Dienstag, 25. Juni 2019

Business-Knigge Diese fünf Soft Skills brauchen Ihre Mitarbeiter

Wie treten Ihre Mitarbeiter öffentlich auf? Was Lady Gaga sich auch im Angesicht der Queen erlauben kann, ist für deutsche Mittelständler vielleicht nicht ganz so opportun
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Wie treten Ihre Mitarbeiter öffentlich auf? Was Lady Gaga sich auch im Angesicht der Queen erlauben kann, ist für deutsche Mittelständler vielleicht nicht ganz so opportun
Der (Führungs-) Nachwuchs der Zukunft ist so markenaffin wie nie. Schon längst funktioniert die Attraktivität, die ein Unternehmen für potenzielle Auszubildende - und übrigens auch für hochkompetente Bewerber - ausstrahlt, weniger über greifbare Konditionen als über das Image, das dahinter steht. Wie die neueste Jeans das richtige Label tragen muss, um anzukommen, braucht auch der ausbildende Betrieb das richtige Aushängeschild, um den Duft des Begehrenswerten anzunehmen.

Katharina Starlay
  • Copyright: Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Katharina Starlay ist Modedesignerin, Imageberaterin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat. In Vorträgen, Seminaren und individuellen Beratungen coacht sie rund um Kleiderstil und Businessknigge. Seit 2002 berät sie auch Unternehmen für deren Außenauftritt und entwickelt Stil-Leitfäden sowie Firmenkleidung. Sie schreibt Bücher (zuletzt als Hörbuch erschienen: Der Stilcoach für Männer) und publiziert über Stilthemen: Starlay.de.

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Employer Branding ist das Schlagwort. Im Werben um den besten Nachwuchs wird aber gelegentlich mehr an der Werbebotschaft gearbeitet als an den Ergebnissen dessen, wofür man eigentlich wirbt - der Qualität der Auszubildenden, die das Unternehmen in Zukunft nach außen repräsentieren, ob sie nun bleiben oder in andere Unternehmen gehen und dort als Markenbotschafter wirken. Denn die Vernetzung steht nie infrage, hier oder dort.

Dabei bezieht sich die Qualität nicht nur auf die fachliche Ausbildung, sondern zunehmend auf die soziale Komponente. Manieren galten bisher als der Hidden Champion im Wettrennen um die begehrtesten Stellen - heute sind sie es umgekehrt im Buhlen um die Besten. Wer A-Leute ausbildet, wird auch A-Leute bekommen, so das Resonanz-Prinzip.

Gutes Benehmen hat mit dem Respekt zu tun, der das tägliche Verhalten begleitet und mit jeder Geste mitschwingt wie gut gewählte Begleitmusik. Trainingswürdige Benimm-Regeln, die fit für das Berufsleben machen, ranken sich viel weniger um die Technik, einen Hummer zu zerlegen als um die Fähigkeit, die Augen zu öffnen und über die eigene Nasenspitze hinaus zu denken.

Nur wer auch registriert, dass der Zug mehr Fahrgäste als Sitzplätze hat, kann seine Tasche vom Nebensitz wegnehmen, ohne dazu aufgefordert zu werden. Nur wer seinen Chef oder Kollegen respektiert, klopft an und wartet die Reaktion ab, bevor er eintritt. Und nur wer sich für den anderen interessiert, wird auch ein guter Zuhörer sein. Es ist also im eigenen Interesse, dem Nachwuchs diese soften Themen nahe zu bringen.

Hier ist eine kleine Hitliste sozialer Kompetenzen, die Ihre Arbeitgeber-Marke in die nächste Liga spielen.

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