Boxbote-Mitgründer, Produktdesigner und Preisträger: David Wojcik
Boxbote-Mitgründer, Produktdesigner und Preisträger: David Wojcik
Foto: Martin Diepold/Rat für Formgebung

German Design Award Newcomer-Design-Award für David Wojcik

Im Rahmen des German Design Awards 2021 gewinnt Jungunternehmer David Wojcik den Newcomer-Preis. Mit seinen Produkten gibt der Gestalter kluge Antworten auf medizinische Herausforderungen.
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Mit der Auszeichnung als "Newcomer" honoriert der Rat für Formgebung junge Designerinnen und Designer, die durch außergewöhnliche Leistungen und kreatives Talent auf sich aufmerksam machen.

Preisträger des Jahres 2021 ist der gebürtige Augsburger David Wojcik (32). Der Produktdesigner ist Mitgründer zweier Firmen, der Design- und Marketingagentur Innoit und sowie des Lieferlogistikers Boxbote, wo er sich neben dem Produktdesign um Marketing und Kommunikationsdesign verdient macht. Sein Antrieb: Mit seinen Produkten will Wojcik "Probleme lösen". Wir zeigen seine spannendsten Projekte:

Foto: Daniel Banner / Rat für Formgebung
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Hilferufer: Als Ausrüstung für Sicherheitskräfte auf Großveranstaltungen wie Festivals oder Volksfesten lässt sich dieses "Balloo" genannte Hilfsgerät etwa am Gürtel tragen. Im Notfall lässt es sich per Knopfdruck zum weit sichtbaren Signalballon entfalten, der Notärzten und Rettern den Weg zu einer verletzten Person im Gedränge weist. Für Menschen, die sich in einer lebensbedrohlichen Situation befinden, soll so schnellere Hilfe ermöglicht werden.

Foto: David Wojcik
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Der rote Signalballon füllt sich mit Helium und steigt auf 3,5 Meter Höhe, zusätzlich sorgen Lichtsignale für Sichtbarkeit im Dunkeln. Am Boden projiziert der "Balloo" einen roten Leuchtkreis um die verunfallte Person, was andere Personen im Gedränge zur Rücksicht anhalten soll.

Foto: Blair Smith, Montage: David Wojcik
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Lebensretter: Mit dem "Bloop" hat Wojcik ein medizinisches Gerät entwickelt, mit dem bei Operationen austretendes Blut gesammelt und dem Patienten anschließend zurückgegeben werden kann. Damit will der Designer dem Mangel an Blutreserven in Schwellenländern entgegentreten.

Foto: David Wojcik
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"'Bloop' arbeitet nach einem einfachen Siphon-Prinzip, bei dem das Blut eines Patienten ohne Pumpen bergauf fließen kann. Zu Beginn fließt ein blutverdünnendes Arzneimittel im Gefäß durch das Röhrchen. Dies erzeugt eine Schwerkraft, die das Wundblut nach unten fließen lässt. Das Blut wird dann gefiltert und in einem Blutbeutel auf einer Höhe entladen, die niedriger als die Oberfläche der mit Blut gefüllten Wunde ist", erklärt der Designer. Das Gerät ist wiederverwendbar, nicht elektrisch betrieben und soll für 10 Dollar vertrieben werden.

Foto: David Wojcik
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Hölzerne Wahrheit: Laut Wojcik ist seine "Woodscale" die erste Personenwaage, die komplett aus Holz hergestellt ist. Auch sie funktioniert vollkommen frei von Elektronik: Der Designer hat sich die besondere Flexibilität von Eschenholz zunutze gemacht, welches je nach auf ihm lastenden Gewicht nachgibt ...

Foto: David Wojcik
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... und elastische Markierungsstäbchen umbiegt. Das Körpergewicht ist dann anhand der umgebogenen Stäbchen ganz einfach auf der ins Holz geprägten Kilogrammmarkierung ablesbar.

Foto: David Wojcik
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Rückenschoner für Pflegekräfte: Die mobile Hebehilfe "Hebix" hilft Menschen wieder auf die Füße. Das leichte, faltbare Gerät wird bereits seit 2016 in der häuslichen Pflege verwendet, um auf den Boden gefallene Menschen, mit wenig Kraft wieder in eine sitzende Position zu bringen. Wojcik hat sie mit dem Pflegetechnikhersteller Aacurat weiterentwickelt. Durch die speziell geformten Kanten des Abrollprofils sollen die zum Heben eines Patienten erforderlichen Kräfte auf 60 Prozent reduziert werden.

Foto: David Wojcik
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Der "Newcomer"-Preis ist mit einer Dotierung in Höhe von 15.000 Euro verbunden. Um die Auszeichnung kann man sich nicht bewerben – die Nominierten werden von Hochschulen oder dem Rat für Formgebung vorgeschlagen. Die international besetzte Jury des German Design Awards wählte aus allen Nominierten fünf Finalisten (im Bild) aus . Bewertet wurde etwa nach der stilistischen Eigenständigkeit des Designs, dem Entwicklungspotenzial, dem Innovationsgrad sowie nach symbolischem und emotionalem Gehalt.

Foto: Daniel Banner / Rat für Formgebung
cs
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