Dienstag, 12. November 2019

Luxusuhren rund um den America's Cup Die besten Uhren für Skipper, Taucher und Surfer

Luxus-Sportuhren: Die besten Chronometer für Taucher, Segler und Beachboys
Artemis Racing/Sander van der Bo

2. Teil: Tiefseestapeln - das Wetteifern bei Taucheruhren

Meist wetteifern Marken wie Omega, Audemars Piguet, Blancpain, Tudor und Oris vor allem mit Taucheruhren und um die höchste Wasserdichtigkeit - man könnte es als 'Tiefseestapeln' bezeichnen. Und obwohl der Weltrekord im Gerätetauchen bei 322 Metern liegt, prahlen einige mit Wassertiefen von 600 oder gar 1200 Metern.

Bei solchen Meterangaben aber steckt die Tücke im Detail. Was selbst einige Uhrenmanager nicht wissen: Schon 2008 entschied das Oberlandesgericht Frankfurt, dass die Meterangaben irreführend und somit wettbewerbswidrig sind. Daher sollte die Wasserdichtigkeit nicht in Metern, sondern in Bar, der gesetzlichen Einheit für Druck, angegeben werden.

Als simple Regel dient die offizielle DIN-Norm 8310 bzw. ISO 2281: ab 5 Bar, was oft als 50 Meter Wasserdichte bezeichnet wird, kann man mal gerade mit der Uhr duschen. Ab 10 Bar kann man mit ihr getrost schwimmen gehen und ab 20 Bar handelt es sich um eine Taucheruhr. Zumal in Deutschland nur Modelle als Taucheruhr verkauft werden dürfen, die zudem die Kriterien der DIN-Norm 8306 bzw. ISO 6425 erfüllen.

Uhrenkenner wissen, dass jedoch die Haltbarkeit der Wasserdichtigkeit begrenzt ist. Salz- und Chlorwasser sowie Schweiß und Duschgels, Seifen, Cremes und Parfums greifen die Gummidichtungen der Uhren an. Daher sollte man jährlich, besonders vor dem Badeurlaub, die Dichtigkeit beim Uhrenhändler testen. Das geschieht in einem Luftdruckgerät und dauert nur wenige Minuten.

Maritime Hingucker für Surfer, Badenixen und Landratten

Die große Welle reitet vor allem Tag Heuer. Kess kombiniert die Sportuhrenmarke den angesagten Military-Fashion-Style mit Taucheruhren-Funktionen und bindet die coolen Aquaracer-Modelle den Surfer-Weltmeistern um. Neben dem vornehmen Marineblau tauchen dieses Jahr vermehrt poppige Farben auf - Karibik-Türkis, Friesennerz-Gelb und Orange machen gleichermaßen das Rennen und zwar bei Damen und Herren.

Erst Recht beweist diese Sommersaison, dass Taucheruhren nicht immer wie U-Boote am Handgelenk wirken müssen. Vor allem im Retro-Look, wie ihn beispielsweise Breitling und Oris anbieten, bestechen sie mit Eleganz und lassen sich sogar zum Business-Anzug ausführen.

Auf Nostalgie setzt auch Patek Philippe. Zum 20. Jubiläum seiner Aquanaut kommt die ikonische Wassersportuhr als GMT-Variante für vielreisende Geschäftsleute. Einen anderen Weg wählt Breguet. In der Marine-Kollektion wird erstmals ein Tourbillon mit Zeitgleichung präsentiert - es zeigt, wie es die Manufaktur selbst nennt, die 'bürgerliche Zeit' an sowie die wahre Sonnenzeit. Also die für Sonnenanbeter.

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung