Montag, 18. November 2019

Homestaging Wie man Häuser für den Verkauf aufhübscht

Kissen in frischen Farben lassen einen Raum freundlicher wirken: Home-Stager wie Madeleine von Beckerath haben den Blick für die passenden Accessoires

3. Teil: Die Räume sollten im Vordergrund stehen, nicht die Bewohner

Es geht natürlich auch ganz ohne Profi-Unterstützung, aber nicht ohne eigenen Einsatz. "Auf jeden Fall macht es Sinn, überflüssigen Plunder zu entsorgen oder ausgefallene Möbel rauszuräumen", rät Reinhold-Postina. Und von Beckrath ergänzt: "Auch Sammelobjekte und Familienbilder kommen am besten in den Schrank. Dann stehen die aktuellen Bewohner weitgehend im Hintergrund und die Räume im Vordergrund." Und vor einer Besichtigung führe am Großputz - auch in den Nebenräumen - kein Weg vorbei.

Die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign (DGHR) gibt darüber hinaus folgende Tipps:

  • Das Gebäude nicht länger als Zuhause betrachten, sondern als Objekt, das zum Verkauf steht. Das hilft auch Interessenten, sich in das Haus zu verlieben. Daher sollten die Besitzer vor dem Besichtigungstermin Fotos entfernen. Auch religiöse und politische Symbole, Sammlungen, Krimskrams und Nippes sollten sie wegräumen.
  • Räume wirken größer, wenn sie hell gestrichen sind. Vor allem die Wände in den wichtigsten Räumen - Wohn- und Esszimmer, Schlafzimmer, Küche und Flur - haben am besten neutrale Farben. Für die Besichtigung sind alle Vorhänge geöffnet und die Rollos hochgezogen. Dort, wo es nicht hell genug ist, sollten eventuell zusätzliche Lampen aufgestellt sein.
  • Die Einrichtung wirkt am besten zeitgemäß. Das soll natürlich nicht allzu viel kosten. Aber laut DGHR reicht es schon aus, die Griffe oder die Arbeitsplatte einer Küche auszutauschen sowie neue Kissen oder Nachttischlampen für das Schlafzimmer zu besorgen.
  • Der einfachste Trick ist auch der banalste: Schon ein wenig Aufräumen und Putzen machen ein Haus für Käufer ansehnlicher. Ein nicht aufgeräumtes Haus und die zugemüllte Garage wirken kleiner als sie sind. Unrat und Kinderspielzeug liegen besser nicht herum. Haustür, Hausnummer und Briefkasten sollten sauber sein.

Eva Neumann, dpa

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