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Superyachten auf der Monaco Yacht Show: Luxus auf hoher See

Foto: Monaco Yacht Show

Monaco Yacht Show 2016 Der neue Luxus auf dem Meer

Das Wasser schlägt sachte aber beständig gegen die Kaimauer. Unter strahlend blauem Himmel legen hier im Port Hercule in Monaco demnächst die ersten Superyachten an, um zur führenden Messe Monaco Yacht Show vor Ort zu sein. 125 Schiffe erwarten die Veranstalter in diesem Jahr auf der Schau, darunter diverse Neuheiten. Ausgestattet sind die Schiffe häufig mit Hubschrauberlandeplatz, Beibooten, manchmal sogar einem Unterwasserboot - Swimmingpools und ausgiebige Wellnessbereiche sind Standard.

Superyachten gehören wohl zur Krönung im Reich der Megareichen. Wer nicht über etliche Millionen oder gar Milliarden Euro verfügt, scheidet als Käufer dieser bis zu 180 Meter langen Privatyachten automatisch aus. Und so ist es auch ein erlesenes Publikum, das sich vom 28. September bis zum 1. Oktober im Hafen von Monaco tummeln wird.

Auf der Messe ist neben vielen anderen aus aller Welt auch eine Gruppe deutscher Anbieter und Dienstleister vertreten. Allen voran die Lürssen Werft, die die größten Megayachten weltweit baut. "Wir freuen uns, in diesem Jahr die Yacht 'Coral Ocean' präsentieren zu dürfen", sagt Lürssen-Sprecher Oliver Grün im Gespräch mit manager-magazin.de. Etwa 72 Meter lang ist das Schiff, das Lürssen jüngst einem Refit unterzogen hat.

Die "Coral Ocean" wurde komplett überarbeitet und präsentiert sich nun in Monaco

Die "Coral Ocean" wurde komplett überarbeitet und präsentiert sich nun in Monaco

Foto: Lürssen/Jeff Brown

Neben der Werft aus Bremen ist auch der Verband der Deutschen Boots-und Schiffsbauer auf der Messe. Geschäftsführer Claus-Ehlert Meyer erklärt im Gespräch mit manager magazin online, dass "die Auftragsbücher der deutschen Werften gut gefüllt sind". Tatsächlich blickt die Branche auf ein gutes Jahr zurück, heißt es allgemein. Superyachten seien nach wie vor gefragt.

"Allerdings", schränkt Lürssen-Sprecher Grün ein, "spüren wir im Vergleich zu den Jahren 2012 und 2013 eine Marktberuhigung auf der Nachfrageseite für den Yacht-Neubau." Als Grund nennt er unter anderem die wirtschaftlich schwierige Situation in Regionen wie Osteuropa oder dem Mittleren Osten aus denen traditionell viele Kunden stammen. "Zugleich spüren wir Yachtbauer aber auch eine langsame Erholung des seit jeher bedeutenden US-Marktes."

Warum chinesische Yachtbauer noch keine Gefahr für die Deutschen sind

Als Trends erkennt Meyer, dass mehr Explorer-Yachten gebaut werden, wohl auch um mal "rauere Gefilde" zu erkunden. Zudem ginge es um Energieeffizienz und weiterschreitende Digitalisierung. Auch Grün bestätigt eine verstärkte Nachfrage nach Yachten mit "speziellen Einsatzprofilen sowie innovativen Features".

Fortschrittlichste Umwelttechnologien - vom Antrieb bis zum gesamten Energiemanagement an Bord - seien zunehmend gefragt und dürften in Zukunft im Fokus neuer Aufträge stehen. Er geht davon aus, dass künftig beispielsweise Batterien ergänzend als Energiepuffer für besondere Lastanforderungen oder spezielle Betriebsmodi eingesetzt werden.

Dass die Chinesen in den Yachtbau eingestiegen seien, mache den Deutschen keine Sorgen, sagen Meyer und Grün unisono. An das Niveau der hiesigen Unternehmen kämen sie nicht ran. Auch bei der Nachfrage spiele China noch keine große Rolle.

Es ist die größte Segelyacht, die bisher gebaut wurde. Die "A" liegt im Dock in Kiel. Demnächst sind Probefahrten zu erwarten.

Es ist die größte Segelyacht, die bisher gebaut wurde. Die "A" liegt im Dock in Kiel. Demnächst sind Probefahrten zu erwarten.

Foto: Matthias Hoenig/ dpa

Um Aufträge kämpft auch Blohm & Voss aus Hamburg. Vor einigen Tagen meldete das Unternehmen, kurz vor Abschluss eines Auftrags für eine Luxusyacht zu sein. Womöglich wird im Rahmen der Messe weiteres verlautet. Die Werft Nobiskrug aus Rendsburg arbeitet indes in Kiel unter Hochdruck an der rund 142,81 Meter langen Segelyacht "A". Auftraggeber soll der russische Milliardär Andrey Melnichenko sein, der gerade seine Motoryacht "A" zum Verkauf gestellt haben soll. Beide Luxusyachten tragen die Handschrift von Designer Philippe Starck. Ob sie einmal auf der Messe in Monaco zu seinen sein werden, ist ungewiss.

Derweil melden die Veranstalter aus Monaco eine ganze Reihe neuer Schiffe, die dieses Jahr zu besichtigen sind. Darunter sind beispielsweise die Giaola-Lu (46,8 Meter Länge, Werft: Bilgin Yachts), Sybari, Kamino (33,5 Meter Länge, Werft: Feadship), Gipsy (35,3 Meter Länge, Werft: OTAM), Maybe (58 Meter Länge, Werft: Camper& Nicholsons Sam), Galactica Supernova(70,07 Meter Länge, Werft: Heesen Yachts), Jetsetter, (38,6 Meter Länge, Werft: Dynamiq), Elixir (55 Meter, Werft: Amels), La Passion (46 Meter, Werft: Sarp Yachts), Majesty 110 (34,8 Meter, Werft: Gulf Craft), Scorpion (46 Meter, Werft. San Lorenzo) Vanish (66,25 Meter Länge, Werft: Feadship), TBC (60,22 Meter Länge, Werft: Mondomarine) und Unicorn (54 Meter Länge, Werft: Baglietto).

Auch Mercedes Benz zeigt seinen "Silberpfeil" der Meere. Das Schiff aus der Linie Mercedes-Benz-Style ist allerdings mit seinen 14,17 Metern eher als Beiboot für die Superyachten zu verstehen. Angekündigt hatte der deutsche Autobauer das Boot in Zusammenarbeit mit Silver Arrows Marine bereits im Jahr 2013. Drei Jahre später war dann die Weltpremiere - nicht in Monaco, sondern in Nizza.

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