Sonntag, 8. Dezember 2019

Wolkenkratzer-Architektur Hoch im Himmel

Wolkenkratzer: Ingenhoven-Projekte
ingenhoven architects

3. Teil: Immer der Sonne nach

mm: Bauen Sie derzeit wieder an einem Hochhaus?

Ingenhoven: Ja, in Singapur bauen wir ein Hochhaus mit Mischnutzung. Es soll Platz für rund 30.000 Mitarbeiter in Büros und Wohnraum für 3000 Menschen bieten. Der Mix ist wichtig, damit eine Stadt und ein solch komplexes Hochhaus funktionieren.

mm: Wie reagieren Sie mit dem Bau auf das Klima?

Ingenhoven: Es herrscht tropisches Klima, das heißt, fast das ganze Jahr ähnliche Temperaturen. Die Sonne geht schnell auf und schnell unter. Wir achten zum Beispiel darauf, dass das Gebäude einen äußeren Sonnenschutz mit Lamellen erhält. Die Fassade wird bronzefarben, was die Spiegelung reduziert. zudem haben wir viel Platz für Gärten und Terrassen eingeplant - verteilt auf verschiedene Stockwerke, Die sollen neben der Verbesserung des Klimas im Gebäude und im Umfeld auch als öffentlich zugängliche Erhohlungsmöglichkeiten dienen.

mm: Sie sind in Deutschland vor allem mit dem Bahnhof Stuttgart 21 in die Schlagzeilen gekommen. Der soll in die Tiefe gehen, bauen Sie hierzulande auch Hochhäuser?

Ingenhoven: In Deutschland haben wir schon mehrere Hochhäuser gebaut, unter anderem für RWE in Essen, die Sparkasse Düsseldorf, für Burda in Offenburg und für O2 in München. Wir bauen zur Zeit das Messehotel in Hamburg und beteiligen uns an Planungen für ein Wohnhochhaus am Alexander Platz in Berlin, ausserdem arbeiten wir an Konzepten für Hochhausprojekte in Sydney und in London.

Die Wolkenkratzer der Zukunft: Die höchsten Gebäude der Welt im Jahr 2018

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