Notebooks Die Qual beim Kauf

Sie sind klein, können viel und kosten eine ganze Menge. Notebooks erfreuen sich steigender Beliebtheit. Teure Fehlgriffe sind allerdings keine Seltenheit. manager-magazin.de sagt, worauf beim Kauf zu achten ist.

Hamburg - Was darf es denn sein? Ein Acer Aspire mit DVD/CD-RW Kombilaufwerk? Ein Fujitsu Siemens Amilo mit 2,8 Gigahertz Prozessor? Oder dann doch lieber ein Gericom Masterpiece mit 15,1 Zoll SXGA TFT-Display?

Wer ein passendes Notebook sucht, auf den prasseln so viele Abkürzungen, Daten und Zahlen ein, dass Schwindelgefahr droht. Am Ende landet der gestresste Kaufinteressent dann häufig beim Preis als Rettungsanker und kauft jenes Gerät, das zwar billig aber nicht immer auch gut ist. Oder aber er lässt sich einen Rechner mit allerlei Schnickschnack aufschwatzen, obwohl er eigentlich nur unterwegs seine E-Mails lesen möchte.

Kurzum, angesichts des überbordenden Angebotes lohnt es sich, vor dem Kauf kurz aufzulisten, was das Notebook eigentlich können muss. Soll es als raumsparende Alternative zum klobigen PC im Wohnzimmer funktionieren und DVD-Player, 3D-Spielhölle und CD-Brenner in einem sein? Oder geht es um ein mobiles Büro für lange Bahnfahrten und die Wartezeit am Flughafen? Je nach Anspruch muss der portable Computer unterschiedlich ausgestattet sein.

Gewicht - eine Frage der Mobilität

Beim Gewicht fängt es an. Die Spanne bei Notebooks liegt zwischen einem und fünf Kilogramm - je nach Größe und Ausstattung. Gerade jene Nutzer, die viel unterwegs sind, sollten logischerweise ein möglichst geringes Gardemaß von maximal 3,5 Kilogramm anpeilen. Alles, was darüber hinausgeht, bedeutet mehr Last als Lust.

Nächster Punkt: Der Bildschirm. Angenehm arbeiten lässt es sich ab 15 Zoll (1 Zoll entspricht 2,5 Zentimeter). Der mobile Businessmensch sollte zu Gunsten des Gewichts mit einem 13-Zoll-Gerät vorlieb nehmen. Heimwerkern mit Unterhaltungsanspruch hingegen sei ein größeres Exemplar empfohlen.

Noch ein Tipp für Freiluftfreunde: Wer häufig draußen arbeitet - oder auch nur so tut - sollte auf einen Bildschirm achten, der möglichst hell eingestellt werden kann. Nichts nervt mehr als ein tagblindes Notebook - außer vielleicht ein Flachrechner, bei dem schon nach 60 Minuten die Akkuanzeige blinkt.

Einige Mobilrechner kommen mittlerweile bis zu fünf Stunden ohne Steckdose aus. Bei einem Gerät, das als Desktop-Ersatz herhält, ist das sicher übertrieben. Gerade beim stationären Einsatz ist der Steckdosenbetrieb angeraten. Das schont den Akku. Außendienstler wiederum, die das halbe Leben auf der Autobahn verbringen, machen nichts falsch, wenn sie sich zudem ein Ladegerät für den Zigarettenanzünder besorgen.

Das Problem mit dem Prozessor

CPUs - heißer Kraftprotz oder kühles Leichtgewicht

Die tollste Batterie nützt nichts, wenn ein Energie fressender Prozessor eingebaut wurde. Auch hier gilt die Unterscheidung zwischen Heim-PC-Ersatz und Office für unterwegs: Manager auf Achse sollten mehr Geld für einen speziellen Notebook-Baustein wie den Pentium M ausgeben. Bei gleicher Leistung verbrauchen diese CPUs weniger Strom. Auch erwärmen sich diese Chips nicht so schnell wie herkömmliche Desktop-Prozessoren. Schäden an der Hardware werden so vermieden.

Ansonsten sollten sich Notebook-Liebhaber vor dem Kauf überlegen, wie schnell ihr Equipment sein muss. Für E-Mail-Verkehr und Memo-Schreiben reicht eine kleinere Einheit. Wer auch mal im 3D-Kerker Aliens in die Luft jagen möchte, braucht ein schnelleres Gerät.

Nicht sparen sollte man beim Arbeitsspeicher. Ein funktionales System sollte mit mindestens 256, besser noch 512 Megabyte, ausgerüstet sein. Damit der Rechner nicht schon mit der nächsten Software-Generation überfordert ist, lohnen sich freie Steckplätze, um den Speicherplatz bei Bedarf erhöhen zu können.

Laufwerke und Schnittstellen - immer her damit

Ohne CD-ROM-Laufwerk kommt eigentlich kein Notebook mehr in den Handel. Ob das Laufwerk zudem auch noch CDs brennen und DVDs abspielen muss, hängt von den Ansprüchen des Besitzers ab. Möglich ist alles - zum entsprechenden Preis.

Das gilt auch für die mobile Datenübertragung. Das herkömmliche Modem gibt es meist wie das CD-ROM-Laufwerk inklusive. Über die Ausstattung mit weiteren Extras wie Infrarotschnittstellen, Bluetooth und Wireless Lan entscheidet dann wiederum der Käufer. Allerdings gilt: je mobiler der Einsatz ist, desto besser sollte die Ausstattung mit Kommunikationsextras sein.

Bei Schnittstellen ist ein PS/2-Port empfehlenswert, vor allem dann, wenn das Gerät nur auf dem heimischen Schreibtisch steht. Über diese Verbindung kann eine externe Maus oder eine Tastatur an das Notebook angeschlossen werden, was meist bequemer ist, als die Arbeit mit dem Touchpad und der kleinen Gerätetastatur. Einige Anbieter liefern auch herausnehmbare Funktastaturen und Funkmäuse mit.

Ein USB-Port ermöglicht den Anschluss von Druckern und Scannern. Die Version 2.0 sollte es der Geschwindigkeit zuliebe schon sein. Wer Filme von einer Digicam übertragen will oder den Einsatz einer externen Festplatte plant, für den lohnt sich ein so genanntes Fire Wire.

Wie auch immer Ihr Bedarf aussieht, an der falschen Stelle sollten Sie nicht sparen. Denn das Nachrüsten kann unter Umständen sehr teuer werden.

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