Freitag, 28. Februar 2020

Business-Knigge fürs Home Office Wie Sie zu Hause Profi bleiben

2. Teil: Räumliche Trennung und Sitzrichtung

Inspirierende Umgebung: Blick in das Arbeitszimmer von Tania Blixen auf Rungstelund, dem heutigen Karen-Blixen-Museum, aufgenommen im Mai 1991 im dänischen Rungsted. Hier verbrachte die Autorin die meiste Zeit ihres Lebens und schrieb 1937 den Roman "Afrika, dunkel lockende Welt".

Ob Sie einen eigenen, voll eingerichteten Raum Ihr Büro nennen oder für einzelne Arbeitstage zuhause am Wohnzimmertisch arbeiten - beides verlangt eine klare mentale Trennung zwischen Arbeitszeit und privater Zeit. Auch für die lieben Familienmitglieder, die von außen nur schwer erkennen können, ob Sie gerade wichtige Aufgaben erledigen oder zum Vergnügen im Netz surfen.

Ein eigener, abschließbarer Raum hat den großen Vorteil, dass Sie sich die Tür-Chefsprache angewöhnen können: Eine verschlossene Tür signalisiert "Bitte nicht stören, ich bin nicht zu sprechen", eine angelehnte "Bitte anklopfen und das Anliegen nennen - dann entscheide ich, ob ich Zeit habe". Ist die Tür ganz offen, darf jeder "hereinschneien", weil die wichtigen Tagesaufgaben erledigt sind.

Ist der Arbeitsplatz in der Wohnung nicht festgelegt, entsteht der attraktive Vorteil, verschiedene Blickrichtungen für unterschiedliche Aufgaben einzunehmen. An einem freistehenden Tisch beispielsweise können Sie Ihren Arbeitsstuhl (im Gegensatz zum Esszimmerstuhl) etwa für Steuererklärung oder Buchführung an eine andere Tischseite stellen als für kreative Herausforderungen. So stellt man sich auch emotional schneller um.

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