Zur Ausgabe
Artikel 49 / 50
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Fotostrecke

Fettes Teil - Das E-Bike Flyer Goroc 2 in Bildern

Ausfahrt mit dem Flyer Goroc2 E-Bike SUV auf zwei Rädern

Das E-Bike Flyer Goroc2 hat den stärksten verfügbaren Motor. Trotzdem ist es mitunter zu behäbig.
Von Wilfried Eckl-Dorna aus manager magazin 11/2020

Die Frage, wie man sich in bevölkerungsreichen Gegenden von A nach B bewegt, ist zu einem verminten Sujet geworden. Verbrenner oder Elektro, klein oder groß ("praktisch"), kaufen oder sharen? Seine Ruhe hat, wer auf zwei Räder umsteigt. Und wer dann noch die Elektrovariante wählt, muss nicht einmal den Schweiß des Gelegenheitspedalisten fürchten, um fast so geschwind zu sein wie mit dem Auto.

Die Schweizer Firma Flyer baut seit 25 Jahren ausschließlich E-Bikes. Diese Erfahrung zeigte sich auch schnell an unserem Testrad, dem Goroc2. Seine Verarbeitung erwies sich als makellos: Auch bei ruppigerer Fahrweise klappert beim Goroc2 nichts. Die Vordergabelfederung ist per Drehrad in acht Stufen einstellbar. Das hilft, wenn es etwa viel über Kopfsteinpflaster geht.

E-Bike im Abo – bringt das was?

Beim Test des Flyer GoRoc2 haben wir auf eine ungewöhnliche Art der Test-Nutzung gesetzt: Wir haben das Rad mit einem Flatrate-Abo des Anbieters eBike Abo  probeweise "geleast", dem Vermieter mit der nach Eigenangaben größten Zahl an unterschiedlichen Modellen.

Ausgeliefert wird das Goroc2 ab Werk mit einem Gepäckträger, der kompatibel ist mit dem Zubehör der Firma Racktime. Damit lassen sich deren Fahrradtaschen einfach am Träger einklicken. Wichtig, wenn man vielleicht doch einmal sportlicher fahren und seine Bürokleidung deswegen erst am Zielort anlegen will. Im Goroc2 baut Flyer den derzeit schubkräftigsten E-Motor am Markt ein. Mit dessen Drehmoment lassen Sie andere E-Bike-Fahrer beim Ampelstart getrost hinter sich. Die passende Elektrounterstützung fürs Treten lässt sich via Fernsteuerung am Lenker in vier Stufen regeln. Im Stadtverkehr empfiehlt sich die Automatikeinstellung.

Ausfahrt: Flyer Goroc2

Panasonic-Elektromotor mit
250 W Leistung
630 Wh Akku
100 km Alltagsreichweite
26 kg Gewicht (mit Akku)



Bei manchen Details schwächeln die Schweizer aber: Vom Goroc2 gibt es keine Variante mit niedrigerer Einstiegshöhe. Navigationsrichtungspfeile lassen sich zwar direkt im Lenkerdisplay anzeigen, das aber einen Aufpreis kostet und nur gekoppelt mit der Outdoor-App Komoot auf dem eigenen Smartphone funktioniert. Der Standardakku bietet knapp 100 Kilometer Reichweite, benötigt aber fast drei Stunden für die Vollladung.

Dicke Alurahmen, breiter Lenker und insgesamt 26 Kilo Gewicht machen das Goroc2 nicht gerade zum Agilitätsmeister. Wenn die E-Unterstützung bei 25 km/h schwindet, bleibt ein schwerfälliges Gefährt übrig, das vielen bekannt vorkommen mag: Bequem, aber nicht gerade sportlich zu fahren. Eine Art SUV auf zwei Rädern.

Zur Ausgabe
Artikel 49 / 50
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel