Montag, 22. Juli 2019

Sommer-Hits in der Stil-Sprechstunde Was geht im Sommer im Büro - und was nicht?

5. Teil: Kann eine Weste im Sommer das Sakko ersetzen?

Atelier Torino

Westen zum Anzug waren traditionell nur Accessoire, zum Beispiel, wenn sie bei förmlichen Anlässen in der britischen Tradition als festliche Weste unter Cut oder Frack oder als (hellgraue oder beige) Weste unter dem meist dunkleren Morning Coat getragen wurden. Erst seitdem sich um 1930 Anzüge als klassische Businessbekleidung etabliert haben, werden Westen im identischen Stoff wie der Anzug gefertigt.

Sie sind eine gute Möglichkeit, "angezogen" und nicht zu formell zu wirken. Wichtig ist, dass Ihre Westen, wenn sie ohne Sakko oder Jacke darüber getragen werden, einen Stoffrücken haben. Der Futterrücken bleibt den Westen aus Dreiteilern vorbehalten und sieht ohne Sakko darüber schnell "kellnermäßig" aus. (Nichts gegen Kellner, das ist ein sehr anspruchsvoller Beruf.)

Außerdem sollte Ihre Weste eng anliegen und nie zu weit sein. Das heißt automatisch auch, dass Hemd oder Bluse darunter nicht zu weit geschnitten sein dürfen, da der Stoff sonst unter der Weste faltig liegt (was die Silhouette verdirbt) und zu bauschig aus den Ärmellöchern heraus kommt. Gerade Damen sollten darauf achten, dass der Taillenabnäher der Weste perfekt sitzt, die engste Stelle der Weste also in der Taille liegt.

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