Freitag, 19. Juli 2019

Stilfragen: Immer passend angezogen Wie finde ich meine Überlebensgarderobe?

Stilfragen: Vier Tipps für die Überlebensgarderobe
AFP

Auch Ihr Kleiderschrank will gemanagt werden. Sonst wird das morgendliche Anziehen zu einer täglichen Herausforderung statt zum Vergnügen. Wie das geht und mit welchen Maßnahmen Ihre Garderobe eine gute Performance liefert, lässt sich im Artikel "Morgens Zeit sparen, trotzdem super aussehen" nachlesen.

Katharina Starlay
  • Copyright: Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Katharina Starlay ist Modedesignerin, Imageberaterin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat. In Vorträgen, Seminaren und individuellen Beratungen coacht sie rund um Kleiderstil und Businessknigge. Seit 2002 berät sie auch Unternehmen für deren Außenauftritt und entwickelt Stil-Leitfäden sowie Firmenkleidung. Sie schreibt Bücher (zuletzt als Hörbuch erschienen: Der Stilcoach für Männer) und publiziert über Stilthemen: Starlay.de.

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Wie aber geht es weiter, nachdem Sie das Kernstück Ihrer textilen Erscheinung reorganisiert und sich einen Überblick verschafft haben? Denn hinter einem gut angezogenen Menschen steht nicht - wie in Adelskreisen früherer Jahrhunderte - eine Kammerzofe oder ein Diener, sondern schlicht und einfach ein Plan.

Ziel ist eine zuverlässige "Survival Wardrobe", die Sie sicher durch Ihren Alltag begleitet, Beruf, Status und persönlichen Stil berücksichtigt und Ihrem Terminkalender gerecht wird. Wer sich im Konzern auf Vorstandsebene bewegt oder darauf zusteuert, braucht eine andere Garderobe als die IT-Spezialistin, die vom Homeoffice aus arbeitet.

Dabei ist es dennoch karriereförderlich, wenn man auch im Büro ohne Kundentermine auf ein gepflegtes Äußeres achtet und unbedingt auch Schuhe trägt: Das richtet die Haltung auf und gibt der Stimme einen professionelleren Klang, gerade im reduzierten Wahrnehmungsradius eines Telefonats. Dann wird die Sprache bedeutsam.

Sie brauchen einen Plan!

Der Plan beschreibt nicht nur die Funktion der benötigten Anzüge, Ensembles und Accessoires, sondern auch Farbe, Stoff und den Style - zum Beispiel sportlich oder klassisch -, damit schon auf dem imaginären Reißbrett erkennbar wird, ob die Teile auch untereinander kombinierbar sind. Nur dann funktioniert eine Garderobe.

Stilfrage? Wir helfen!
Haben Sie auch eine Stilfrage an unsere Expertin? Wir greifen Ihre Anregungen gerne auf. Sie erreichen uns unter stilfragen@manager-magazin.de.
Ein Beispiel: Für eine business-übliche Position im Management kommen Sie an Kostüm und Hosenanzug nicht vorbei. Wenn Sie nun dafür sorgen, dass die Jacke Ihres Rockkostüms auch zur Hose des Hosenanzugs passt - oder auch zu einem vorsorglich mitgekauften Kleid, Sie also "über Kreuz" kombinieren können, sind Sie schon sehr viel freier.

Das ist übrigens ein großer Vorteil, den Frauen den Spielregeln der Männergarderobe voraus haben: Sie dürfen kombinieren, ohne dass Mann Ihnen Dresscodeverletzung vorwerfen kann.

Hier sind vier Tipps, wie Sie in den Genuss der vollen Kombinierbarkeit kommen.

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