Photokina 2004 Spieglein, Spieglein ...

Foto-Saurier von Leica und Canons Pixelgiganten bilden das extreme Spektrum der diesjährigen Messe. Einzig eint sie der Spiegelreflex. Leica, Canon, Nikon, Fuji, Olympus und Konica-Minolta präsentieren stolz ihre neuesten analogen Alphatiere und digitalen Prachtexemplare.
Von Isa von Bismarck-Osten

Hamburg - "I am a film-dinosaur", bekennt Gero Furchheim, Unternehmenssprecher von Leica , auf dessen Revers eine bunte Dino-Brosche prangt. "Man muss den veränderten Zeiten auch einmal mit Humor begegnen und die Leute damit verblüffen", schmunzelt er.

Leica Camera hatte in den vergangenen Jahren nicht viel zu lachen, denn das deutsche Traditionsunternehmen aus Solms hat den Absprung in den digitalen Massenmarkt nicht geschafft.

Alles was bleibt, ist ein Nischen-Dasein. "Das scheint uns für unser Unternehmen das Richtige", sagt Furchheim tapfer. "Analoge Kameras sind Instrumente der Kreativität. Die Verbundenheit von Fotografen zu ihren Instrumenten gibt uns Hoffnung für die Zukunft", so Furchheim. Im Geschäftsjahr 2003/2004 ging der Umsatz um 25 Millionen Euro auf 119 Millionen Euro zurück.

Die analoge Technik bleibe auch weiterhin der Hauptfokus des Unternehmens, bekräftigt der Sprecher. Die zur Photokina präsentierte Weltneuheit im Kleinbildsystem, eine digitale Rückenwand für die analogen Spiegelreflexkameras des Typs R8 oder R9, sei daher keinesfalls als "zukunftweisender Schritt in Richtung Digitalisierung" zu sehen, so Furchheim.

Die Weltneuheit im Kleinbildformat: Die R9 fotografiert analog und digital

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Die R9 und der Pixel-Rucksack: In einer Minute von analog zu digital

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Leica probt fürs post-analoge Zeitalter: 2006 kommt das legendäre Modell M in digitaler Version

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Leica digital
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Das digitale Update, das die Investition eines R8- oder R9-Besitzers schützt, wandelt die Kameras innerhalb einer Minute in eine digitale 10-Megapixel Kamera um. Und das geht so: Man hakelt die Kamera-Rückwand aus und hakt an gleicher Stelle das digitale Rückenteil ein. Über eine Kontaktleiste unterhalb der Filmschiene nimmt das Gehäuse nun Kontakt zu dem Pixel-Rucksack auf.

Analog oder digital ist kein Dogma mehr

Analog oder digital ist kein Dogma mehr

Über Speicherinformationen, die in jedem Leica-Objektiv stecken, erkennt das Rückenteil zudem, um was für ein Objektiv es sich handelt und wie die Brennweite umgerechnet werden muss. So wird aus einer 21mm Brennweite des Analog-Objektivs eine 28mm-Brennweite, wenn digitale Technik dahinter steckt.

Die neue Profi-Kamera ist ohne große Umgewöhnung zu bedienen. Das reduzierte Menü erschließt sich über ein user-freundliches Wählrad. Ein weiterer Pluspunkt sei der gut zugängliche Sensor, der bei dieser Kamera offen, und nicht wie bei anderen Kameras versteckt liegt, so Furchheim. "Jedes Staubkorn, das die Fotoqualität beeinträchtigen könnte, ist ganz leicht zu entfernen.

"Analog oder Digital ist bei uns keine Grundsatzfrage mehr", erklärt Furchheim, "sondern nur noch eine spontane Entscheidung". Doch diese Spontaneität hat ihren Preis: Allein das digitale Update kostet bereits 4500 Euro. Ein preiswerteres Modell plant Leica für 2006. Dann soll auch eine digitalisierte Messsucherkamera mit 10 Megapixeln auf den Markt kommen.

Statt berechtigter Zukunftssorgen über den wegbröckelnden Analogmarkt äußert Furchheim Wachstumshoffnungen: "Von der traditionellen Fotografie geht eine große Faszination aus. Wir können uns vorstellen, dass sich der Marktanteil der Analogkameras in Zukunft bei 10 bis 15 Prozent einpendelt. Vielleicht kommt es sogar wieder zu einem Gleichgewichtsverhältnis zwischen analogen und digitalen Kameras", träumt der Leica-Sprecher.

50-Jahre Leica-M

Ganz im Zeichen der Analog-Faszination feiert man auf dem Photokina-Stand das 50-jährige Bestehen des Leica M-Systems. Die Reportagekamera des Jahres 2004 gibt es jetzt in einer Titan-Jubiläumsversion im Handel. Der besonders schwer zu fräsende Werkstoff Titan erfüllt "Leicas Vorstellung von Perfektion", so Furchheim, da er sehr leicht aber gleichzeitig äußerst hart sei.

Die Gesamtauflage beschränkt sich jedoch auf 550 Stück. Davon tragen 50 Kameras eine Jahreszahl aus den Jahren 1954 bis 2004 und werden zusammen mit drei dazugehörenden Objektiven für 20.000 Euro angeboten. Die restlichen 500 Stück ohne Jahresgravur sind mit nur einem Objektiv für 10.000 Euro erhältlich.

Leica-M lässt Sammlerherzen höher schlagen

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Doch Furchheim warnt die Sammler vor Enttäuschungen: "Die Kameras sind schon so gut wie ausverkauft". Wer dennoch versuchen möchte, sich ein Exemplar zu sichern, der solle sich an die großen Fotohändler wie Foto Gregor in Köln oder Foto Meister in Hamburg wenden.

50 Jahre Leica-M: Technische Perfektion in Titan

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Set für 20.000 Euro: Titan-Kamera mit drei Objektiven

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Leica's Vorstellung von Perfektion: Der schwer zu fräsende Werkstoff ist ultraleicht, aber besonders hart

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M à la Carte: Leder, Knöpfe und Gravur nach individuellen Wünschen

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Die Kölner Hohenzollernbrücke: Ein Abzug des Original-Negativs von Oskar Barnack

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Leica-M: Mit geradem Rückspulknopf

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Leica-Prototyp 2: Altehrwürdig im Leder-Etui

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Oskar-Barnack-Geburtstags-Set: Der Prototyp mit DVD, Buch und Foto vom Origial-Negativ

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Von Hinten: Ein Portrait Oskar Barnacks ziert den Prototyp

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Neben der Jubiläumsversion wartet Leica noch mit weiteren Design-Ideen für das M-System auf. Mit dem Programm M a`la Carte kann nun jede Kamera gemäß individuellen Wünschen angefertigt werden. Wählbar ist unter anderem die Art und Farbe des Leders, in das die feine Technik eingeschlagen ist. Oder man entscheidet über das Weglassen der Typbezeichnung - ein Segen für alle, die Understatement pflegen.






Leica feiert Jubiläen und Design-Ideen
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Stattdessen können individuelle Gravuren wie der Name, die Unterschrift, ja sogar das Wappen des Besitzers in das Metallgehäuse geritzt werden. Auch die Bedienungselemente, insbesondere die Rückspulknöpfe werden zur Geschmackssache. Praktisch, aber nicht stoßsicher ist die Geradausführung. Etwas schwerfälliger aber dafür stoßunempfindlicher ist dagegen die Schrägausführung. Die Preise für eine individuelle Anfertigung schwanken je nach Aufwand zwischen 3500 und 4500 Euro, in denen der Grundpreis der Leica-M von 3100 Euro enthalten ist. Die Anfertigungsdauer der ausgewählten Extras beträgt acht Wochen.

Ganz nach dem Motto "das Beste ist gerade gut genug" scheut Leica für Spitzenqualität keine Kosten. Stolz streicht Furchheim über das Zeitenwählrad der Messsucherkamera. Normalerweise seien die Zeit-Zeichen nur aufgedruckt. Bei Leica hingegen sind sie eingraviert. "Die Gravur verursacht Mehrkosten von 100 Euro, aber uns ist das wichtig". Genauso wichtig sei auch das Etikett "Made in Germany". Die Kameras des Traditionsunternehmens werden, bis auf wenige in Portugal gefertigte Einzelteile, ausschließlich in Deutschland produziert.

Der Leica-Erfinder feiert Jubiläum

Auch Oskar Barnack, der Schöpfer der ersten Leica, die zu ihrer Zeit die Kasten-Kameras mit der neuen Filmtechnik ablöste, wird von Leica als Jubilar gefeiert. Anlässlich seines 125. Geburtstages, bringt das Unternehmen ein Set heraus, das den Leica-Prototyp 2 nebst einer DVD seiner ersten Filme, einem Buch und einem Fotodruck eines seiner Original-Negative in einer Auflage von 1000 Stück beinhaltet. Die Bestellung des 3000 Euro teuren Sets ist im Internet möglich.

Der Film-Dinosaurier verkehrt mit seinen Umsatzzahlen die Marktverhältnisse. Während die Wettbewerber heute drei Viertel ihres Fototechnik-Umsatzes mit Digitalkameras erwirtschaften, gehen bei Leica sogar mehr als drei Viertel des Foto-Umsatzes auf die Analog-Technik zurück.

Canon ist der Pixel-Kracher

Canon ist der Pixel-Kracher

Als Weltmarktführer für Digitalkameras hat der japanische Konzern Canon  den Umbruch in das digitale Zeitalter bravourös gemeistert. Auch den Markt für digitale Spiegelreflexkameras beherrscht das Unternehmen. Die Stimmung auf dem Photokina-Stand ist gut. Produkt-Managerin Bettina Steeger benötigt keinen Schmuck und rhetorischen Tand, um ihren Gästen Zuversicht zu signalisieren.

Stolz präsentiert sie die neue digitale Spiegelreflexkamera. "Das ist der Kracher unter den Pixeln", sagt sie. "Gäbe es Kameras mit mehr, wäre mir das bestimmt zu Ohren gekommen".

Die EOS-1D Mark II mit Vollformat-CMOS-Sensor versteckt 16,7 Megapixel hinter ihrem Spiegel. "Damit kann man Plakatfotografie oder Studioaufnahmen machen", so Steeger. Sie schießt 4 Bilder in Serie, 32 in Folge, bietet 50MB 24-Bit-TIFF-Dateigröße und eine WLAN-Option. Ab November ist diese Profi-Kamera für den Preis von 8000 Euro im Handel erhältlich.

Der Kracher unter den Mega-Pixeln: Die EOS-1D Mark II versteckt 16,7 Megapixel hinter dem Spiegel und kostet 8000 Euro

Der Kracher unter den Mega-Pixeln: Die EOS-1D Mark II versteckt 16,7 Megapixel hinter dem Spiegel und kostet 8000 Euro

Die Rückenansicht der EOS-1D Mark II: Die Antenne macht sie WLAN-fähig

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Die EOS 300X: Canons neue analoge Spiegelreflexkamera

Die EOS 300X: Canons neue analoge Spiegelreflexkamera


Canon's dicke Dinger
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Aber auch analog hat Canon ab jetzt etwas Neues zu bieten. Die Spiegelreflex EOS 300X folgt der EOS 300V zum Preis von 230 Euro - zusammen mit einem 28-90mm-Objektiv für 300 Euro. Zu den herausragenden technischen Merkmalen der Hobbykamera gehören sieben Autofokus-Sensoren und eine Mehrfeld-Belichtungsmessung mit 35 Zonen, die kürzeste Verschlusszeit mit einer 1/4000 Sekunde, eine Blitzsynchronzeit von einer 1/125 Sekunde und einer maximalen Bildfrequenz von drei Bildern pro Sekunde.

Entwicklung wie bei CD's und Vinyl

Während das Gehäuse aus Kunststoff ist, wurde das Objektivbajonett in Metall verarbeitet. Auch für diese Kamera ist die Systemanbindung groß, denn alle EF-Objektive seit 1987 sind mit der Kamera kompatibel.

Als Antwort auf die Frage, wie die Zukunft der analogen Technik bei Canon aussieht, zieht Steeger den Vergleich mit dem Tonträgermarkt: "Obwohl CDs oder MP3's heute den größten Anteil ausmachen, kratzen immer noch Nadeln über Vinyl. Die Platten haben einen besonderen Charme, wie auch analoge Kameras einen besonderen Charme haben".

"Analoge Kameras sterben nicht aus"

"Analoge Kameras sterben nicht aus"

Mit digitalen Kameras verbinde man Schnelligkeit, Computer und die Wegwerfgesellschaft. "Da zählt nicht so der Augenblick. Mit einer analogen Kamera sucht man sich jedes Motiv ganz genau aus, bevor man abdrückt", so die Canon-Managerin. "Analoge Kameras werden nicht aussterben. Es wird immer noch genügend langfristige Projekte geben, wo man sich Zeit für jedes einzelne Foto lassen kann", bekräftigt sie.

Für die Zukunft der digitalen Fotografie rechnet Steeger mit einem baldigen Ende der Pixeleuphorie. Stattdessen werde man sich zunehmend auf den Ausbau der Kamera-Intelligenz konzentrieren. So werde beispielsweise die WLAN-Funktion noch selbstverständlicher und leistungsfähiger werden.

Mit Nikon-Technik am Fußballfeld

Auch der Konkurrent Nikon  bedient dieses Jahr sowohl die Pixelsucher als auch die Nostalgiker. Die Nikon D2X, mit DX-CMOS-Sensor und 12,4 Megapixeln, deckt die bisherigen Schwachstellen der Konkurrenz sorgfältig ab. Eine integrierte Software, die nicht nur bei Nikon einen steigenden Anteil an der Bildqualität bekommt, sorgt für einen exakten und automatischen Weißabgleich, der die korrekte Farbwiedergabe vom PC wieder in die Kamera zurückverlagert.

D2X mit DX-CMOS-Sensor und 12,4 Megapixeln: Schießt fünf bis acht Bilder pro Sekunde

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Nikon hat für alle was: Sowohl für die digitalen Pixel-Sucher als auch für die Nostalgiker

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Nach acht Jahren eine neue analoge Spiegelreflexkamera: Die F6 kostet 2000 Euro

Nach acht Jahren eine neue analoge Spiegelreflexkamera: Die F6 kostet 2000 Euro


Nikons neue Modellserie
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Eine Auslöseverzögerung von 37 Millisekunden macht die digitale Spiegelreflexkamera reaktionsschnell und ermöglicht fünf Bilder in Serie im firmeneigenen RAW-Format und acht Bilder bei reduziertem Format von 6,8 Megapixeln. Mit einer Kapazität von 2000 Aufnahmen übertrifft der Akku die Batterieleistung klassischer Kameras. Über WLAN, mit einer Reichweite von bis zu 50 Meter, mit einer stärkeren Antenne sogar bis zu 150 Meter, lassen sich beispielsweise Sportfotos bequem vom Fußballfeld direkt zur Bildredaktion schicken. Für 5000 Euro ist dieses Profigerät ab Januar zu haben.

Nach acht Jahren neues Analog-Modell

Nach acht Jahren Pause stellt Nikon auch wieder ein neues analoges Profimodell vor. In der F6 wurde gegenüber dem Vormodell die Schnelligkeit des Autofokus verbessert und das "Nikon Creative Lighting System" sorgt für noch bessere Blitzqualität. Mit dem eingebauten Motor sind 5,5 Aufnahmen in der Sekunde möglich, die mit dem Multifunktionsgriff MB-40 auf acht erhöht werden können.

Die F6 im robusten Aluminium-Druckguss-Gehäuse ist für 2000 Euro ab Oktober erhältlich. Produktmanager Stefan Schmitt betont auch hier die riesige Systemanbindung. Sämtliche F-Objektive der letzten 10 bis 20 Jahre seien mit der Kamera kompatibel.

Neues von Fuji, Olympus und Konica-Minolta

Neues von Fuji, Olympus und Konica-Minolta

Fuji Photo Film  präsentiert keine neue analoge, dafür aber eine digitale Spiegelreflexkamera. Die FinePix S3 Pro, mit Super CCD-SRII-Sensor im DX-Format versteckt einen 12,34 Megapixel großen Sensor hinter dem Spiegelkläppchen.

Der neue Chip SRII führe zu einem 400 Prozent größeren Dynamik-Umfang als bei herkömmlichen Kameras, berichtet Pressesprecher Matthias Göbel und fügt hinzu: "Das macht die Profis schon ganz heiß auf die Kamera". Die Kamera mit den zwei Auslösern, mit denen man bequem im Quer- wie auch im Hochformat fotografieren kann, ist ab Oktober für 2500 Euro erhältlich.

Auf acht Millionen Pixel bringt es die E-300 Spiegelreflexkamera von Olympus . Sie besticht durch ihre technischen Errungenschaften, wie beispielsweise dem TTL-Spiegel-Sucher-System, mit dem die Gehäusegröße stark verringert werden konnte. Der von Spiegelreflexkameras bekannte Buckel, der sich oben auf der Kamera befindet, konnte durch ein neuartiges Prisma, dem Umkehr-(Porro)-Prisma, erstmalig ausgespart werden.

Ereignis für Hobbyfotografen

Aber auch der 4/3-Standard des eingebauten Kodaksensors (18 x 13mm), mit dem das Licht nach Unternehmensangaben optimal auf den Sensor fällt, ist als Innovation interessant. Komplett mit dem neuen Zuiko-Zoom Objektiv mit einer 28-90mm-Brennweite wird die Kamera Ende des Jahres für alle Hobbyfotografen zum Ereignis. Der Preis ist noch offen, bietet aber nach Unternehmensangaben eine gute Alternative zu den High-end-Preisen des Marktes.

Fujis neue Spiegelreflexkamera: Die FinePix S3 Pro beinhaltet 12,34 Megapixel und kostet 2500 Euro

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E-300 von Olympus: Bringt acht Megapixel in einem verkleinerten Gehäuse unter

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Olympus digitale Spiegelreflexkamera von hinten: TTL-Spiegel-Sucher-System und Umkehr-(Porro)-Prisma machen sie für Hobby-Fotografen zum Ereignis

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Dynax 7 Digital von Konica-Minolta: Mit sechs Megapixeln und Anti-Shake-System im Gehäuse

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Foto: REUTERS


Neuheiten von Fuji, Olympus und Konica-Minolta
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Konica-Minolta, seit Anfang 2004 unter diesem Namen am Markt, präsentiert ebenfalls nur eine neue digitale Spiegelreflexkamera. Ein Zeichen des postanalogen Zeitalters, wie Marketing-Manager Clemens Helberg bestätigt: "Normalerweise hätten wir auf einer Photokina mehrere neue analoge Modelle vorgestellt. Dieses Jahr haben wir kein einziges. Das zeigt ja, wo der neue Schwerpunkt liegt".

Die Revolution der digitalisierten Spiegel

Die Revolution der digitalisierten Spiegel

Die Dynax 7 Digital, mit DX-CCD-Sensor im APS C-Format und 6 Megapixeln brilliert mit ihrem Anti-Verwacklungs-System. Das bereits von der Dimage A1 oder A2 bekannte Anti-Shake- System befindet sich nicht wie bei anderen Kameras im Objektiv, sondern im Gehäuse selbst. Damit erspare man dem Kunden, mit jedem Objektiv neu gegen das Hand-Tremolo vorzusorgen, so der Sprecher. Zeitgleich zum geplanten Verkaufsstart Mitte November stellt Konica-Minolta außerdem noch zwei weitere, eigens für die 6,1-Megapixel-Kamera entwickelte, Objektive mit Brennweiten von 17-35mm so wie 28-75mm vor.

Das Geschäft mit den digitalen Spiegelreflexkameras boomt. Allein im ersten Halbjahr 2004 wurden in Europa 500 Prozent mehr Kameras dieser Art verkauft als im vergleichbaren Zeitraum 2003, teilt Marion Knoche, Divison-Managerin bei der Gesellschaft für Konsumforschung, gegenüber manager-magazin.de mit. Nach Angaben des Photoindustrieverbandes erwarte die Branche für Deutschland in diesem Jahr einen Absatz von über sieben Millionen Digital-, 1,36 Millionen Analogkameras und neun Millionen Memory-Cards. Außerdem sollen 13 Millionen Photohandys verkauft werden - dreimal so viel wie 2003.

Jedoch fallen die Gewinne weit geringer aus, als die gigantischen Verkaufszahlen vermuten lassen. Trotz der großen Qualitätssprünge der Produkte sinken die Preise. Ein Paradox, dass jedoch bereits aus dem Video- oder dem Musikmarkt bekannt ist.