Zur Ausgabe
Artikel 34 / 44
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Stifter: Rene Spiegelberger hilft mit seiner Aktion
Stifter: Rene Spiegelberger hilft mit seiner Aktion
Foto: PR

Versteigerung mit Hilfsidee Die ultimative Kunstaktion

Der Hamburger Unternehmer Rene Spiegelberger verkauft Kunst ganz ohne Provisionen: Sämtliche Einnahmen aus den Auktionen seiner Kriseninitiative PArt geht an Künstler. Ende Juni geht es los.
Von Uschka Pittroff aus manager magazin 7/2021

In normalen Zeiten berät Rene Spiegelberger (44) Kunstsammler und Stiftungsgründer. In der Pandemie wurde er selbst zum Stifter. Seine Idee: Künstlern helfen, die sich ohne Ausstellungen und damit Verkaufschancen einsam und allein im Atelier durchschlagen mussten. Sein Credo: "Nur wenn die Menschen der Kunst helfen, kann die Kunst den Menschen helfen. Das ist keine Einbahnstraße." Im Frühjahr 2020 gründete er PArt (www.producersart.com). "100 Prozent Non-Profit", betont er.

Alle Erlöse aus den Verkäufen fließen an die aktuell circa 400 Künstlerinnen und Künstler mit je bis zu 20 Werken. Eine Aufnahmekommission gewährleistet die Qualität der Arbeiten. Marcus Vitt, Vorstandschef der Privatbank Donner & Reuschel, spricht etwas museumsbodenclean von "einem echten Mehrwert auch für unsere Kunden". Während Thomas Girst schon eher aus sich rauskommt, aber er ist auch Leiter des BMW Global Art Programms und nicht Bankchef: Man fühle sich auf der Plattform, "als würde man spätnachts durch die Lagerräume eines Museums schlendern und sich seine eigene Privatsammlung zusammenstellen", sagt Girst.

Vom 30. Juni bis 8. Juli, über www.van-ham.com und bevor sich die Lage auch für die Künstler hoffentlich wieder bessert, geht Spiegelberger noch mal in die Vollen: 50 Arbeiten will er verauktionieren. Der hälftige Hammerpreis kommt den einliefernden Künstlerinnen und Künstlern zugute, die andere Hälfte fließt an den Künstlernotfonds. Bei der Auktion kommen Werke von circa 1000 bis 55.000 Euro Schätzpreis unter den Hammer. Spiegelberger, Ökonom von Ausbildung, will sich selbst toppen: In einer ersten Auktion kamen über 125.000 Euro zusammen.

Zur Ausgabe
Artikel 34 / 44
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.