Dienstag, 19. November 2019

Luxusuhren Edle Zeitmesser aus der Provinz

2. Teil: Auf den langen Weg in die USA

Auf den langen Weg in die USA

Dornblüths "Vertriebsabteilung" in Gestalt seiner Lebensgefährtin Anja Wernecke konzentriert sich vor allem auf das Internet. Daneben führen einige ausgewählte Händler in Deutschland sowie in Spanien und den Niederlanden die Marke aus der altmärkischen Provinz.

"Ein neuer Vertriebspartner stellt unsere Uhren derzeit auf Roadshows in den USA vor", berichtet Wernecke. "Er plant auch ein Geschäft in Las Vegas." Neben den USA sind die stärksten Auslandsmärkte derzeit Japan und die Niederlande, aber auch in Hongkong und Australien tragen manche eine "Dornblüth" am Handgelenk.

Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte 1999, als Vater Dieter, ebenfalls Uhrmachermeister, und Sohn Dirk bei einer Familienfeier damit begannen, auf einer Serviette erste Grundzüge eines eigenen Uhrwerks zu skizzieren. Nach monatelangen Tüfteleien, inspiriert von alten Katalogen, waren schließlich die ersten beiden Grundmodelle fertig.

Der Beginn der ersten Fertigung dauerte allerdings noch: "Große Kredite für einen teuren Maschinenpark waren nicht drin, also improvisierten wir", schildert Dirk Dornblüth den schwierigen Start seiner Luxusuhrenschmiede. Daher baute er diverse kleine Fräs-, Dreh- und Bohrmaschinen - teils Jahrzehnte alt - nach seinen Bedürfnissen um. Bestimmte Teile wie die ersten Gehäuse, Federn und Zeiger besorgte er aus Konkursmassen oder tauschte sie gegen ein Patent. Noch heute baut er manche dieser Teile in seine Uhren ein.

Stefan Kruse, dpa

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