Donnerstag, 5. Dezember 2019

Online-Panne bei Adidas Neue DFB-Trikots mit Rechtschreibschwäche

Timo Werner trägt das neue Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Im Onlineshop hatte Hersteller Adidas einzelne Namen der Spieler vorübergehend falsch geschrieben.

Am Montag war es soweit. Kurz vor dem Abschluss der Qualifikationsrunde mit den Partien gegen Weißrussland und Nordirland präsentierte der Deutsche Fußballbund (DFB) zusammen mit Hersteller Adidas die neuen Trikots der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für die EM 2020. Doch was nach einem Selbstläufer aussah, entpuppte sich für den Produzenten kurzzeitig als Fauxpas - und zwar nicht nur, weil die Mannschaft noch gar nicht endgültig qualifiziert ist.

Zurück zum Anfang: Im klassischen Weiß präsentierten DFB und Adidas das Shirt. Neu sind dünne, schwarzen Querstreifen, die sich über die Ärmel auf den Rücken ziehen. Beide Ärmel enden mit dickeren Querstreifen in den Deutschland-Farben. Der Kragen ist rund mit einem schwarzen Absatz.

"Das Trikot hat Style. Auch die Streifen in Schwarz, Rot und Gold gefallen mir sehr gut", sagte Bayern-Profi Serge Gnabry. Auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff findet die Rückkehr der schwarz-rot-goldenen Applikationen gut. "Es freut mich, dass wir die deutsche Flagge wieder deutlicher in unser Erscheinungsbild aufgenommen haben", sagte er. Adidas will dieses Detail als "Statement für die Werte" verstanden wissen, "für eine moderne, weltoffene und bunte Gemeinschaft und die integrative Kraft des Sports." Soweit so gut.


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Als die Trikots jedoch in den Verkauf kamen, staunten einige Fans nicht schlecht. Auf der Voransicht im Onlineshop von Adidas, wo sich Fans Trikots mit dem gewünschten Namen und der gewünschten Nummer bestellen können, waren Namen von Spielern falsch geschrieben. So wurde Jonas Hector mit einem "ck" geschrieben und aus Luca Waldschmidt war Lucas Waltschmidt geworden.

In den sozialen Netzwerken hagelte es daraufhin Spott. Neben der falschen Schreibweise mokierten sich Anhänger auch über den hohen Preis der Trikots. Ein Adidas-Sprecher bestätigte laut "Express", dass auf der Produktseite des DFB im Adidas Shop vorübergehend einzelne Spielernahmen falsch hinterlegt gewesen seien. Der Tippfehler sei aber mittlerweile behoben. Spötter wiesen darauf hin, dass Adidas ohnehin nicht viel Erfahrung mit der Schreibweise von einzelnen Fußballspielern habe - in der Bundesliga zum Beispiel rüstet Adidas nur einen einzigen von 18 Vereinen aus.

Die Spieler selbst dürften von der Panne nicht viel mitbekommen haben. Erstmals zu sehen sind die Trikots am kommenden Samstag (20.45 Uhr/RTL) in der Partie gegen Weißrussland.

dpa/akn

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