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Starlays Stilfragen: Sieben Regeln für "Business Casual"

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Stilfragen Was zieh' ich nur an bei "Business Casual"?

Von Katharina Starlay

Der Einladungsvermerk bringt so manchen Business-Profi ins Schleudern. Schließlich ist bekannt, dass ein falsch gewähltes Outfit bei halb-geschäftlichen Anlässen schon auch mal die Karriere gefährden kann. Wer sich zum Beispiel im Frankfurter Main Tower auf 187 Metern Höhe zum Business-Lunch anmeldet oder verabredet, muss die Hürde des gewünschten Dresscode erstmal zu nehmen wissen: Smart Casual oder Business Casual steht dort als Eintrittskarte für gute Gespräche mit Aussicht.

Katharina Starlay
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Katharina Starlay ist Modedesignerin, Imageberaterin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat. In Vorträgen, Seminaren und individuellen Beratungen coacht sie rund um Kleiderstil und Businessknigge. Seit 2002 berät sie auch Unternehmen für deren Außenauftritt und entwickelt Stil-Leitfäden sowie Firmenkleidung. Sie schreibt Bücher (zuletzt erschienen: Erfolgreich über 50: Stilvoll älter werden  ) und publiziert über Stilthemen: Starlay.de .

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Höchste Zeit also, den Finessen der lässigen Kleidung im formellen (Geschäfts-)Umfeld auf die Spur zu kommen.

Denn je internationaler wir werden, desto mehr verbinden sich Gepflogenheiten anderer Kulturen mit unserem Geschäftsalltag: Die gemeinsame Nahrungsaufnahme ist viel mehr als "das Brot miteinander zu brechen" - sie dient dem Kennenlernen und der Pflege der menschlichen Beziehung.

In einem Land wie Frankreich etwa wird niemand mit Ihnen Geschäfte machen wollen, der Sie nicht auf dieser persönlichen Ebene kennengelernt hat. Dort gehört es zum guten Ton dazu, ein paar private - nicht intime! - Informationen von sich preiszugeben, Hobbies und die Anzahl der Kinder auszutauschen und bei Rotwein und Tischkultur auch ein paar Überzeugungen und Werte zu vermitteln. Kennzahlen, auf die beide Gesprächspartner sich später verlassen können.

Und während der Rotwein natürlich nicht zum Pflichtprogramm gehört, tut es die angemessene Kleidersprache schon. Außerhalb des vertrauten Terrains unseres Daily Business fühlen wir uns allerdings oft nicht wohl, weil die Vorbilder fehlen und wir nicht richtig einschätzen können, wie viel von unserem privaten Stil wir preisgeben dürfen - und wollen. Was bringt uns um Kopf und Kragen - und was funktioniert?

Die Interpretation der beiden Dresscodes fällt schon mal leichter, wenn Sie das Wort Casual, welches mit "zwanglos" oder "salopp" übersetzt wird, aus Ihrem Kopf streichen. Beides sind wir allenfalls zuhause, nicht aber im Umgang mit Geschäftskontakten. Der Chef beispielsweise bleibt der Chef - auch wenn er bei so einer Gelegenheit auf Formalität verzichtet.

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Und das ist auch der größte Fehler: Viele hören bei Business Casual nur Casual und greifen übereilt zu ausgewaschenen Jeans und schlappen Schuhen. Der erwähnte Chef aber will wissen, wer sich auch dann noch professionell verhält. Überall, wo Business draufsteht, ist also auch Business drin.

Der Restaurant-Vorschrift entsprechen Sie, indem Sie als Mann bestenfalls einen Anzug tragen, als Frau ein helleres Kostüm oder eine Kombination. "Anzug" bedeutet: Ober- und Unterteil sind aus demselben Stoff, und das Oberteil ist konfektioniert mit sauberer Schulterverarbeitung und Ärmeleinsatznaht. Außerdem muss ein Kragen (oder ein Substitut für einen Kragen) her, mindestens als Blusenkragen zur kragenlosen Jacke. Ein feminines Etwas aus einem Fashion-Material reicht da nicht - dem fehlt die angezogene Wirkung.

Wie formell Stoff und Verarbeitung aber sein sollen, entscheiden Sie selbst entsprechend Ihrer Position, dem Anspruch Ihrer Firma oder Marke und dem Zustand der Klimaanlage: Wenn Sie nicht gerade ein Bahnreisender sind, kann es im Sommer auch lässiges Leinen sein. Bei Business Casual hat auch die Krawatte gerne Urlaub.

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Und Smart Casual? Genau genommen bedeutet es, dass Sie sich privat bewegen und sich dabei schick machen sollen. Diese Ansage gehört nicht wirklich in den Geschäftskontakt, denn Smart Casual und Casual sind private Dresscodes.

Wenn sie Ihnen aber dort begegnen, nehmen Sie es mit einem Augenzwinkern und beachten dennoch diese Spielregeln des Busines Casual:

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