korb (70 Euro Aufpreis) fasst ohne zusätzliche Sicherung keine handelsübliche Pils-Kiste.

Für Loden-Gründer Kiyoshi Iwai, einen bekennenden Umweltschützer und Surfer, ist das Loden eine Antwort auf die Verkehrsprobleme in seiner Wahlheimat Los Angeles in Kalifornien. Die Batterie ist mit etwa 150 Kilometern Reichweite entsprechend üppig proportioniert; der Motor Steps E6100 von Shimano läuft angenehm leise und arbeitet deutlich ruhiger als die Konkurrenz von Bosch. Das passt.

Leider nervte der Antrieb öfter mit einer Fehlermeldung: "W013". In der Bedienanleitung hieß es dazu, der Drehmomentsensor sei inaktiv. Das bedeutete: Absteigen. Akku aus- und wieder anstellen. Weiterfahren. Nicht schlimm, aber irgendwie doch eine Last.

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