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Referenz 57260: Die komplizierteste Uhr der Welt

Foto: Vacheron Constantin

Fünf Millionen Euro schwere Referenz 57260 Die komplizierteste Uhr der Welt

Acht Jahre Entwicklungszeit stecken in dieser Uhr - die Referenz 57260 von Vacheron Constantin gilt als komplizierteste Taschenuhr der Welt. Kostenpunkt mindestens fünf Millionen Euro.

"Die komplizierteste Uhr, die je entstanden ist", so annonciert die Luxusuhren-Manufaktur Vacheron Constantin ihr neuestes Werk, die Referenz 57260. Acht Jahre Entwicklungszeit stecken in der mechanischen Taschenuhr, drei Uhrmachen haben insgesamt 57 Komplikationen in das technische Kleinod mit den zwei Zifferblättern gepackt - im Auftrag eines vermögenden Kunden, der lieber nicht genannt werden möchte.

Eine Komplikation, das bedeutet in der Uhrenwelt: Alles, was über die Anzeige von Stunden, Minuten und Sekunden hinausgeht. (Wenn Sie das schon wussten: Hier geht es zu unserem Komplikationen-Quiz für Fortgeschrittene.)

Vacheron Constantins Uhr hat gleich drei Kalender an Bord. Auf einem Zifferblatt werden Stunden, Minuten und Sekunden auf getrennten Ziffernringen präsentiert. Zudem hat die Uhr einen ewigen hebräischen Kalender. Er funktioniert nach einem 19-Jahre-Zyklus, das Jom-Kippur-Datum ändert sich jedes Jahr im gregorianischen Kalender und wird auf einer eigenen Position abgebildet. Die Mondmonate mit 29 oder 30 Tagen ändern sich auch von Jahr zu Jahr, die Nummer der Tage und Monate wird in kleinen Fenstern auf Hebräisch angegeben.

Auch die Mondphasen werden korrekt abgebildet, kleiner Schönheitsfehler der Uhr: Alle 1027 Jahre muss das System von Hand neu eingestellt werden. Der doppelt retrograde Schleppzeiger-Chronographen, dessen Funktionen von einem koaxialen Drücker in der Krone gesteuert werden, ist ebenfalls eine Neuheit: Die beiden Zeiger laufen auf gegenüberliegenden Seiten auf jeweils einem eigenen Zifferblatt. Die Stoppuhr, wenn man sie denn so profan benennen will, kann eine Ereignisdauer bis zu 12 Stunden messen.

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Natürlich hat die Uhr auch ein Schlagwerk, kann also Laut geben. Aber wie! Fünf Hämmer, die auf Miniatur-Stahlgongs schlagen, lassen die Geläutfolge von Big Ben ertönen, und das jede Viertelstunde. Wenn den Besitzer das nervt, kann er die Uhr automatisch von 22 bis acht Uhr morgens in den Nachtruhe-Modus versetzen. Eine Weckfunktion hat sie natürlich auch.

Digitale Weltzeitanzeige, Tourbillon und die Sternenkonstellationen auf dem Nachthimmel des Benutzers bringt die Uhr ebenfalls mit, ebenso wie Jahreszeiten, Tagundnachtgleichen, Sonnenwenden und andere astronomisch bedeutsame Daten. Bei der Anzeige der zweiten Zeitzone kann man wählen zwischen 24 Städten und Ländern. Für Leute, die viel geschäftlich unterwegs sind, ist der Geschäftskalender nach ISO 8601 wichtig - der gilt allerdings nur für die nächsten 400 Jahre. Kenner schätzen die Kosten der Uhr auf mindestens fünf Millionen Euro.

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