Messe Schöner wohnen im Büro

Eine Siesta im Schlafstuhl erhöht die Leistungsfähigkeit, ein intelligenter Schreibtisch fördert Flexibilität und der sensorgespickte Teppich verrät, wer sich im Vorzimmer bewegt. Die diesjährige Büromöbelmesse präsentiert den Arbeitsraum der Zukunft.

Köln - Eine Wipp-Liege für ein kurzes Nickerchen in der Mittagspause zur Steigerung der Leistungsfähigkeit darf im Büro der Zukunft nach Expertenmeinung nicht fehlen.

Das ist eine Neuheit auf der Büromöbelmesse Orgatec, die noch bis zum 23. Oktober geöffnet ist. Ein deutscher Hersteller zeigt dabei den Stuhl "Think". Der Clou dabei: Er stellt sich automatisch auf das Körpergewicht und die benötigte ergonomisch sinnvolle Sitzposition des Benutzers ein.

"Der Trend geht dahin, dass der Arbeitsplatz eine harmonische Einheit bilden muss, in der sich der Mitarbeiter auch wohlfühlt", sagte Hans-Joachim Weimann, Sprecher des deutschen Büromöbelverbands.

Dazu zählen etwa Sessel, an denen man einen Laptop anschließt, aber zwischendurch auch entspannen oder mit Kollegen sprechen kann, wie Weimann sagte. Zudem seien Büromöbel für Kommunikationsecken gefragt, die den Austausch der Mitarbeiter untereinander für ein effizienteres Arbeiten fördern.

Passt sich automatisch an Körpergewicht und Wirbelsäule an: Der Stuhl "Think" von Steelcase

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Immer wissen wann der Chef kommt: Der "Thinking Carpet" nimmt Bewegungen und Gewicht wahr

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Chefsessel im Retrolook: Interstuhl präsentiert "Silver"

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Aus dem Stehgreif gelingt's am Besten: Hund Büromöbel präsentiert einen Sitzsteharbeitsplatz

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Impressionen von der Orgatec:
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Weltweit zum ersten Mal ist der intelligente Teppich mit Sensoren zu sehen. In das Textil sind Sensoren und leitfähige Fäden eingearbeitet, die an einen Rechner Daten übertragen. Dabei ist es möglich, die Position eines einzelnen Menschen festzustellen oder auch die Anzahl der im Raum befindlichen Personen.

Der Teppich kann nach Herstellerangaben als Temperaturregler genutzt werden oder auch als intelligente Alarmanlage dienen. Zudem sei auch eine Notfall-Funktion möglich, die beispielsweise allein stehende Menschen nutzen könnten.

Die internationale Fachschau zeigt auch Lösungen für das so genannte Desk-Sharing, bei dem sich mehrere Mitarbeiter einen Arbeitsplatz teilen. Der Schreibtisch eines niederländischen Herstellers etwa stellt sich über eine Chipkarte und Sensoren automatisch auf das benötigte Profil des einzelnen Nutzers in puncto Höhe, Beleuchtung sowie Computerposition ein.

Mit dem System "Cube" eines deutschen Anbieters können in Großraumbüros variable und geschlossene Arbeitsplatzeinheiten für etwa Konferenzen installiert werden. Zur Orgatec werden in diesem Jahr erneut rund 60.000 Besucher in den Hallen am Rhein erwartet.

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