Mittwoch, 22. Mai 2019

Blütenkunst vom weltbesten Floristen Bezaubernde Blütenwelt

Daniel Ost: Ein Virtuose der Blüten
Elisabeth Sandmann Verlag / Robert Dewilde

Daniel Ost ist Florist. Die Bezeichnung greift jedoch deutlich zu kurz. Der Belgier formt wahre Kunstwerke aus allem was die Natur hergibt: aus Blättern, Blüten, Zweigen, Beeren, Blumen, Gräsern, Moosen, Wurzeln und Zapfen. Er wird von Königshäusern, Botschaften, Unternehmen und Privatiers für seine Kunst hofiert und gebucht.

"Blumen sind mein Medium", schreibt der Künstler in der Einleitung eines fulminanten Bildbandes, den der Elisabeth Sandberg Verlag kürzlich herausgegeben hat. Tatsächlich gilt Ost als einer der besten Florist weltweit. Mit seinen Installationen vermag er zu verzaubern, entführt die Betrachter in eine andere Welt. Er zeigt seine Kunst in Japan, den USA, Belgien, Frankreich, Italien, aber auch in Südkorea und Katar.

"Die Floristik macht wie wenige andere Ausdrucksformen die Begrenztheit der Zeit, die Vergänglichkeit erlebbar", schreibt Ost weiter. "Jeder Augenblick dieses Vorgangs muss durch einen starken Willen und Wachsamkeit des Gestalters kontrolliert werden". Dass Ost es versteht, die Pflanzen zu kontrollieren, davon zeugt das Buch.

Eine seiner Hauptinspirationsquellen hat er in Japan gefunden, wo der inzwischen über 60-Jährige zum Teil auch wohnt. Hier dienten Blumen und Blätter nicht nur zur Dekoration, sondern vermittelten Gedanken und Befinden, berichtet Ost. Und so mag die Anmut mit der er Beeren, Hölzer mit Blüten und Blättern komponiert von der Tiefe seiner Gedanken zu berichten.

Buchtipp
Daniel Ost
Der Meister der Blumenkunst


Elisabeth Sandmann Verlag, September 2015, 404 Seiten, gebunden, 89 Euro

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Wie Vielfältig seine Arbeit sein kann, erkennt der Leser schnell. Da sprechen die opulenten Blumen-Arrangements zu den Hochzeitsfeierlichkeiten des belgischen Prinzen Laurent mit Prinzessin Claire im Jahr 2003 in der Kathedrale St- Michael eine ganz andere Sprache als die feinsinnigen Installationen im Sugimoto-Haus oder im Goldenen Pavillons Kinkaku-ji im japanischen Kioto.

Typisch für Ost sind archetypische Formen, Kegel, Kugeln, Kreise, Kuben, Bögen, Säulen, Spiralen und Pyramiden aus den vergänglichen Materialien bezaubern jeder auf ihre Art und für den Buchverlag wunderbar inszeniert. Ob Lotosblume auf Rotkohl-Fundament, Bambus in Origamitechnik verschränkt oder stilisierte Deichlandschaften mit Lorbeerbäumen. Osts Arbeiten sind Kunstwerk und Inspirationsquelle zugleich.

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